Aber nicht gern. Verboten. Blöd. Was haben wir statt dessen dem Umweltminister Sander und seinem Staatssekretär Dr. Eberl zu verdanken?
1. Die Tatsache, dass im Nationalpark Harz überhaupt gejagt wird (s. Nationalparkgesetz)
2. Die Tatsache, dass im Nationalpark Harz zunächst mal ein irrwitzig hoher Abschuß z.B. für Rotwild festgelegt wurde (320) und kein Hahn danach kräht, dass im letzten Jagdjahr dann tatsächlich 372 Stück Rotwild abgeschossen wurden.
3. Dass zum Vergnügen und ohne ökologische, ethologische, moralische, wirtschaftliche oder sonstige nachvollziehbare Begründung in ein paar Wochen die Jagd im Nationalpark wieder aufgenommen wird.
4. Das macht Leuten wie Redakteur Herrmann von der Braunschweiger Zeitung oder Wilderer Schiers natürlich Spaß, aber auch der Nationalparkdirektor Pusch und seine Mannen haben wieder was um die Ohren.
5. Wir haben dem Umweltministerium ferner zu verdanken, dass die Möglichkeit für Nationalparkbesucher, Wild zu beobachten, systematisch durch Bejagung – auch in dem Beobachtungsbereich Molkenhaus – verhindert wird. Deshalb gibt es auch keinen ‘Erlebnisweg Wildtiere im Nationalpark’.
6. Dass die völlig unsinnige Annahme, besonders kräftige Tiere könnten abgeballert werden, weil auch die Natur derart wahllos vorgeht, in die Hirne der Verantwortlichen neu eingebrannt wird. Unter anderem durch Staatssekretär Eberl persönlich. Der schießt den jungen 24-Ender, weil er auch so ‘denkt’ – Aas- und Knochenjägerei.
Aber was soll man lange rumreden. Am besten buergerinitiative-nationalpark-harz.de aufschlagen, steht alles drin. Oder im Blog Artikel unter Nationalpark suchen. Wie konnte der Nationalpark-Skandal entstehen? Der Ablauf: Die Förster Sander und Eberl machen einen Gesetzentwurf, in dem sie sich und andere Förster und Jagdkumpels optimal begünstigen, schieben den Entwurf Wulff und dem Parlament unter und schon ist das Nationalparkgesetz Harz, Niedersachsen fertig. Es verhindert, dass Nationalparkbesucher Wild sehen und somit der Naturtourismus in Gang kommt. Kostet den Steuerzahler 300 Millionen für die weltweit größte Nationalparkverwaltung (Details andernorts). Es verhindert die Umsetzung des Bundesnaturschutzgesetze §24 in Landesrecht. Und sichert Wulff den Koalitionspartner und Sander/Eberl und Co. auf Steuerzahlerkosten ein vergnügliches Leben in freier Natur. Mußte wieder mal gesagt werden.
Also: Der Wolf hat’s gut, wenn er einer ist. Den Problemwulff haben wir schon – aber wie lange noch?