Nun gut, das Bundesgesetz kennt er nicht so gut, eigentlich gar nicht, über den Zweck von Nationalparken weiß er auch nix, aber ein scharfsinniger Analytiker ist er doch. Denn er hat erkannt: Wenn die Lebensbedingungen des Wildes besser werden, gibt es mehr Wild. Ideale Lebensbedingungen durch erhöhten Nährstoffeintrag. Was macht nun das vermehrte Wild in seiner Blödheit? Obwohl es doch im Nationalpark ‘ideale Lebensbedingungen’ vorfindet, läuft es natürlich sofort in den angrenzenden Wirtschaftswald und macht dort Schäden. Solche blöden Viecher. Die fressen ohne Pusch und Ohmes und die anderen 267 Schießer im Nationalpark glatt den ganzen Wald auf und furzen doch die Bäume um. Das sieht man doch an den umgefallenen Fichten! Das machen die doch bloß, um Herrn Pusch zu ärgern und Herr Ohmes, der vor Gericht viel Unsinn erzählt, muß glatt nochmal 50 St. Rotwild abballern, unterstützt von Leuten, die von ‘Hirschkühen’ oder Gesetzen nun wirklich ebenfalls null Ahnung haben, wie Herr Herrman so eloquent bestätigt. Ja solche scharfsinnigen Analysten kosten natürlich auch viel Geld, mindestens 300 Millionen im Laufe der Zeit. Aber dafür bekommt man ja auch so manche enorm schafsinnigen Gedanken von Leuten geliefert, denen man das sonst überhaupt nicht zugetraut hätte.
Archiv für Januar 2007
Nationalparkleiter Pusch als schafsinnigster Analytiker
Januar 31, 2007Hier schwafelt der Prophet bundesverdienstkreuzreif
Januar 31, 2007Ich prohezeie, wenn Braunschweiger Bürger über ihr kümmerliches Niveau minderer Qualität irgendwann einmal hinausgesteigert werden sollten, weil sie hinter der ECE-Fassade zu Bürgern weniger kümmerlichen, dafür aber höherer Qualität irgendwie hinaufgesteigert werden könnten – ‘wenn uns das gelingt’ (na, wenn das mal gut geht) – dann, ’so sage ich voraus’ – wird das Fassadeneinkaufszentrum ‘neue Besucher anziehen’, ja dann werden die ‘Schlossfassaden (3 – der Verf.) wirtschaftliche Akzente setzen, die wir uns noch gar nicht vorstellen können’. Ja, dass wir das noch erleben durften, dass Herr von Boddien so herrliche Zeiten voraussagt, uns soviel Mut macht, unser niedriges Niveau allein durch das ‘Niveau des Angebots’ zu steigern, vielleicht sogar auf das von Herrn von Boddien selbst – das wäre wunderbar, aber realistisch gesehen nicht sehr wahrscheinlich. Und wenn dann auch noch, wie prophezeit, ‘die Kultur profitiert’ – das wird regelrecht hochadlig, gouvermental werden. Freuet euch alle, ihr durch Angebot an Ware zu steigerndes Pack. Huscht schnell hinter die Fassade!
Hoffmann und Schloßfassade nicht im Karneval
Januar 30, 2007Eine kleine Gruppe Braunschweiger Bürger hatte sich kürzlich überlegt, auf einem Karnevalswagen ein großes goldenes Schwein im Karnevalsumzug mitfahren zu lassen, das auf dem Kopf eine Krone in Form der Schloßfassade trägt (mit Pferden). Die seitliche Beschriftung des Goldschweins in schwarzer Schtrift sollte auf einer Seite lauten E C E, auf der anderen Otto. Aus dem After des Tieres sollte der OB hervorlugen und auf seine bekannt optimistische Art lächeln.
