Wie intelligent muß man sein, um in den Bundestag zu kommen? Um dort reinzukommen bedarf es wenig, nur ein wenig Mimikry. Das kann man deutlich merken, wenn es darum geht, Straftaten kaschieren zu wollen und zu diesem Zweck falsche eidesstattliche Versicherungen abzugeben – obwohl man weiß, die gesamte Staatsanwaltschaft setzt ihre Ermittlungskraft ein und auf diese Weise bekanntlich fast alles rauskommen kann. Wenn man sehr dumm ist, weiß man das nicht und wird so, schwups, zum (erkannten) Straftäter. Um den Weg in den Bundestag zu schaffen, gibt aber auch andere vielversprechende Wege. So sollte man ganz prima lügen können im Wahlkampf (Mimikry und morbus patomkin zugleich), zeigen dass man Bundesgesetze mißachtet und überflüssig große Verwaltungen erhält und hunderte von Millionen Euro verschleudert. Insofern ist unser Ministerpräsident auf dem richtigen Weg. Wirklich wichtig ist aber auch der feste Glaube, dass nix rauskommen wird und keiner was merkt, so wie bei Förster Schiers, der im Nationalpark nicht nur ganz regulärer Tiervernichter (einer von 270) ist sondern auch Wilderer, also Straftäter. Oder wenn man Nationalparkförster ist, vor Gericht lügt und die Staatsanwaltschaft trotzdem nicht verfolgt. Da muß man aber Glück haben, ein kleines Licht sein und nicht im Bundestag. Oder wenn man Gabriel heißt, global rumtrötet und Gesetze, für deren Durchsetzung im eigenen Lande man zuständig ist – per Amtseid - einfach ignoriert und nichts tut, noch nicht mal Briefe beantwortet. Hätte Uhl sich an das Rezept Gabriel gehalten und vor Gericht nichts beeidet, nur vor dem Deutschen Volk, wäre er immer noch Bundestagsabgeordneter.
Die kleineren Lebewesen, wie etwa die Braune Raubschrecke (Esferia spes homunculus subfuscus) im Braunschweiger Rathaus müssen sich jedenfalls mehr Mühe geben, wenn sie nicht als brauner Schädling erkannt werden wollen. Hier kommt wieder die Biologie ins Spiel. In der freien Braunschweiger Natur bedient sich neuerding die Braune Raubschrecke eines grünen Mäntelchens: Dieses Mimikry verwirrt natürlich nur den naiven Schreckenjäger. Wenn also der Raubschreck, nachdem er schon maximalen Schaden an Natur und Umwelt angerichtet hat plötzlich so tut, als sei er empört über irgendwelche Kleinigkeiten an diesem Gesamtschaden. Zum Beispiel frißt er radikal hunderte von Bäumen, einen ganzen Park, radikal auf, verscherbelt den Rest für einen Appel und ein Ei und läßt ein scheußliches Einkaufzentrum errichten und schwenkt dann das grüne Mäntelchen indem er sagt: HO ho, dieser kleine Fassadenteil, dieses Reklameschriftlein sind aber unschön - dann haben wir ein Beispiel für Mimikry. Als etwas anderes (Ästhet, Umweltschützer) erscheinen wollen als man ist eben. Oder wenn der Umweltauffresser Brauner Raubschreck dann sogar eine ‘Veranstaltung’ zum Thema Klimaschutz veranstaltet, glaubt er ganz fest daran, dass sich keiner daran erinnern wird, in welchem Umfang er selbst dem Braunschweiger Klima durch verschiedenste Aktionen – z. B. Aufhebung der Baumschutzsatzung etc. – geschadet hat.
So haben Uhl und Co. und Esferia spes homunculus subfuscus doch eines gemeinsam, zwar weniger Intelligenz aber doch den Glauben, egal welchen Mist man macht, welchen Schaden man auch anrichtet – es wird schon nicht rauskommen. Mensch und Tier sind sich eben doch sehr ähnlich.