Aus der Welt der Biologie: Heuschreckenplage in Braunschweig und im Harz

By Hoffer

Wer wirklich gebildet sein will, muß sich auch in der Welt der Biologie auskennen. Zum Beispiel der Grashüpfer. Einzeln auftretend ist der Grashüpfer oft recht possierlich und lieb, tritt er aber in Massen auf, bleibt nicht viel übrig. Wohl deshalb nennt man  finanziell gut ausgestattete Menschen, die skrupellos vorher aufgekaufte Firmen ausplündern,  nicht Grashüpfer, sondern Heuschrecken. Nun wollen wir das Augenmerk auf eine  gar nicht so seltene Heuschrecken-Unterart  mit Pensionsanspruch lenken. Die kommt vor allem im Braunschweiger Rathaus vor, wo ein Herr Hoffmann residiert. Sie  hat eine bräunliche Färbung und verkauft massenhaft Wohnungen  zu Schleuderpreisen (der Nibelungen Wohnungsbaugesellschaft) an echte Großkapitalisten. Die stecken dann satte Gewinne ein und die Braunschweiger Bevölkerung hat das Nachsehen. Aber wovon ernährt sich die Braunschweiger Braune Heuschrecke? Ganz richtig. Vom Ruhm, ganz prima Geld beschafft zu haben - natürlich nicht für sich selbst oder ihren Lebensraum, die Stadt,  sondern für die Käufer. Das soll aber keiner merken und sie sagt das Gegenteil.  Am zufriedenen Händereiben  des Großkapitalisten und der daraus entstehenden Wärme erfreut sich das kälte- und kritikempfindliche Insekt. Ob der dankbare Käufer auch direkt wärmende Kohle abgibt, ist nicht bekannt. Man weiß eigentlich nur, das die Braunschweiger Braune Heuschrecke ein eigenes kleines Klo hat. Vielleicht trägt sie aber auch ein eigenes kleines Öfchen mit sich herum, das mit Kohle heizbar ist. Wer weiß?

Neben der Braunen Braunschweiger Heuschrecke vermehrt sich auch die  wehrhafte Grüne Harzschrecke sehr stark - wie der Name schon sagt: im Harz.  Erbarmungslos räubert sie im Baumbestand des Nationalparkes Harz und tötet wahllos fast das ganze Jahr über alles, was  vier Beine hat, vor allem Rehe und Hirsche. Da bleibt so gut wie nichts über, so viele Baum-und Tierleichen hinterläßt das grüne Biest oder schleppt sie fort und verkauft sie anderswo. Da hilft auch kein Bundesgesetz. Darüber lacht sich die Grüne Harzschrecke manchmal regelrecht kaputt. Das Bundesnaturschutzgesetz ist auch zu dick und zu international für die Grüne Harzschrecke, so dass es weder in den Magen noch in das besonders kleine Hirn der Schrecke hineinpaßt. Wie  klein das Gehirn der Grünen Harzschrecke ist,  wird besonders deutlich,  wenn sie zum Verbrecher mutiert und dann volkstümlich Grüner Raubschreck heißt, eigentlich richtig aber Esferia schiersli criminalis idiotica. Oder wenn sie sich an besonders als Kinder- und Jugendschrecke betätigt und gut gebaute Nachwuchshirsche mordet und abend an den Knochen labt.  Der wissenschaftliche Name ist dann Ensferia eberlis idiotica. Diese grüne Schrecke  lebt gern in Gesellschaft mit der Ensferia braesica idiotica zusammen (volkstümlich ‘Bräsige Sanderschrecke genannt)  und wurde auch schon in Gesellschaft mit  der Ensferia wulfica idiotica illegalis im Raum Hannover beobachtet.  Ein besonderer Kenner dieser gefährlichen Raubschrecken namens Ahlers gibt aber sein Wissen nicht preis, was natürlich immer wieder bedauerlich ist aber nicht untypisch für Kenner der Insektenwelt. Es sind oft kauzig-seltsame, sehr ängstliche  Sonderlinge.  Jedenfalls muß man sagen, dass ein Ausflug in die Welt der Biologie und besonders die der Grashüpfer immer wieder erstaunliche Einblicke eröffnet.  

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