Dagegen gab es aber sofort Einwände, weil die ganze Darstellung zu sehr an den Karnevalswagen erinnere, auf dem Frau Merkel ‘Uncle Sam’ in oder aus dem After kroch (das konnte nicht definitiv geklärt werden) , womit darauf hingewiesen werden sollte, dass sie deutsche Mitwirkung im Irakkrieg befürwortet habe. Ferner wurde daran erinnert, dass Frau Merkel in dieser Situation nicht gelächelt habe, was ja durchaus verständlich ist. Auf jeden Fall waren diese Einwände so schwerwiegend, dass die besagte Gruppe Braunschweiger Bürger daraufhin auf der Verwirklichung ihres an sich sehr karnevalistischen Gedankens verzichtete, zumal die Anmeldefrist für den Zug schon verstrichen sei. Eigentlich schade.
Hartz mal Wulff gleich Niedersachsen
Januar 30, 2007Wenn Herr Hartz Herrn Volkert mit ca. 2,6 Millionen begünstigt, wird er bestraft, muß aber nichts selber sagen. Benachteiligt wird unter vielen anderen: Frau Dreyer, denn sie kann fragen wie blöd, Hartz antwortet nicht. Wenn man Mündlichkeit nicht durchsetzen kann, sieht’s schlecht aus mit der Karriere, deal hin oder her.
Wenn Herr Wulff durch das Nationalparkgesetz Niedersachsen eine in ihrer Größe überflüssige Verwaltung begünstigt, Förster umsonst und Redakteure für nahezu nix große Tiere totschießen dürfen und überhaupt mindestens 300 Millionen vergeudet werden sollen, wird er gleich Kanzlerkandidat. Ist das das gerecht? Hätte Herr Hartz auch einen Schaden von 300 Millionen angerichtet und nicht nur so einen mickrigen von 2,6 Millionen, wäre er wahrscheinlich auch Kanzlerkandidat und würde lauter Schlipse geschenkt kriegen. Die Chance hat er nun verpaßt.
Schlumpschütze berichtet aus dem Nationalpark-
Januar 20, 2007Nun endlich ist er da, der große BZ – Artikel aus dem, über den Nationalpark. Er macht deutlich, in welchem Umfang sich die Nationalparkbehörde, bekanntlich die größte der Welt, über Recht hinwegsetzt und wie die Braunschweiger Zeitung diesen Bruch geltenden Bundesrechts bejubelt. Vermutlich hat es Herr Raue und sein Team auf den Preis ‘Verlogene Gurke für unkritische Zeitungsjubler’ abgesehen. Was tut die Redaktion für ihre Gurkenschaft?
Zunächst mußte ein Redakteur gefunden werden. Jonscher geht nicht, weil der schon mal darüber geschrieben hatte, wie Herr Brandes am Kreuzteich Gänse schießt. Es stimmt aber nicht, dass er die Gänse mit Brotkrumen angelockt hat. Da sich ansonsten wirklich niemand für Natur interessiert, kam nur noch Herr Hermann in Frage, weil der einen Jagdschein erworben hat und Herr Raue daher irrtümlich annimmt: das ist einer, der von Natur Ahnung hat. Hm. Dann geht Herr Hermann mit 270 anderen Schützen los in den Nationalpark, sieht die Frau vom Hirsch und ballert sie ab. Hermann fühlt sich ungut aufgrund eines Restes von Anstand -oder aus Angst vor Strafe? Denn er weiß noch aus der Jägerprüfung, dass ‘führende Alttiere’ – also Muttertiere mit Kälbchen – eben diese oft stundenlang ‘ablegen’ und sie dann erst abholen, so dass ein Jäger, der ein Mindestmaß an Waidgerechtigkeit für sich in Anspruch nimmt, nur dann ein potentielles Muttertier schießt, wenn er einen Blick auf das Gesäuge (den Euter), geworfen hat – vor dem Schuß. Schlumpschützen machen das natürlich nicht. Schon wegen dieser Schlamperei gehört Herrn Hermann sofort der Jagdschein weggenommen. Leuten wie ihm sind die mutterlosen und daher im Herbst/Winter dahinsiechenden Kälber zu verdanken, über die sich der alte Waidmann Reulicke mal öffentlich, mal privat jährlich aufregt. Andere wieder finden es merkwürdig, wenn an den Kadavern geschossener Muttertiere die Euter abgeschnitten sind. ‘Schon komisch’ sagt Herr Bärecke dazu. Früher mußten die dran bleiben, damit Fehlabschüsse geahndet werden konnten.
