Archiv für April 2007

Rösler, FDP, blitzgescheit

April 30, 2007

Das merkt man daran, dass mehr Geld für Bildung ausgegeben werden soll. Aber wie kommt der Mann auf diesen fortschrittlichen Gedanken? Das war ganz einfach. Zunächst einmal dachte Rösler an Parteifreund Hirche. Der hat sich bekanntlich immer noch nicht von seinem Lungen-Ca-Kurs abgesetzt. ‘Mit mir gibt es kein Rauchverbot in Gaststätten’ -  meint Herr Hirche scheints immer noch. Da sagt Rössler blitzgescheit: Der Mann muß Minister bleiben. Ohne diese Minister gewordene Demonstration massiven Bildungsmangels kriegen wir den Mehr-Geld-für Bildung-Kurs   nie durch. Aber dann erst Sander. Ein Mann, dessen Bräsigkeit sogar in Brüssel auffällt. Zwar nur, weil er Bäume fällt und nicht, weil er sich mit Bonzenjägern berät oder die Bundestreue per Gesetzgebung verletzt und zugleich mit dafür sorgt, dass 300 Millionen Steuergeld sinnlos im Nationalpark vergeudet werden. Muß auch Minister bleiben.

Aber beide zusammen (in einer so kleinen Partei!)  wären nie Minister geworden, soviel Bildungsmangel wäre nie manifest geworden, wenn frühere Regierungen schon daran gedacht hätten, mehr Geld für Bildung auszugeben. Soviel geballte Blödheit in höchsten Staatsämtern bei Ministern (oder denken wir an Wulfi-mach’ -kein- Scheiß…) findet seine Ursache genau in dem finanziellen Mangel, unter dem Bildung in Niedersachsen leidet. Dies ganz klar aufgezeigt zu haben, ist und bleibt eindeutig das Verdient der FDP.  Herr Rösler : Weiter so. Der Kurs stimmt. Hirche und Sander müssen bleiben.

Götz Werner: Heute werden Menschen durch eine Vielzahl von von Steuern und Abgaben darin gehemmt, Initiative zu zeigen.

April 30, 2007

Hier hat der bedeutende Unternehmer aber Unrecht. Denken wir nur an Leute wie Wulff, den Ministerpräsidenten. Er macht sehr initiativ, obwohl kein Hartz IV – Empfänger und Steuezahler ein Gesetz, das gegen das Bundesgesetz verstößt. Eine ganze Parlamentsmehrheit macht mit. Oder Umweltminister Bräsig Sander: Er hackt naturgeschützte Bäume um, obwohl das verboten ist.  Oder OB Hoffmann: Privatisiert öffentliches Eigentum, obwohl das dem Eigentümer, der Bevölkerung, langfristig schadet. Raue und Co. von der Braunschweiger Zeitung promoten  hemmungslos ECE  mit Schlossfassade obwohl das den Braunschweiger Einzelhandel ruiniert, nennen das Ding Schloss, obwohl es nur die Fassade eines solchen ist, kritisieren nicht mit einem Wort, dass der OB sich nicht für seine Pro-Nazi-Polizeieinsatz-Bemerkungen entschuldigt, unterlassen aktiv, über das Mißmanagement im Nationalpark zu schreiben, die Bonzenjagd anzuprangern – um nur einige Beispiele für Leute zu nennen, die Steuern zahlen und trotzdem sehr viel Initiative zeigen.

 Dazu gehört auch – wenn es stimmt – dass sich Herr Hoffmann im Spiderkostüm bei der Uraufführung des Fims an einem dünnen Seil  in den Vorführsaal herablassen will. Nein, nicht als Domina verkleidet. Als Spider, passt hier besser. Wenn die BZ darüber berichtet, gibt es für den Redakteur mindestens 12 oder 13 Jonscher (s. neue  Währung). Also Vorsicht Herr Werner, Steuern alleine hemmen Leute nicht.

