Apallisches Syndrom im Braunschweiger Stadtrat und bei VW – schlimmer als die Schweinegrippe

November 24, 2009 von Hoffer

Wenn jemand alles mitbekommt, aber keine Signale aussenden kann, dann ist das ein furchtbares Schicksal. Aber gibt es das auch nicht nur bei Einzelpersonen – wie Rom Houben – sondern auch bei bestimmten Gtuppen der Bevölkerung?

Leider ja. Obwohl jedes einzelne Mitglied des Braunschweiger Stadtrates weiß, dass zum Beispiel das Zubetonieren des Waldes bei Waggum für eine verlängerte Landebahn nicht einen einzigen Arbeitsplatz schafft, sind zumindest CDU-, FDP- und SPD mit genau diesem Argument dafür. Jeder bei der DLR, immerhin eine Bundesbehörde, weiß, daß Forschung auch ohne die geplante Naturvernichtung geht – trotzdem ist die dafür. Auch Herr Piëch und Herr Winterkorn wissen, dass Naturvernichtung dem geplanten, marketingmäßig bereits beworbenen ‘günen’ Image von Volkswagen schaden muß, wenn wegen einiger unbedeutender Managerflüge der Konzern nichts gegen die  naturzerstörerische Landebahnverlängerung unternimmt.

Aber warum versucht niemand aus diesem Kreis der Hauptverantwortlichen etwas gegen die beschlossenen und abgesegneten Planungen zu unternehmen? Richtig – es ist das Apallische Kollektivsyndrom. alle Deutungsversuche in Richtung kollektive Dummheit, ökologische, markttechnische Unwissenheit , Unfähigkeit, Fehlentscheidungen zu korrigieren greifen da zu kurz. Dafür sind zu viele gut ausgebildete, in ihren Fachgebieten oft fachlich sehr qualifizierte  Menschen betroffen. Es kann nur das VW-Braunschweigische-apallische Syndrom sein: Nichts sagen können obwohl man es besser weiß.

Die ganze Schönheit des Sports

November 23, 2009 von Hoffer

Nur zu oft tritt das ästhetische Moment einer Sportart hinter der oberfächlichen Betrachtung des Spielgeschehens zurück. Deshalb ist es gut, wenn die Braunschweiger Zeitung diesen fruchtbaren Moment in aller Anmut auch bildlich unterstreicht. Denken wir an Judith und Holofernes, an Caravggio, wie er die  Entleibung des bösen Generals durch Judith mittels einen eines sauberen Schnitts ins Bewußtsein des Betrachters zu heben weiß – noch kann der Bösewicht es nicht fassen, was passiert, Blut spritzt schon, aber in seinen  Blick schleicht sich eine böse Ahnung ein….

Ganz anders die  Darstellung des Fußballereignisses auf der heutigen Frontseite des Sportteils in der BZ. Hier verzichtet die bildliche Darstellung darauf, das Splittern des Kieferknochens eines anrennenden Stürmers unter dem Fußballschuh des wissend dreinblickenden Torhüters darzustellen. Wenn wir den Fotogtafen schon nicht kritisieren wollen, sei dennoch die Bemerkung erlaubt: Caravaggio hätte das etwas anders dargestellt.

War der Sportfotograf also bestochen? Kein Kunstkenner? Was war der Judaslohn des Torhüters? Oder sollte nur sinnbildlich auf eine gewisse Fangemeinde bei fröhlichen Begegnungen mit den Fans anderer Vereine hingewiesen werden?

Wie auch immer, wir können jedenfalls froh sein, dass keiner der Beteiligten bestochen war, auch der Fotograf nicht.  Dafür gibt es aber bei Graff einen vorzüglichen neuen Bildband samt Biografie  über Caravaggio – unbedingt kaufen.