Nachdem Herr Hermann sein Gewissen erleichtert hat (und hoffentlich die Jagdbehörde auf seine Spur gesetzt hat, so dass er um seinen Jagdschein schwitzen muß), führt er die Herren Pusch und Ohmes vor. Es ist schon brutal, wie er Nationalparkdirektor Pusch zitiert, ohne Jagd entstünden Folgen für das Ökosystem und deshalb müsse man abschießen, auf Schöndeutsch: regulieren. Ja hat der Mann denn kein einziges Gesetz gelesen, weder das Bundesnaturschutgesetz noch das Nationalparkgesetz Niedersachsen /Harz? Da steht doch drin, dass in Nationalparken ‘natürliche Dynamik’ gewährleistet werden muß. Nein, das kam beim Studium in Holzminden nicht vor, nur Forstwirtschaft und Jagd im Wirtschaftswald. Und ist man erstmal Beamter im Staatsdienst, muß man Gesetze überhaupt nicht beachten, sondern darf auch im Nationalpark förstern und jagen, wenn Wulff und Konsorten ihm das erlauben, egal was es kostet. In der Natur einmal nichts zu tun, wie das Bundesnaturschutzgesetz es fordert, kommt für die beamteten Nationalparkfreaks natürlich nicht in Frage. Auch Herr Ohmes, der öffentlich die Ansicht vertrat, es sei besser Wild abzuschießen als zu stören, betätigt sich als echter Naturschützer indem er die Kadaver der im kommenden Jahr zu schießenden Tiere schon heute verkauft hat. Natürlich ist wirtschaftliche Nutzung des Nationalparkes verboten – aber was soll’s. Legal, illegal, scheißegal. Die Pension bleibt sicher.
Schon freuen sich alle NP-Mitarbeiter über Kyrill. Obwohl ein Sturm und seine Folgen das ist und bewirkt, was man ‘natürliche Dynamik’ nennt und diese das Ziel von Nationalparken ist, werden jetzt schon die Motorsägen gewetzt, damit der Unordnung der Windwürfe im NP ein Ende bereitet wird. Wie gesagt, legal, illegal, scheißegal. Warum soll man gutes Geld der Steuerzahler nicht für eine überflüssige Weltrekordverwaltung und gesetzeswidrige Naturdynmikverhinderung ausgeben, wo eben dieses Geld in Kindergärten, Schulen, Hochschulen, im Sicherheitsbereich und im Gesundheitswesen überhaupt nicht gebraucht wird? Hauptsache Herr Pusch, Herr Ohmes, Herr Hermann und Co. aus Hannover haben ihren Spaß beim Totschießen und natürlich auch Förstern. Darüber, so Herr Raue, wollen wir weiterjubeln. Das bringt Punkte bei Krawatte.