Pauli – Hoffmann – El Kurdi – Raue – Spiegel: Wie alles zusammenpaßt

April 29, 2007

Wer am Sonntag Abend besinnlich wird, bedauert sehr, dass  Frau Pauli  nun nicht mehr für interessante Fotos zur Verfügung stehen wird. Aber wäre es nicht schön, wenn Herr Hoffmann aus Braunschweig bald als Domina verkleidet zum Beispiel im Spiegel ein bebildertes  Interview geben würde, um als als Augenzeuge zu berichten: ‘Braunschweig hat jetzt ein Schloß und zwar 1:1, wie ich bereits erwähnte,  und es herrscht auch Meinungsfreiheit, Herr Kurdi!   Blöder Kulturrat! Hier herrscht Ordnung! Und ich trete sowieso nicht wieder in die NPD ein, da kann man mich noch sooft  auffordern!’ Auf jeden Fall würde der Auftritt von Herrn Hoffmann als Domina  die Popularität Braunschweigs im Blätterwald noch weiter steigern.

Und auch das ‘Kapital Vertrauen’, für dessen Anhäufig Herr Raue in der Braunschweiger Zeitung für die Stadt Eulenspiegels zuständig ist, würde weiter wachsen. Denn dient dieses lokale Blatt nicht den Menschen, wenn es seine Leser auffordert, ECE zu testen? Berichtet die Braunschweiger Zeitung nicht wahr, wenn sie verschweigt, wieviel Privatisierung die Menschen – Bürger kostet, sogar künftige Generationen? Ist sie nicht unabhängig, wenn sie die Wahl des OB befördert, der ihr mit ECE einen prima Anzeigenkunden verschafft? Geht sie nicht keineswegs vor dem Thron, zum Beispiel des Ministerpräsidenten, auf die Knie, wenn sie verschweigt, wie er im Wahlkampf gelogen hat, wie er die weltweit größte Nationalparkverwaltung mit 300 Millionen Euro begünstigt, die Ausrottungsjagd fördert, die Bonzenjagd durch Umweltstaatssekretäre begünstigt? Wie das Niedersächsische Bildungssystem durch finanzielle Austrocknung den Bach trotzdem runter geht?  Freilich, es muß Geld verdient werden, weiß Herr R. Das erklärt so manche geistige Verrenkung, verwandelt aber  Zeitungen in ‘langweilige Propagandablätter’.  Sehr richtig.  So sieht Qualitätsjournalismus jedenfalls nicht aus. Wenn Herr Raue selbst oder seine Redakteure doch bloß öfter mal die Kolumnen von Herrn Raue lesen würden. Das wäre schon mal ein großer Schritt nach vorn. 

Karrieren in Deutschland: Wulff, Sander, Gabriel, Hoffmann. Wichtige Tipps für Nachwuchspolitiker

April 27, 2007

Eine der wichtigsten Voraussetzungen für eine erstklassige Politikerkarriere in Deutschland ist massive Skrupellosigkeit und  ein Desinteresse an den Bedürfnissen der Allgemeinheit. Nehmen wir Wulff: Wahlkampflügen (Verwaltung soll gemindert, Steuergeld nicht mehr verschleudert werden) sind eine wichtige Ausgangsbasis. Dann folgen die Stabilisierung der größten  und in ihrer Größe überflüssigsten Nationalparkbehörde der Welt, die Steuergeldverschwendung von 300 Millionen Euro in den kommenden Jahren. Schutz der Ausrottungsjagd und Holzausräuberung des Nationalparks. Verstoß gegen die Bundestreue. Das alles schafft der Mann durch Verabschiedung eines einzigen Gesetzes, nämlich des Nationalparkgesetzes Harz Niedersachsen (NPGHarzNI). Damit ist zumindest für die Kanzlerkandidatur gut vorgesorgt. Denn wer hätte nicht gern einen Kanzler, der prima lügt, überflüssige Bürokratie hegt und Geld verschwendet? In dem Zusammenhang muß auch Sander /FDP genannt werden, der durch seine bräsige Unfähigkeit (ignorant, unfähig, selbstgefällig, so Jüttner/SPD) von vornherein auffiel und jetzt sogar  der EU. Sein Försterkumpel Eberl, Staatssekretär im Umweltministerium (!), der mit Bonzenschuß den Nachwuchshirsch mit 24 Enden, den einzigen im Harz, als echter Knochenjäger mehr oder weniger für lau abballerte, hatte zusammen mit Sander das ungesetzliche NPGHarzNI vorbereitet, dem Umweltausschuß schmackhaft gemacht – Zustimmung durch SPD, nur die Grünen hatten Einwände. Und warum trennt sich Wulff nicht von Sander? Weil er,  wie  Hirche, der andere FDP-Minister, Leute gerne an Lungen-Ca sterben sieht und Wulff begeistert zustimmte? Nein, weil sonst Wulffs Regierungszeit zuende wäre, wenn der Koalitionspartner weg wäre. Da läßt man doch schon mal gern erst den Naturschutz, dann das Rechtssystem, dann die Gesundheit der Bevölkerung über die Klinge springen.