Syngenta und Monsanto…

November 21, 2009 von Hoffer

Beide Konzerne (und einige andere) verkaufen genverändertes Saatgut. Die daraus wachsenden Pflanzen halten das  von den gleichen Unternehmen hergestellte und verkaufte Schutzgift aus, alle anderen Pflanzen, Unkräuter aber nicht.

Die Konzerne verdienen doppelt, am Saatgut und am Gift, die langfristige Wirkung auf z.B. die menschliche Gesundheit? Wird die Zukunft zeigen. Falls sie beeinträchtigt wird: Pech gehabt, liebe Menschheit.

Wie wecke ich den Bedarf an so einem Risikogut? Indem ich ‘Versuchsanbauflächen’ schaffe (Üplingen) oder indem ich als Futtermittel soviel Saatgut in ein Land bringe (etwa MIR604), dass irgendjemand das dann schon aussäen wird. Die Pollen gehen auf die nicht- genveränderten Pflanzen über und schon haben die Konzerne Anspruch auf  Lizenzgebühren auf alle Pflanzen, die die Genveränderung enthalten.

Ohne diese auch von Deutschland geförderte Patentierbarkeit des Lebendigen, gäbe es solche Ansprüche nicht. Und wohl auch keine genveränderten Pflanzen. Diese aberwitzige Rechtskonstruktion muß weg. Schreiben Sie Ihrer Bundestagsabgeordneten oder Ihrem Bundestagsabgeordneten.

Deutsches Zentrum für Luft und Raumfahrt…

November 20, 2009 von Hoffer

….kurz DLR genannt, entblödet sich nicht, selbst wahnwitzige ‘Argumente’ für die Zerstörung des Waldes bei Waggum zwecks Landebahnverlängerung in aller Öffentlichkeit anzuführen: Man brauche bei der DLR  eben ein ‘Sicherheitspuffer’ , weil man ständig an seinen Flugzeugen herumschraube und man sich längere ‘technischen Abnahmen’  nicht erlauben könne . Eine derartig holzköpfige ‘Argumentation’ einer wirklich angesehenen Forschungseinrichtung ist wohl nur vergleichbar mit den früheren  Ungefährlichkeitsbeteuerungen des Helmholtzzentrums bezüglich der Einlagerungssicherheit von Asse II und dem Schließungskonzept nach Bergrecht.

Selbstverständlich schraubt die DLR nicht an sicherheitsrelevanten Merkmalen ihrer Forschungsflugzeuge herum, andernfalls müßten sich die Anwohner des Flughafens nicht nur Umwelt-Sorgen machen. Und was mögen die Investoren denken, die das von der Stadt Braunschweig neu ausgewiesene Handelsgebiet in der Anflugschneise besiedeln sollen? Jedenfalls hat Herr Stefan Levedag von der DLR auch Beruhigendes gesagt: Nur 800 Meter Landebahn würden in Zukunft gebraucht. Dann brauche man die Verlängerung der Bahn doch gar nicht,  so Frau Marion Korth in der Neuen Braunschweiger… Antwort: siehe oben.

Deutsche Forschungseinrichtungen sind scheint’s auch nicht mehr das, was sie mal waren. Was auch daraus hervorgeht, dass DLR-Forscher (oder VW-Manager?) nur dann gut forschen können, wenn sie um 10 in Paris sind und abends wieder zurück, was sie zwar schon heute könnten, aber – weil sie offensichtlich Internet und Telefon nicht haben  – nicht machen können oder so oder wollen, wegen Fehlzeiten oder,  so jedenfalls Herr Levedag.

Nicht vergessen: Kein einziger Arbeitsplatz wird durch Waldvernichtung und Startbahnverlängerung geschaffen. Und die Volkswagen AG mit dem grünen Image und Herrn Winterkorn an der Spitze will die Waldvernichtung vor der eigenen Haustür. Und Herr Piëch auch.

Warum macht Fußball depressiv?

November 18, 2009 von Hoffer

An sich ist das für Braunschweiger eine klare Sache, aber daran, an die kommende Fußball-WM in Südafrika,  hat wahrscheinlich doch keiner sofort gedacht. Deshalb nachfolgend die ganze Information:

Hallo ihr lieben!