Über das Recht
Januar 20, 2007Eine der Errungenschaften der Neuzeit ist die Gewaltenteilung. Exekutive, Legislative und Jurisdiktion. Wie wir wissen, ist besonders in der Ländergesetzgebung viel faul, besonders wenn man an das ‘Nationalparkgesetz Harz Niedersachsen’ denkt. In die Jurisdiktion kommt als handelnde Person – im Gegensatz zur Politik – nur hinein, wer innerhalb seiner Berufsgruppe absolute Spitzenleistungen erbracht hat und zu erbringen verspricht. Das gilt auch für Staatsanwälte. Die sind allerdings politisch weisungsgebunden, so dass man manchmal Spitzenleistungen nicht erkennen kann, ja manchmal Sachverhalte nicht verfolgt werden, obwohl Recht verletzt wurde. Nur Richter sind völlig unabhängig. Sie bilden sich ihr Urteil aufgrund der von der Staatsanwaltschaft vorgelegten beweisbaren Tatsachen und aufgrund der Einlassungen der Beklagten. Diese lassen sich tunlichst von tunlichst guten Rechtsanwälten vertreten. Der Meinungsbildungsprozess der Richter muß die Einlassungen der Rechtsanwälte berücksichtigen. Diese erfolgt vorwiegend schriftlich. Dann kommt die Verhandlung. Aus gutem Grund ist Mündlichkeit zwingend vorgesehen. Nur so kann sich der Richter einen Eindruck von der Glaubwürdigkeit des Beklagten machen. Wie weit stützen oder widerlegen seine mündlichen Aussagen die von Staats- und Rechtsanwälten vorgetragenen Sachverhalte, welche sind nicht vorgetragen, welche verschwiegen, welche könnten den Beklagten entlasten. Es ist das Recht des Beklagten, seine Position mündlich in aller Öffentlichkeit zu verdeutlichen und glaubhaft zu machen.
Wenn der Beklagte dieses Recht verweigert, wird er seine Gründe haben. Schlechte Gründe. Gründe und Handlungen, die in der mündlichen Befragung herauskommen könnten. Die ihn belasten. Deshalb hat der Beklagte das Recht, nichts zu sagen. Aber dann muß er davon ausgehen, dass ein über seinen Anwalt ausgedealtes schriftliches Geständnis absolut nichts wert ist. Deshalb wird Herr Hartz, so er einigermaßen vernünftig beraten ist, beim Termin kommende Wochen reden wie ein Wasserfall. Sonst würde deutlich werden, dass der ‘Deal’ seines Anwaltes mit dem Gericht nicht viel anders zu bewerten ist als das, was Dealer sonst so machen. Denn es ist völlig unwahrscheinlich, dass eine hochqualifizierte Juristin, wie Frau Dreyer, den Idioten für Herrn Hartz und seine Kumpane macht. Sie würde ganz neu in die Beweisaufnahme eintreten. Und jene Demonstanten, die am ersten Verhandlungstag die Nutten (möglichst in Berufskleidung) eingefordert haben, kämen doch noch auf ihre Kosten. Das Recht auch.
Braunschweiger Justiz enttäuscht Weltpresse
Januar 18, 2007Obwohl die Braunschweiger Justiz sich bemüht hat, internationales, aber doch mindestens nationales Niveau zu erreichen, zeigte sie doch sehr deutlich, dass sie dazu nicht fähig ist. Zwar hatte die Staatsanwaltschaft, wie in solchen Fällen üblich, einen ‘Deal’ angeleiert und sichergestellt, dass Herr Hartz auf jeden Fall ackermannmäßig so gut wie ungeschoren davon kommt. Also keinesfalls muß er in den Knast, das ist schon mal klar. Aber die 300000 Euro Strafe, die verabredet wurden, sind schon ein Hammer. Sein Fahrer befürchtet, dass nun sein Gehalt gekürzt wird und die Raten für den Phaeton zu zahlen, wird auch schwerer fallen. Das sollten die Hartz-IV-Protestler doch bitte bedenken, bevor sie sich am 25.1. wieder zu