Nun aber zu Gabriel. Das ist der Mann, der Holzabhacken und Wildausrottung (‘Regulierung’) im Nationalpark durch seinen Freund, den Nationalparkdirektor, immer befördert hat. Der noch heute einen Zoo in einem wertvollen Naturgebiet einrichten lassen will (Schimmerwald), mit Steuermitteln natürlich auch. Der gegen die Aufhebung eines wertvollen Naturschutzgebietes zu Gunsten von Monsterrollern nichts einzuwenden hat (Wurmberg). Dem als Bundesminister völlig Wurst ist, dass das  Bundesnaturschutzgesetz (BNatSchG §24)  nicht adäquat in Landesrecht umgesetzt wird – dafür wäre er zuständig, macht aber Arbeit. Der seinen Beamten verbietet, in dieser Richtung explizit tätig zu werden. Der Asse II absaufen lassen will, damit das Tiefenwasser atomar verseucht und unbrauchbar wird, weil er, nach Schavan, die Schließung nach Bergrecht befürwortet.

Was ist nun mit Leuten, die weder Kanzler werden wollen, auch nicht Ministerpräsident, auch nicht Landes- oder Bundesminister? Da bietet sich Herr Hoffmann an, der OB von Braunschweig. Zunächst mal ist es günstig, wenn man in seinem frühern Erwachsenenleben NPD-Funktionär war. Dann muß man viel öffentliches Eigentum an Großkonzerne verscherbeln und trotz der damit verbundenen finanziellen Belastung künftiger Generationen den Eindruck erwecken, man habe den Stadthaushalt saniert. Schließlich ist wichtig, dass man illegale Aktionen der Polizei zum Schutz der ehemaligen NPD-Genossen öffentlich ganz prima findet und sich dafür nicht entschuldigt. Schließlich wäre noch erforderlich, die Meinungsfreiheit von Kritikern einzuschränken und diesbezüglich alle städtischen Mitarbeiter in Geiselhaft durch Kontaktverbot (El Kurdi) zu nehmen. Da bleiben dann die echten Freunde über, wie Herr Zauner, der das Gegenteil in der Braunschweiger Zeitung behauptet. Aber zu spät. Glaubt keiner.

 All diese Hinweise stellen wertvolle Tipps für Nachwuchspolitiker dar. Ab in die Startlöcher. Mit diesen Tips im Kopf hat jeder den Marschallstab im Tornister.