Je mehr ich mich mit den menschen beschäftige, desto bekloppter kommen sie mir vor. Bitte unterschreiben!!!! Tieropfer für die fußball-wm! Als wenn die neuen bordelle nicht reichen an abartigkeit….

Grüße

sabine

 Petition in diesem Zusammenhang kann von einer e-mail Adresse immer nur einmal eingegeben werden; link kann aber natuerlich weitergeschickt werden an Freunde (Internet-Anschluss, Maus links clicken auf link.).  Am 16.11. schon 3109 Unterschriften. Hier noch einmal der link.

http://www.thepetitionsite.com/1/Stop-2010-World-Cup-Animal-Sacrifice

 Sozialistische Tageszeitung • Montag, 16. November 2009


Sprungmarken: Navigation, Schnellsuche.


Meinung/Kolumne

14.11.2009

Fragwürdig Tieropfer zur Fußball-WM?

Michael Skriver über die Forderungen südafrikanischer Traditionalisten

ND: Traditionalisten wollen während der Fußball-Weltmeisterschaft 2010 in Südafrika in sämtlichen Stadien sogenannte Opferkühe schlachten, um das Wohlwollen der Ahnen zu sichern. Ist so ein Ansinnen ernst zu nehmen?
Initiator ist immerhin der Makhonya Royal Trust, dem die Koordinierung aller kulturellen Aktivitäten zur WM übertragen wurden. Und der für Traditionsangelegenheiten zuständige Minister Sicelo Shiceka erklärte seine volle Unterstützung. Auf einer Versammlung traditioneller Führer in Pretoria behauptete er, das Schlachtritual betone die afrikanische Identität. Als Mitglied des ministeriellen Komitees für die WM-Vorbereitung will er den Veranstalter, also die FIFA, dafür gewinnen. Besonders grotesk: Mit dem Treffen, auf dem Shiceka sprach, sollte Nelson Mandela geehrt werden – der Mann, der seiner Hoffnung Ausdruck verliehen hat, dass auch solche Gewalt bei der WM keinen Platz hat. Übrigens gab es bereits beim Bau der Stadien Tieropfer.

Wie sind die Reaktionen von Tierschützern im Lande?
Die südafrikanische Tierschutzorganisation SPCA ist offenbar bereits von den Opferpriestern für deren Zwecke vereinnahmt worden. SPCA-Vertreter wollen sich darum kümmern, dass die Tiere vor der Opferung »gut« behandelt werden; die Opferzeremonie selbst fällt nicht in ihre Kompetenz.

Wie muss man sich so ein Tieropfer vorstellen?
Der zentrale Punkt in der afrikanischen Opferphilosophie ist das laute Schreien oder Brüllen des Tiers, damit die Ahnen es hören und erhören – also das Quälen ist unverzichtbar für den Erfolg! Darum werden gern Ziegen genommen, so bei Beerdigungen. Es wird mit Messern auf sie losgegangen; wenn eine Ziege nicht laut genug schreit, kommt die nächste dran.

Gibt es Äußerungen der politischen Führung Südafrikas zu solchen archaischen Praktiken?
Anfang November wandte sich die indische Tierrechtsaktivistin Maneka Gandhi an Südafrikas Präsident Jacob Zuma mit der Bitte, für die Abschaffung eines grausamen Opferrituals einzutreten. Dabei geht es um die Tötung eines Bullen anlässlich eines Erntefestes. Tierschutzgesetze werden auch hier von der Devise angeblicher »kultureller Freiheit« ausgehebelt. Umso mehr überraschte Zumas klare Reaktion: »Während ich Kultur respektiere – dieses Bullen-Tötungs-Ritual verursacht einem unschuldigen Geschöpf extreme Qualen und hat keinen Platz in der modernen Welt.« Wenigstens etwas gute Hoffnung am Kap.

