Nix als Ärger mit dem Spaßbad – Meyers pfiffige Einsamkeit

By Hoffer

Nehmen wir Herrn Meyer vorgestern.  Wer soll mit mir noch diskutieren, wo doch klar ist, wie  die BZ zu Spaßbad steht? Schließlich vertreten wir ja nicht die Interessen der einfachen Leute. Mit mir haben wir trotzdem schon mal einen Diskutanten. Also die von der BIBS kommen schon mal nicht in Frage, weil die so viele Stimmen gegen die neue Geldvergeudung und für den sinnvollen  Bädererhalt  gesammelt haben. Außerdem vertritt dieser Laden die Interessen der fitten Senioren, der kinderreichen Familien und auch sonst sind sie gegen jeden Blödsinn, den die BZ befürwortet. Also – die laden wir nicht ein. Dann die SPD. Hat Herr Winter nicht seine SPD glasklar verdonnert,  für Spaßbad zu sein – obwohl doch einige SPDler eigentlich auf Seiten der Benutzer der der Stadtteilbäder stehen?  Also – Einladung können wir trotzdem riskieren.  Aber was ist denn das für ein Politikerverhalten? SPD-Räte schämen sich wie der Teufel und Winter hat seinen Aufsichtsratsposten schon in der Tasche. Damit ist die Sache erledigt. Kommt keiner. Wer hat denn nun keine ganz klare Linie gezeigt und ist auch beim Unterschriftensammeln für den Erhalt der Stadtteilbäder – na ja – nur wenig emsig? Richtig. Also Herrn Sommerfeld. Dann wären wir – mit mir selbst, dem Meyer, und dem nun leider unvermeidlichen Hansi V. schon drei. Zusammen mit einem CDU-Fuzzi und Scharna von der Stadtbad GmbH – das reicht für den Anschein von Objektivität und für Dortmund.

Nun nehmen wir Herrn Meyer von gestern. Wieder in mistiger Situation. 24000 Unterschriften für Erhalt der Stadtteilbäder, sagt der Hansi. Also 24000 gegen Spaßbad, mehr Verdrehung ist da nicht drin.  Und was die aus dem Publikum sagen, lassen wir einfach ganz weg. Denn wer ist das schon? Alles nur Leute, die gegen Geldverschleuderung, gegen Verminderung der Lebensqualität, für eine bevölkerungsnahe Ratspolitik sind (ist Herr Winter denn etwa nicht Bevölkerung???), kurzum für das, was vernünftige Leute wollen. Aber dafür stehe ich nicht, bitte schön.  Aber wenigstens gibts den CDU-Fuzzi. Der Mann kann denken.   Widerstand gegen blödsinnige Pläne ist gewollt, rufen wir CDUler gerne hervor, wäre sonst ja langweilig. Und rational zu handeln ist langweilig, wollen wir nicht. Deshalb waren wir ja gleich dafür,  ein völlig verseuchte Grundstück fürs Spaßbad zu kaufen. Sanierung, auch die notwendige,  belebt doch die Wirtschaft – oder? Kostet sicher ein paar  Milliönchen, davon werden einige von uns schon profitieren, wir alten Umweltschützer. Und Scharna? Ganz in meinem, im meyerschen Sinn. Auch so ein Abhängiger. Aber ein Logiker. Wäre sonst nie Geschäftsführer der Stadtbad GmbH geworden. Es kämen nach Gliesmarode nur noch der harte Kern, die andern geben kaein Geld aus fürs Baden. Jetzt mein Plan als Geschäftsführer: Wenn wir alles dreimal teuerer machen, dann kommen sie massenhaft, diese Sparfüchse, ist doch wohl klar. Vor allem die Kinderreichen ohne Kohle und arme Rentner. Die eigentlich nur schwimmen wollen, nicht rumgewirbelt werden. Die kommen dann erst Recht massenhaft, eben weil sie nicht mehr schwimmen können. Ja, ja. BWL macht sich immer bezahlt. Nur wer immer sinnlos Geld vergeudet, wer stets des Volkes Wohl verachtet, ist angesehen in der Stadt des Löwen. Na ja, jedenfalls solange Sehrt und Winter zusammenhalten. Herr Meyer – das war nicht fürs Protokoll.

Herr Meyer heute. Alles nochmal gut gegangen. Mancher glaubt sogar an mich, weil ich über Mathias Breuer, den trommelnden Doktor vor Heiligendamm schreibe. Hat keiner gemerkt, dass ich nix über seine inhaltlichen Ziele, die von Attac und der andereren Protestierer geschrieben habe. Ich bin und bleibe eben ein pfiffiges Kerlchen.

Raue  von hinten: Dafür gibt’s einen Zauner und drei Jonschers extra! – Danke, danke Chef. Ich bin glücklich. Pfiffig. In meiner Größe einsam…..

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