Braunschweig und Goslar- Meister der Investitionstechnik

April 26, 2007

Die ‘Förderung’ der Wissenschaft in Niedersachsen durch Zusammenlegung bzw. Zusammenwirken  der Hochschulen BS-H-CLZ ist wahrscheinlich wieder ein Schwindel und darauf angelegt, für Bildung und Wissenschaft weniger Geld zur Verfügung zu stellen (wir kennen doch unseren Wulff-mach-kein-Scheiß). Meint heute auch Professor Werner von der TU – BS. Da sind die Investorengemeinschaften noch effektiver, irgendwie ehrlicher, das System funktioniert auch unkaschiert. Für ECE wird ein Park abgeholzt, für die Bonzenjagd und Verwaltungsaufblähung werden  extra Gesetze gemacht, in Goslar ist man schon ganz heiß darauf, Landschaftsschutz aufzuheben, Wald für Hotelkomplexe und Jausengroßeinrichtungen umzuhacken und Natur platt zu machen, so daß wichtige Goslarer einschließlich Gabriel schon froh aus der Zeitung (GZ)  in die abgeholzte Zukunft blicken, nur die Fremdenverkehrszunft weniger, weil Natur neben Altstadt nun mal die einzigen Attraktionen der Region sind. Aber was macht ein privater Investor, dem der Denkmalschutz nicht recht erlaubt, alles wenig denkmalgerecht abzureißen? Aber na klar. Er legt kein Feuer, wohl aber richtig los in der Roggenmühle, wenn es denn doch mal ausbricht. Da ist es dann schon drin, wenn er trotzdem  kurz mal  ’Scheiße’ sagen läßt (BZ von heute, S. 23).  Opfer auf Kosten der Allgemeinheit müssen eben sein.

Neue Braunschweiger Währung eingeführt

April 25, 2007

Eine neue Initiative, die ihre Impulse angeblich auch den Reiterumsiedlern verdankt, hat eine Ersatzwährung für den Euro geschaffen, die sich besonders in Braunschweig, Goslar, Hannover und Niedersachsen überhaupt schon jetzt bei den Kennern des Genres großer Beliebtheit erfreut. Und zwar ist die Basis der neuen Währung ausschließlich ‘verdienstbasiert’ . So soll zum Beispiel das Vermögen, in einem Artikel über ECE oder Braunschweig das Wort ‘Schloss’ oder ‘Schloss-Rekonstruktion’ (in jeder Schreibweise) unterzubringen einen Jonscher Wert sein. Wer dasselbe Wort zweimal unterbringen kann, erhält zwei Jonscher und so weiter. Jeder Artikel zählt neu. Wer sich schon eine Position im Redakteursteam erarbeiten konnte und das Wort Schloss unterbringt, bekommt aber schon zwei Jonscher. Zehn Jonscher sind ein Zauner oder ein halber Meyer. Fünf Zauner sind dann schon ein Raue und 10 Raue ein Hoffmann. Ziemlich wertlos sind die Ahlers (wir erinnern uns: der nichts Kritisches über den Nationalpark schreiben darf), nämlich ein halber Jonscher. Desgleich sind die Herrmanns wenig wert, weil der zwar über den Nationalpark schreibt, aber bereits mehrere Zauners Abzug hat, da er sich als miserabler, nicht waidgerechter Jäger geoutet hat, das Bundesnaturschutzgesetz nicht kennt  und darüber hinaus den Eindruck erweckt (am 21.4.2007), man könne bei Scharfenstein reichlich Rotwild beobachten, obwohl das ja  schon vor Jahren nahezu komplett durch die Nationalparkverwaltung vernichtet wurde.

Selbstverständlich sind aber auch andere Personen in den neuen Währungskanon aufgenommen. Uneinholbar vorn mit 5oo Hoffmanns (oder 5000 Zauners!!) liegt Wulff, dem ja sogar ein dem Bundesrecht widersprechendes Landesgesetz gelungen ist. Er hatte aber schon durch seine Wahlkampflügen so viele Raues beieinander, dass sogar Herr Hoffmann ganz neidisch wurde und er nur verlegen mit seinen Jonschers und Raues  herumklimperte. Stark am Aufholen ist aber Gabriel, der schon mehre Wulffs schwer ist und viele Hoffmanns, da er absolut nichts zur Durchsetzung des Bundesrechts tut oder gar anfängt über Asse II zu schwafeln. Wissen wir doch von Frau Annette Schavan, der Bundesbildungsministerin, dass auch Gabriel – wie sie selbst – nichts gegen das Schließen von Asse II nach Bergrecht hat, was ihr mindestens einen Wulff einbringt, zumal Gabriel den Eindruck zu erwecken versteht, er sei für die Schließung nach Atomrecht, was ja nicht stimmt (das bringt ihm mindestens einen weiteren Wulff).  Besonders wertvoll ist natürlich der Schavan selbst als Sonderwährung -  weil es den Schavan nur für vorsätzliche Brunnenvergiftung gibt: Zwei Wulff sind das mindestens. Die international anerkannte und übliche Verrechnungseinheit ist eigentlich der Skrupellos, der sich aber schlecht ausspricht und im Volksmund einfach ‘Der Blöd’ heißt.

