Wenn der Chef einer Verwaltung ohne Führungsqualität ist, kann es leicht vorkommen, dass aufgrund seiner Unfähigkeit und Inkompetenz seine Mitarbeitern, früher sagte man ‘Untergebene’, nicht das leisten, was sie sollten oder könnten. Etwa zum Wohle der Bürger zu handeln, wenn es um eine Stadtverwaltung geht, öffentliches Eigentum zu pflegen und mehren oder unbestreitbare Natur-Werte und Grundlagen menschlichen Lebens zu erhalten. In diesem Sinne ist es gelungen, eine kompetente Führungspersönlichkeit unserer Stadt, die von CDU und FDP getragen wird, aber auch unter der SPD viele Anhänger hat, zumindest im Rat der Stadt, zu einigen selbstkritischen Äußerungen zu bewegen.
?: Schon lange gelten Sie als völlig überfordert und grundsäztzlich inkompetent, wenn es darum geht, die Interessen der Braunschweiger Bürger zu vertreten….
H: Aber es ist mir eine Zeit lang gelungen bei einigen Medien das Gegenteil…
?: Könnten Sie jetzt einige Beispiele für Ihre Inkompetenz nennen?
H: Selbstverständlich. Zum Beispiel der Verkauf des Öffentlichen Eigentums, so weit es der Daseinsvorsorge, dient, geht eindeutig zu Lasten aller Braunschweiger. Ich nenne hier als mein bedeutendstes Werk an Inkompetenz den Verkauf der Stadtwerke – innerhalb von fünf, sechs Jahren haben die Käufer den Kaufpreis wieder drin und können dann die Braunschweiger Bürger gnadenlos aussaugen bzw. ausplündern, bzw. Gebühren erheben….
?: Nun, das ist wohl jedem bekannt…
H: Abwasserprivatisierung, Riesenmüllberg in der Stadt, Abschluß völlig inkompetenter Verträge, zum Beispiel mit Alba…
?: ?
H: Lesen Sie keine Zeitung? Jeden Tag brechen sich die Leute ihre Knochen, weil ich veranlaßt habe, dass Alba vertragsgemäß in Nebenstraßen nicht räumen mußte, als es gut gegangen wäre. Das war nicht einfach, solche für die Stadt idiotischen Verträge durchzusetzen!
?: Respekt. Können Sie andere Beispiele Ihrer Inkompetenz nennen?
H: Nun, selbstverständlich, damit könnte ich Bücher füllen (lacht selbstgefällig). Ein aktueller Fall, den ich aber schon lange vorbereitet habe, indem ich veranlaßt habe, dass die Stadt sich aus dem Anti-Konrad-Forum zurückgezogen hat, indem ich verboten habe, dass die Verwaltung sich über die Tatsache mokiert, dass Braunschweig mitten im deutschen Atomklo sitzt.
?: Gewiss, diese Inkompetenz ist bemerkenswert…
H: Lassen Sie mich den Gedanken zuende führen. Aktuell habe ich veranlaßt, dass die mir unterstehende Verwaltung den Firmen, die in Thune atomare Abfälle aufarbeiten wollen, praktisch vertragsreife Lizenzen beinahe schon übergeben hat. Dann komme ich mit einer Presseerklärung dagegen groß raus, tue so, als habe ich von nichts davon gewußt, aber es ist schon alles gesettelt und ich stehe wieder super da…
?: Also in Wirklichkeit haben Sie die Sache zur Verstrahlung der Thuner Bürger selbst eingefädelt…?
H: Kein Kommentar. Aber glauben Sie wirklich, ich hätte das nicht gewußt? Glauben Sie, ich hätte nicht gewußt, dass der Verkauf der Stadtwerke an Veolia eine Ausräuberung Braunschweigs ist, dass ECE den ökologisch wertvollsten Park zerstört und den städtischen Handel kaputt macht, dass es nicht ein Natur-Verbrechen ist, unter dem Vorwand, Arbeitsplätze und Forschung würden durch Naturvernichtung in Waggum entstehen, den Wald für eine überfküssige Landebahn zu vernichten …
Sekretärin: Hier ist jemand von der DLR am Apparat, Airbus erlaubt keine Manipulationen am hiesigen Großflugzeug, deshalb sei die Landebahnverlängerung überflüssig, man habe bereits ein kleineres Flugzeug bestellt…
H: Weiß ich längst…
?: Aber dann sind Sie ja gar nicht inkompetent und überfordert, sondern handeln vorsätzlich zum Schaden der Braunschweiger Bürger…
H: Mit einem Idioten haben sies jedenfalls nicht zu tun!
?: Mit einem Kriminellen?
H: Das haben Sie gesagt..
?: Nein, gefragt…
H: … so, ich muß jetzt mit der DLR telefonieren.
?: Herr H. wir danken für dieses sehr aufschlußreiche Gespräch und die überraschende Wendung, die es genommen hat.