Der Glaube, Gottes Liebe müsse mit Opfern erkauft werden, scheint unausrottbar. Zwar gehören Menschenopfer der Vergangenheit an, Tiere indes müssen weiter leiden und sterben für die Religion.
Dieses fatale Erbe ist auch in Europa präsent. Man denke zum Beispiel an Spanien, wo bis vor einigen Jahren auf dem Lande Bräuche gepflegt wurden, bei denen lebende Ziegen vom Kirchturm geworfen oder lebenden Hähnen die Köpfe abgerissen wurden. Man darf nicht vergessen, dass am Anfang des Christentums das gemarterte Opfer steht – der ans Kreuz genagelte Jesus. Laut Apostel Paulus war das für Gott unverzichtbar zur Rettung der Menschheit.

Wir haben also keinen Grund zu herablassenden Urteilen?
Das verbieten allein die Grausamkeiten in den Tierfabriken, die jenseits alles Religiösen sind. Andererseits sollten unsere afrikanischen Brüder und Schwestern nicht weiter hartnäckig glauben, sie würden ihre Identität verlieren, wenn sie endlich die dunklen Traditionen ihrer Kultur begraben.

Interview: Ingolf Bossenz

  •  

Gülle und Asse II

November 18, 2009 von Hoffer

In Schleswig-Holstein und anderen großen Teilen der Bundesrepublik ist das Grundwasser durch Gülleausbringung derart mit Nitrat verseucht, dass Behörden verbieten, es zu trinken (Menschen und Schlagzeilen, NDR, Sendung heute um 21 Uhr). Aus diesem Grund entnehmen die Wasserwerke in S-H ihr Wasser aus großer Tiefe, wo das Grundwasser NOCH  nicht verseucht ist.

Genau diese tiefen Grundwasserschichten werden aber durch Asse II verseucht, wenn man die atomaren Abfälle nicht herausholt.

Dies nicht zu tun ist also schon heute, schon hier, vor jedem Klimawandel  Brunnenvergiftung. Derzeit verantwortlich für das geplante Verbrechen an der Volksgesundheit sind viele führende Politiker – denken wir nur an den mit G, die mit M und besonders viele mit S und SCH. Aber bitte nicht an willige Helfer und Domestiken jener denken, die als Minister, Ministerpräsidenten oder Parteivorsitzende tätig sind oder waren. Sondern an diese.

Was ist los im Rat der Stadt Braunschweig??

November 18, 2009 von Hoffer

Noch leicht knirschend hat der Rat der Stadt Braunschweig die Kurve in die richtige Richtung gekriegt: Ganztagesschulen genehmigt und IGS bekommt Oberstufe. Gute Nachrichten. Zumindest Bußgeldbescheid für in jeder Hinsicht illegalen Müllberg mitten in Braunschweig…. Letzteres könnte natürlich nicht klappen, weil ‘die Stadt’  bzw. die Verwaltung anweisungsgemäß nur zu oft Pläne und Verträge gemacht hat, die der Allgemeinheit  schaden und ohne den Wirbel von Links und ohne die aktiv gewordenen Bürger und die BIBS bzw. die verschiedenen Bürgerinitiativen wäre wohl nichts ins Rollen gebracht worden.

Aber immerhin, der Anfang ist gemacht, die Schildbürgerstreiche Rathausabriß und Waldvernichtung in Waggum und weitere Privatisierungsaktionen können noch gestoppt werden, wenn sich das Ratswichteltum aus dem Rathaus endlich endgültig  verabschieden würde. 

Wie schön wäre es, wenn beide, das Ratswichteltum zusammen mit Herrn Hoffmann Hand in Hand das Rathausendgültig verlassen würden. Ein erfreutes ADIEU wäre ihnen sicher. Der hinterlassene Schaden wäre trotzdem groß genug.

Die dritte Leiche….