Demnächst soll es dann ein Preisrätsel geben, damit die neue Währung bekannt wird. Darin kommen dann Fragen vor wie: ‘Wieviele Jonschers sind ein Zauner? Wieviel Ahlers machen einen  Hoffmann ? Wer kann sagen, wie man einen Schavan bekommt? Wieviele Raues gehen in einen  Wulff ? Was ist die Basis oder Verrechnungseinheit der neuen verdienstbasierten Währung? Wer hat die meisten Blöds? Also aufgepaßt, es wird einem nichts geschenkt.  Die Rechenkünstler unter uns sind natürlich im Vorteil! Wertvolle Preise winken.

Ernst–Johann Zauner – Spitzenjournalist und Wahrheitsfreund?

April 24, 2007

Wie trefflich vermag er es, über die Kurvenlage vierrädriger Fahrzeuge zu schreiben. Aber hat er auch Freunde mit Beinen? Vielleicht sogar einen Oberbürgermeister? Selbstverständlich. Und über den schreibt er heute. ‘Diese (Kolumnen El Kurdis im Stadtmagazin Subway) waren Auslöser für die Auseinandersetzung zwischen dem Verfasser (El Kurdi) sowie dem OB, der städtische Mitarbeiter angewiesen hatte, in seiner (Hoffmanns) Vertretung an Veranstaltungen aktiv teilzunehmen, bei denen auch El Kurdi auftrete’. Diese in jeder Hinsicht lobenswerte Einstellung des OB, die gesamte Stadtverwaltung aufzufordern, auch an Veranstaltungen eines schonungslosen Kritikers des OB sogar aktiv teilzunehmen, konnte dieser bescheidene, selbstkritische, selbstlose und offensichtlich nicht nur seine Freunde (KPMG?) begünstigende Mann bisher souverän und in gewohnter Zurückhaltung bescheiden und auch hier selbstlos zurückhalten. Und zwar auf eine Weise, dass der Eindruck entstand, genau das Gegenteil sei der Fall und Mitglieder der Stadtverwaltung sollten auf Anweisung Hoffmanns EK sogar boykottieren,  es gebe sogar ein regelrechtes Kontaktverbot! Ja wie kann so ein Eindruck bloß entstehen? Hat einer von der Verwaltung nicht dicht gehalten? Hat es damit zu tun, dass dem NDR verboten worden ist, Sigrid Probst  zugleich mit einem Vertreter des Ordnungsamtes über kontrollierendes Taubenfüttern zu interviewen?  Aber nun können dank der unermüdlichen journalistischen Brillanz Zauners alle beruhigt aufatmen: Hoffmann will, dass die Bediensteten der Stadt intensiv mit El Kurdi kommunizieren. Dieser Mann wächst immer mehr über sich hinaus und eines Tages sitzt er doch noch auf seinem Reittier und zeigt mit bedeutender Geste auf die Schlossfassade. Glückliches Braunschweig.

PS: So Lobenwert die neue Haltung des OB auch ist, so muß man sich doch fragen, ob der jetzt fehlende Schutz der städtischen Mitarbeiter vor den Sottisen des El Kurdi  gegen den OB  ausreichend gewährleistet ist. Warum diese Mitarbeiter jetzt verstärkt solch ‘unangenehmen Situationen’ (BZ v. 25.4.07, S. 31) aussetzen? Ist das nicht brutal, eine Verletzung der Fürsorgepflicht? Soll zum Schluß gar das angebliche Kontaktverbot bzw. die Kontaktkontrolle der städtischen Mitarbeiter auch gegenüber der BIBS aufgehoben werden?? Will der OB seine Mitarbeiter so im Regen stehen lassen? Das könnte böse dienstrechtlice Konsequenzen habe, Herr Oberbürgermeister! Da kann man doch gleich das Mitmarschieren beim nächsten NPD-Aufmarsch anordnen.