irgendwelchen überzogenen Beschimpfungen hinreißen lassen. Aber die Justiz sieht bei dieser enormen, viel zu hohen Strafsumme - immerhin handelt es sich um einen richtigen Bruchteil der Gehaltszahlungen, die Herr Hartz von VW sogar ganz legal (!) bekommen hat – ziemlich schlecht aus. Sie hätte es auch bei 5000 oder 10000 Euro belassen können, das sind auch ganz schöne Sümmchen. Aber nicht vor allem die ausgehandelte Strafzahlung hat die Weltpresse enttäuscht, sondern die Tatsache, dass sich die Justiz während des Prozesses nicht entblödet hat, den Versuch zu unternehmen, in aller Öffentlichkeit direkt an Herrn Hartz Fragen zu stellen, die dieser bedeutende Mann dann in aller Öffentlichkeit auch noch beantworten sollte. Hat er selbstverständlich nicht gemacht, wo kämen wir da hin? Man stelle sich vor: Jemand von diesem Format steht vor Gericht und soll dort einfach so, wie du und ich, spontan Fragen der Richterin beantworten. Obwohl er sich doch vorher herbeigelassen hat, einem ‘Deal’ zuzustimmen! Weiß Frau Dreyer denn nicht, was sich gehört? Eine solche Enttäuschung hätte sie der Weltpresse nun wirklich ersparen können. Das wäre ja fast so, als ob irgendein Braunschweiger Bürger Herrn Hoffmann oder sogar Herrn Lehmann eine Frage stellen würde und die sollte dann auch direkt beantwortet werden. Sacrilegious! Jedenfall hat Hartz nichts gesagt, weil er natürlich nicht dazu beitragen will, dass sich die Braunschweiger Justiz noch mehr blamiert. Stellen die doch Fragen in der Verhandlung!
Aber auch sein Anwalt hat Fehler gemacht. Wie oft im Leben kommt es auf den Rechtsanwalt an. Und wie oft versagt er. Hat dieser Mann, hinter dem ja ein ganzes Rechtsanwaltsteam steht, überhaupt nicht begriffen, ein wie sensibler Mann sein Mandant ist? Es wäre unfair, hier den Namen des Anwalts zu nennen. Der Berufsstand ist im Allgemeinen durchaus sensibel. Worum geht es? Kaum wurde Herr Hartz von der Justiz in das Licht der Öffentlichkeit gezerrt (dahin gehören höchstens mal die eine oder andere Oma, die Heringssalat klaut, wie die Braunschweiger Zeitung mit der ihr typischen Sensibilität ja berichtet hatte), da war auch klar, dass er den einzigen guten Anzug anziehen müßte, der ihm noch geblieben ist, weil er vor der Weltpresse nicht in dem zerlumpten Gewand auftreten wollte, das er sonst noch hat. Diese Würdewahrung ist bewundernswert. Dann wollte er eigentlich, damit die Weltpresse sich nicht zu sehr auf ihn stürzt, sondern abgelenkt wird und damit seine Sensibilität schont, dass die ganzen als Zeuginnen wichtigen Prostituierten zugleich mit ihm vor dem Gericht ankommen und zwar – wie er selbst – in Berufskleidung. Da haben ihm sein Anwalt und die Staatsanwältin Wolff einen Bärendienst erwiesen, als sie in ihrem ‘Deal’ genau das verhindert haben. Höchstwahrscheinlich hätten sich nämlich alle Kameras und die sonstige Aufmerksamkeit auf all die zahlreichen Zeuginnen gerichtet und Herrn Hartz hätte keiner mehr beachtet und seine Sensibilität wäre durch das Blitzlichtgewitter nicht so mitgenommen worden. Denn im Mittelpunkt steht der Mensch, auch ein Wirtschaftsverbrecher, auch Herr Hartz. Das könnte sich die Justiz doch mal merken. Die Weltpresse (und die meisten anwesenden Hartz IV – Fans) so zu enttäuschen! Ein Ruhmesblatt für Staatsanwaltschaft, Rechtsanwaltschaft und die Justiz im Allgemeinen sieht anders aus.