November 15, 2009 von Hoffer

…kommt direkt aus Braunschweig. Drei Stunden hat es gedauert bis DREI (!) Kopfschüsse glaubwürdig appliziert waren. Und dann das lange Liegen, mitten im Winter, das alleine reicht in Braunschweig – denkt man an die letzte – für eine Ehrenbürgerschaft. Liegt er nun besoffen da? Entdeckt Gabriel seinen größten Förderer im Januar dieses Jahres, in gewohntem Zustand? Nein – es ist die Dritte Leiche. Gabriel spielt überhaupt nicht mit, weil er damit zu tun hat, dass Bundesgesetze nicht durchgesetzt werden. Aber Ruhm und Ehre überfluten jetzt das Kanzlerfeld. Wohnt die Dritte Leiche dort? Oder ist das nur eine weitere Spielstätte für den heutigen Tatortkrimi? In Braunschweig sind die Straßen jedenfalls leergefegt, heute läuft er nämlich. Auch die sitzen vor dem Fernseher, die das Privileg genießen durften, sich mit der Dritten Leiche ablichten zu lassen. Jetzt war sie im Bild. In einer riesigen Bluuutlache.

Da sage noch einer, Braunschweig sei kein Ort der Hochkultur! Was brauchen wir da noch Schulen? Privatisiert sie. Die Dritte Leiche reißt alles wieder raus!

Oberbürgermeister Dr. Hoffmann im Gespräch

November 14, 2009 von Hoffer

?: Herr Oberbürgermeister, die finanzielle Lage Braunschweigs ist ernst?

OB: Sehr ernst. Obwohl wir die Stadtwerke verschleudert haben und uns jetzt die 200 Millionen fehlen, die jährlich an die Stadt gingen, sind wir doch stolz darauf, dass wenigstens die Veolia-Aktionäre in Paris davon profitieren…

?: ?

OB: Selbstverständlich legen wir wert auf unser internationales Ansehen. Ich sage nicht nur Frankreich, sondern auch ‘China!’.

?: Diese globale Sicht wird den CDU-Wählern dieser Stadt gefallen. Aber was ist mit den lokalen Finanzen?

OB: Selbstverständlich lassen wir zu diesem Zweck unsere Schulen gerne verkommen, wie überall anerkannt wird.

?: ?

OB:  Ich habe zum Beispiel FDP und CDU und nicht zuletzt die hiesige SPD davon überzeugen können, dass wir nicht nur das Bildungspotential unserer Jugend zerstören sollten, das wäre zu kurz gedacht. Wichtig war es für uns immer, soviel Geld wie möglich zu vergeuden, auch solches, das wir nicht haben, damit nicht doch noch irgendwer daher kommt und was in Bildung  etc. stopft.

?: Etwas genauer bitte…

OB: Denken Sie an die Doppelfunktion des Spaßbades. Einerseits schädigen wir die Mitbürger, indem wir ihnen die Stadtteilbäder wegnehmen. Anderseits verschwenden wir immerhin 26 Millionen für den Bau des nun wahrhaftig absolut überflüssigen Spaßbades und tun zugleich der FDP einen überregionalen gefallen…

?: ?

OB: Spaßbad – Spaß – Guidomobil – mehr brauch’  ich doch wohl nicht zu sagen!

?: Subtil! Regional haben Sie also nicht mehr auf der Pfanne, als ein paar Steuer-Millionen beim Spaßbad zu versenken?

OB: Ihre Fragestellung ist schon ziemlich dreist. Schauen Sie doch bitte auf mein Wirken in dieser Stadt, Privatisierungen aller Art, Müllberg nahe dem Zentrum, Rathausabriss…

?: Eine beeindruckende Bilanz!

OB: Eben. Sie sollten aber doch wissen, dass das Zubetonieren des Stadtwaldes bei Waggum….

?: Überflüssige Verlängerung der Landebahn?