Immer eine Nasenlänge voraus: Modernste Pollingverfahren geben die Antwort

April 22, 2007

Selbstverständlich liegen hier schon die Ergebnisse einer exakt und unter Beachtung modernster Manipulationstechnik durchgeführten Meinungsumfrage vor , die das Ergebnis der Umfrage der Braunschweiger Zeitung ‘Testen Sie die Schlossarkaden’ in absoluter Präzision vorwegnimmt. Die Technik des Highcounting (ersetzt das altertümliche Wort ‘Hochrechnung’) erlaubt nämlich die präzise Erfassung von Sachverhalten, die sonst überhaupt nicht klar ausgesprochen werden, außer vielleicht beim Frisör, und daher auch nicht erfaßt werden können. Schon die einfache, primitive Meinungsumfrage ist nämlich ein extrem scharfes Instrument, was man daran erkennen kann, dass Herr Jonscher von der BZ die BZ-Umfrage Test nennt, nicht etwa, weil er überhaupt nicht weiß was der Unterschied zu einem Test ist. So setzt er sich wieder einmal aus Verantwortungsgefühl  dem natürlich unbegründeten Verdacht der Unbildung  und  Blödheit aus – Respekt.  Auch die Objektivität und Unabhängigkeit der BZ wird durch das Ziel des ‘Tests’  gewahrt, was man schon daran erkennt, dass nicht etwa Karstadt oder Kaufhof oder die guten Firmen Graff oder Weiß ‘getestet’ werden sollen sondern die schon jetzt um ihre Existenz bangenden Mieter von ECE.