PS: Nachdem die Braunschweiger Zeitung auf vier vollen Seiten über den Fall ‘Hartz’ berichtet hat, bei dem es um wenige Millionen geht, will sie nun darüber berichten, wie ein Kanzlerkandidat (auch als ‘Krawatte’ oder ‘Lügenwulff’ bekannt), dem Steuerzahler 300 Millionen durch ein vom Bundesrecht abweichendes Landes- (Nationalpark-) Gesetz entzogen hat. Dieser Bericht wurde so lange verschleppt, weil sich keine Zeuginnen (außer bekleideten) finden ließen und in Afrika einige Kinder von einem wichtigen Redakteur gefüttert werden mußten.
Randgruppe enttäuscht
Januar 17, 2007Ohne die ganze Presserklärung dieser regionalen Bürgerbewegung aus Braunschweig/Wolfsburg, der vor allem Persönlichkeiten mit Leitungsfunktion angehören sollen, ganz abdrucken zu wollen, sei doch darauf hingewiesen, dass sie sich über das Verhalten der hiesigen Staatsanwaltschaft recht enttäuscht zeigt. Der Prozeß gegen Hartz hätte der Zielsetzung dieser Bürgerbewegung, die sich schlicht ‘Bordellfreunde’ nennt, durchaus dienlich sein können. Die Ausklammerung des gesamten Bordellbereichs finden die Bordellfreunde als gezielte und ungerechtfertigte Unterdrückung einer kleinen, aber nicht unbedeutenden Randgruppe. Als besonders verwerflich wird diese Diskriminierung empfunden, weil es innerhalb dieser Bürgerbewegung weder Korruption, Bestechung, Veruntreuung von Spendengeldern oder die Verschleuderung von Stiftungseigentum (Grundstücken) gebe, was ja in der Region so zu sagen mehr oder weniger üblich sei. Aber gibt es Gerechtigkeit?
Empörung erlaubt
Januar 17, 2007Albinismus macht aus einem Fischreiher noch keinen Silberreiher. Aber das Wort klingt einfach besser. Ganz anders ist es bei Schlössern. Da wir ja bekanntlich den Feudalismus überwunden haben, ist es einfach blöd, wenn man anderswo, zum Beispiel in Berlin, kein ECE hinter eine Schlossfassade packen will. Da ist Herr von Boddien aber ganz schön auf dem falschen Dampfer. Warten wir erst mal ab, bis Herr Hoffmann OB in Berlin ist. Herr Otto soll schon mit Herrn Wulff telefoniert haben, der aber nicht mit Herrn Stratmann aus Oldenburg – das hatte er ja schon gemacht und ihn flugs zum ECE-Befürworter umgepolt nachdem die CDU den Wahlkampf mit dem Anti-ECE-Kurs gewonnen hatte. Sondern mit Frau Merkel, die stimmt jetzt noch schnell die Berliner um und dann kommt Wowereit weg und Hoffmann nach Berlin und ECE ins Schloß. Also bitte, es geht doch. Alle freuen sich, vor allem die Braunschweiger.
Meyers Wüste
Januar 17, 2007Wie sagt Vatanen so richtig? Mauretanier und Malinesen können stolz auf sich sein, denn auch Herr Meyer fährt da durch. Sie sind aber auch regelrecht übermütig und beschmeißen ihn mit Steinen. Dann kommt das lustige Gerangel um Essen und ein paar Früchte. Da schlichtet Meyer natürlich gleich. Weiter geht es vorbei an unzähligen Kadavern und Leuten, die ihr Glück nicht fassen können, weil Herr Meyer vorbeikommt. Alles wäre ganz prima, wenn diese Mauretanier nur nicht vor dem Müllproblem resigniert hätten. Dann hebt auch noch einer die Handfläche nach oben, wollte aber eigentlich die Finger zum Siegeszeichen spreizen. Rätselhaftes Afrika. Ruge und Scholl-Latour würden vor Neid erblassen, wenn sie diese vorzügliche Reportage erleben könnten. Vorzüglicher, kritischer Journalismus. Fast wie aus dem Lehrbuch von Herrn Raue.