OB: Sehr richtig. Da verstehen wir es, weitere Millionen zu vergeuden…

?: EU- Mittel gibts ja nicht…

OB: Ja leider. Es wären ja auch Steuergelder, die hätten wir  gerne zwecks Naturzerstörung genutzt. Es geht aber auch so. Wir sind tatsächlich  auf städtische Mittel angewiesen. Aber, um einem Einwand zuvorzukommen: Zugleich ist es mir gelungen, große Teile des Braunschweiger Rates zu verblöden, indem er glaubt, durch die Landebahnverlängerung entstünden neue Arbeitsplätze (lächelt verschmitzt). Aber es ist noch schöner. Ich gefährde darüber hinaus auch ganz direkt Braunschweiger Arbeitsplätze, weil bekanntlich die Zerstörung des Waldes voll auf den Absatz bei VW (Anmerkung von ?: zu 37,5% an der Braunschweig-Wolfsburger  Flughafen AG beteiligt) durchschlagen wird, weil kein ökogesinnter Käufer mehr VW als ‘grünem Autokonzern’ glaubt, dass er es mit Öko ernst meint und folglich alle weiteren positiven Produktbehauptungen unglaubwürdig sind und darauf hin andere Marken bevorzugen wird.

?: In der Tat, ein genialer Schachzug.  Haben Sie noch weitere Pläne? Etwa als Bundeskanzler, Vorsitzender einer großen Partei oder dergleichen?

OB: Selbstverständlich würde ich mir zutrauen, auch die BRD zugrunde zu richten oder erst recht eine der großen Volksparteien…

?: ?

OB: Aber da werde ich nicht gebraucht. Besonders würde mich natürlich die Bundes – SPD reizen. Aber jetzt hat die SPD doch gerade Herrn Gabriel gewählt, der kriegt das auch hin… Man muß immer objektiv bleiben.

?: China?

OB: Die sollen erst mal was aufbauen. Aber dann werde ich vielleicht als Berater gebraucht. Man wächst mit seinen Aufgaben!

?: Vielen Dank für das Gespräch.

Startbahnverlängerung: Braunschweigs CDU, SPD und FDP schaden Braunschweig

November 13, 2009 von Hoffer

Warum nicht mehr Jubel bei den Parteien des Braunschweiger Rates, die das Abholzen des Waldes bei Waggum betrieben haben?

Sollten sie ahnen, dass die Investitionen am Flughafen Braunschweig nichts, aber auch gar nichts mit der überflüssigen Startbahnverlängerung zu tun haben? Dass nicht ein einziger Cent weniger in diese Investitionsvorhaben geflossen wäre, wenn diese Parteien  sich für den Erhalt des wertvollen Waldes eingesetzt hätten und nicht dagegen? Fangen sie an zu verstehen, dass mindestens nochmal soviel Wald für die erforderliche Umgehungsstraße fallen muß? Begreifen sie, dass mit dem Imageverlust, den Volkswagen (zu 37,5% an der Flughafen AG beteiligt) durch das geplante Bubenstück erleiden wird, auch Braunschweig beschädigt wird? Arbeitsplätze dieser Stadt? Begreifen sie allmählich, dass auch Oberbürgermeister Hoffmann langsam  kalte Füße bekommt, wenn er sich hilflos auf  ‘bestehende Verpflichtungen’ beruft und meint, auch weiterhin Braunschweig schaden zu sollen – könnte man meinen – indem das Abholzen weiterbetrieben wird?

Braunschweig und Volkswagen stehen doch jetzt schon dumm genug da. Aber es gibt keinen ‘Sachzwang’, so umweltfeindlich und dumm weiterzumachen, wie bisher. Scheint sogar Herr Sehrt irgendwie zu ahnen.

Machen Sie sich und die Stadt nicht weiter lächerlich durch Festhalten an einem unsinnigen Beschluß! Tear down this wall in your brain!!! DAS wäre Werbung für ‘mehr Lebensqualität in Braunschweig’  (heutige Braunschweiger Zeitung, Seite 17).