Nun aber zu den Ergebnissen des Highcountig (chinesisch Xianhusan). Wir lassen hier diejenigen zu Wort kommen, die für die große Masse der Geichgesinnten stehen – also für diejenigen, die dasselbe meinen, aber aufgrund ihres Alters, ihres Berufes, ihrer Religion oder irgendwelcher Behinderungen nicht so klar ausdrücken können. Eine Erlebniskindergärtnerin: Fragen sie die Kleinen – ich kaufe hier nicht (die Aussage zählt natürlich nicht mit). Repräsentativ ein aufgeweckter 5-jähriger für die Kindergartengruppe: Wir wollten shoppen im Schloß, haben es aber nicht gefunden.  Deshalb gehen wir in ein richtiges Kaufhaus. Was kann man daraus schließen: Schon  Fünfjährige haben dem Oberbürgermeister geglaubt, ein Schloß werde aufgebaut.  Was will man von so kleinen Menschen verlangen? Eine muslimisch verhüllte Fau auf die Frage: Wie beurteilen Sie die Schloßarkaden? Holt Luft, wahrscheinlich um etwas zu sagen, bleibt dann aber respektvoll still, als ihr Mann für sie spricht: Ich sehe hier kein Schloss sondern den Ausdruck des Respekts vor der großen Türkei und ihrer Religion. Diese große Moschee ist aber nicht fertig und der vordere Teil passt nicht richtig. Auch vermisse ich die Minarette und der Innenausbau ist alles andere als geglückt, da kann keine Andacht aufkommen. Nach Einsatz des Highcounting läßt sich sagen, dass bei den türkischen Mitbewohnern die Schloßfassade als unpassend empfunden wird, wogegen die grüne Fassadengestaltung gut ankommt. Dass die Bedürfnisse der Braunschweiger mit Migrationshintergrund nicht ausreichend berücksichtigt werden, ist eine Tatsache, die den ECE-Managern zu denken geben sollte. Noch einige andere Stimmen: Ich bin Asthmatikerin und bekomme keine Luft im ECE. Wissenschaftlich abgesicherte Schlußfolgerung: Für Asthmatiker ist ECE nicht geeignet. Ich bin klaustrophobisch. Ich halte das da nicht aus, alles zu eng, zu laut..Schlußfolgerung: ECE ist für klaustrophobische Menschen ungeeignet. Ein Mann mittleren Alters mit hellen Designerjeans, aber mit Fleck im Genitalbereich: Ich habe das Klo nicht gefunden. Die Schlußfolgerung: Auch einkommensstarke Jahrgänge mittleren Alters befürworten ECE nicht uneingeschränkt. Ein älteres Mütterchen mit einer Fiedel in der Hand: Ich komme hier nicht rein, obwohl ich Agnes heiße. Daran kann man erkennen, dass man ältere Menschen, die sich mit der Fiedel in der Hand ihre karge Rente aufbessern wollen, nicht in dieses Pollingverfahren einbeziehen kann, weil sie nicht ins ECE  reinkommen. Ein dicklicher soignierter Mann, der behauptete im Rat zu sein: Ich habe mich im ECE sehr wohlgefühlt, obwohl ich keine passende Badehose gefunden habe (es war nicht Herr Winter, den hätte ich  erkannt).  Da stand ich also mitten in einem Geschäft, alle Scheinwerfer waren auf mich gerichtet, gleißend hell. Dann gingen draußen nach einiger Zeit zwei Leute vorbei (die anderen 999999 waren wohl gerade woanders) und warfen mir bewundernde Blicke zu. Ich habe mich gefühlt wie ein echter Fürst, das war toll. Und die Badehose? Ich war doch bei WMF. Die Bedienung hat mich deshalb nicht angesprochen, weil ich seit der ECE-Eröffnung überhaupt der erste Kunde….Danke, wir können hier nur knappe Antworten..Wissenschaftliche Schlußfolgerung: Männer mit starker Blase und geringem Geltungsbewußtsein bekommen gute, ja fürstliche Gefühle, wenn sie mitten in einem der leeren aber gut ausgeleuchteten Geshäfte stehen.  Sollte ECE bei der Werbung vielleicht stärker herausstellen. Ein  Journalist der BZ: Nennen Sie bloß nicht meinen Namen. wir stehen alle so unter Druck, ein falsches Wort und wir fliegen raus. Nein ich bin nicht Raue. Was wir für einen Mist schreiben und denken müssen, was ECE angeht, das glauben Sie nicht.  Wissenschaftliche Folgerung: ECE ist für diese Bevölkerungsgruppe ebenso ungeeignet wie für Asthmatiker oder Leute mit schwacher Blase. Zum Schluß jemand, den man, wie auch Herrn Funcke, Herrn Winter (Alle Alten ab ins Spaßbad!) oder Herrn Sehrt oder Herrn Lehmann zur Elite diese Stadt zählen kann, nämlich der OB selbst: Ich habe schon klar zum Ausdruckgebracht, dass ich in so einem Laden nichts kaufe. Meine bereits befriedigten Interessen liegen woanders (blickt in Richtung Schweiz). Ich habe sogar zum Ausdruck gebracht, dass ECE kein Schloß ist (wie der 5-jährige Knirps hat ers schließlich bemerkt, ein guter Mann). Daher von mir: Kein Comment, äh, bleiben wir im Deutschen, Nationalen: Kein Kommentar. Dieser Personenkreis ist nur schwer durch Highcounting zu erfassen, da die Individuenanzahl zu gering ist und so statistische Zuverlässigkeitsprobleme entstehen. Da helfen auch modernste Pollingverfahren nichts. Aber wahrscheinlich ist die Meinung, die man über diese Elite gebildet hat, sowieso die richtige. Daher kann man in diesen Fällen auf  Wissenschaft verzichten.

Mehr Mut durch El Kurdi

April 20, 2007

An dieser Stelle exklusiv sei auf einen weiteren Braunschweiger Kulturskandal hingewiesen. Der mir bis dahin völlig unbekannt gebliebene Satiriker und Ironiker Said Abdulla Celibi sprach mich angesichts der skandalösen Vorgänge um El Kurdi an, nachdem angeblich weder Herr Raue, noch Herr Meyer, noch Herr Jonscher noch jemand von der WAZ  Zeit für ihn gehabt hätten. Ich verlange von Hoffmann (gemeint ist der Oberbürgermeister von Braunschweig namens Hoffmann, der für seinen Einsatz für unbekannte Minderheiten wohltuend bekannt ist und sie großzügig mit Mitteln bedenkt, wie z.B. KPMG), dass er umgehend ein Auftritts- und  Kontaktverbot für alle Stadtangestellten sowie ein Schreibverbot gegen mich verhängt!!! Lieber Herr Said Abdulla Celibi – warum sollte er das tun? Weil ich wirklich glaube, was Herr El Kurdi immer nur satirisch meint. Ich bin überzeugt davon, dass Herr Hoffmann ein Riesena…….(sehr schlimmes Wort) ist. Und…  Jetzt reicht es aber Herr Said Abdulla Celibi. Keiner kennt Sie, aber deshalb dürfen Sie noch lange nicht…. Das ist ja die Ungerechtigkeit in dieser Sch….stadt (noch ein sehr schlimmes Wort). Ich werde totgeschwiegen, keiner kommt und hört mir zu, meine ellenlangen Sermone liest keine S…. (schlimmes Wort). Daher bestehe ich darauf, dass Hoffmann (gemeint ist derselbe wie oben) eine ganzseitige Anzeige in der Braunschweiger Zeitung gegen mich schaltet, damit mir auch irgendeine Kulturinstitution Asyl anbietet und nicht länger die ganze Blüte meiner gewaltigen, bilderreichen Sprachkraft unter den östlichen Diwan der jetzt neu erblühten El Kaida Kultur gefegt wird und mir nach wie vor…. Mein lieber  Herr Said Abdulla Celibi, vielleicht würde es reichen, wenn er eine halbe Seite schaltet oder wenn ich Ihnen in meinem Weblog…? Ich bestehe auf Hoffmann, sonst gehe ich vor Gericht. Jetzt muß ich sofort einige meiner haarigsten  Sottisen zu Papier bringen und meinem Rechtsanwalt  vorlegen. Das Gespräch mit Ihnen hat mir überhaupt nichts gebracht (lächelt ironisch-verschmitzt unter seinem El Kaida – Bärtchen, schnappt sein grünes Lederköfferchen und geht eilig seines Weges). So macht man sich aber keine Freunde in dieser Stadt! Herr Herr Said Abdulla Celibi! Da kann er noch so ironisch lächeln. Angeber! Den Namen merken wir uns trotzdem. Said Abdulla Celibi.

Warum Kunst im Sportteil der BZ? Bildungsauftrag!

April 20, 2007

Ihren Bildungsauftrag nimmt die BZ sehr ernst. Über das ungesetzliche Nationalparkgesetz kann sie natürlich nicht schreiben, weil Redakteur Herrmann ja mit Wilderern zusammen im Nationalpark weiterschießen will und auch Staatsekretär Eberl pikiert wäre, wenn er wieder mal einen 24-Ender schießt. Dafür kommt jetzt mehr Kultur in den Sportteil der unabhängigen BZ.  So auch am 18.4. Dort sehen wir, von einem unbekannten Künstler entsprechend den Regeln des Goldenen Schnitts ins Bild gesetzt, Simon Petrus im weißen Gewand und den ungläubigen Thomas im schwarzen bei einer Marienerscheinung. Petrus schaut verklärt nach oben zu Maria hin. Zugleich versucht er Thomas die Augen auszukratzen als Strafe für seine Ungläubigkeit. Der Schmerzensschrei von Thomas ist ergreifend eingefangen und man kann froh sein, dass auch im Sportteil Menschen an die bildliche Hochkultur herangeführt werden. Weiter so, Herr Raue. So hochwertige Bildkunst ersetzt viele Seiten Wortkunst (wie die von EK? Zwinker Zwinker).