Archiv für Juli 2007

Documenta Kassel – eine Reise wert. Die Welt der Kunst.

Juli 26, 2007

Wer trotz der zahlreichen Exponate den Blick für das Wesentliche bewahrt, hat bald erkannt: Hier steht auch das soziale Anliegen im Vordergrund – das “bloße Leben“. Stühle, Türen – wer in China hat darauf gesessen, wer ist durch sie hindurchgegangen. Und warum? Wohin? Gartenschläuche? Nein! Es sind quasi Nabelschnüre. Was man daran erkennt, dass am Ende Nadeln herauskommen. Noch deutlicher wird das soziale Anliegen, wenn wir das Kleinkind in der Kloschüssel betrachten. Noch schaut es fragend hervor, auch ein Ärmchen ragt noch über den Rand. Aber wer wird die Spülung betätigen, wann  und warum?  Wohin führt der Weg dieses polnischen Kleinkindes? Wird einmal spülen reichen? Denken wir an den Wasserverbrauch! Diese Ressource ist knapp! Aber wenn schon SPD – Gabriel sich nicht gegen Wasserverseuchung in seinem Wahlkreis wendet, obwohl er doch dort  gewählt werden will - darf man da den Wasserbrauch in Polen kritisieren?

Ganz bewußt werden hier mehr Fragen gestellt als beantwortet. Das entspricht vollständig dem diesjährigen Konzept der Documenta in Kassel. Offen noch bis zum 23. September. Sollte man gesehen haben.

Öffentlich – Privat – Libyen – Deutschland

Juli 25, 2007

Starke Emotionen bei der Freilassung der Lybien – Geiseln. Die Süddeutsche Zeitung zeigt auf der Titelseite die Freude darüber, die Braunschweiger Zeitung ein verzerrtes, lieber privat gebliebenes Bild. Eine Mentalitätssache?

 Einheitlich übel: Die Enteignung des Steuerzahlers von seinem Eigentum Bahn, damit einige pflichtvergessene oder unfähige Politiker wieder etwas Spielgeld haben: Die Bahn wird verkauft.

Zeitungsleser, Wähler – deutet die Zeichen.

Literaturempfehlung: Die Tiere und wir – Mentalitätstraining für Nationalparkbeamte

Juli 23, 2007

Bekanntlich ist es heute nicht selbstverständlich, der noch vorhandenen Tierwelt unserer Umgebung mit Verständnis und dem nötigen Respekt zu begegnen. Oft gibt es Spannugen, Missverständnisse. Auch für die Förster im Nationalpark Harz ist es nicht einfach, eine Mentalität zu entwickeln, die den Bedürfnissen der Tierwelt gerecht wird. Und doch gelingt es auch bei Nachwuchsbeamten, die richtige Einstellung, wie sie die Nationalparkverwaltung mit Nationalparkdirektor  Herr Pusch an der Spitze oder auch der höchste Dienstherr, Umweltminister Sander mit großem Nachdruck einfordern,  in kurzer Zeit zu erzeugen und auf Dauer zu verankern. Diese unabdingbare Mentalitätsschulung wird unterstützt durch ein kleines Lehrbuch, das auch den einfachen Laien fast vollständig in die Lage versetzt, zumindest mentalitätsmäßig die Aufgaben eines Harzer Nationalparkförsters,  ja vielleicht sogar die des Leiters eines  deutschen Nationalparks zur Zufriedenheit zum Beispiel von Herrn Ministerparäsident Wulff problemlos zu erfüllen – sorgfältige Lektüre und tiefes Verständnis des Gelesenen natürlich vorausgesetzt. Der Autor dieses für die Mentalitätsbildung deutscher Nationalparkförster so wichtigen Werkes: Roger M. Knutson. Der schlichte Titel: Flattened Fauna. Das Werk ist auch als Field Guide einzusetzen. Erschienen bei TEN SPEED PRESS in Berkley, California. Auch wer der englischen Sparache nicht mächtig ist – und das ist m.W. bei den oben genannten Personen der Fall – macht das nichts, weil die von Knutson gewählte Bildsprache eigentlich mehr sagt als der Text selbst. Auf jeden Fall kann man feststellen, dass die durch das kleine Werk zu entwickelnde und zu schulende Mentalität im Verhalten der Nationalparkverantwortlichen Eingang und zugleich fruchtbaren Ausdruck gefunden hat und mit Gewißheit weiter in die Zukunft wirken wird. Insofern sei der schmale, aber inhaltsschwere Band, jedem Naturfreund, besonders aber dem der wildlebenden Fauna, wärmstens empfohlen.

Was bringt die Zukunft: wir blicken mit der BZ in die Welt der Kunst, der Wissenschaft und der Politik

Juli 22, 2007

Loben wir zunächst einmal den Mut der Frau Jasper. Sie wollte unerschrocken wissen, wie sie in dreißig, vierzig Jahren aussieht. Der Mut wurde belohnt. Nachdem Herr Lehnhof sich ein Weilchen mit dem Problem und seinen Pinseln beschäftigt hatte, konnte Frau Jasper auf dem Ölbild genau sehen, wie sie später aussehen wird. Gekonnt. Mutig.

In der Wissenschaft, besonders der Gentechnik, wird die Sache schwieriger. Ein Akademiker muß ran. Professor Flachowsky hat nach einem Leben voller Forschungseifer herausgefunden, dass die Genindustrie der Menschheit helfen will. Das ist ein wirklich wichtiges Forschungsergebnis. Und alle, die bisher gedacht haben, es gehe den Lebensmittel- und Saatgutkonzernen nur darum, sich ein Monopol auf Saatgut zu verschaffen, um zum Beispiel die Landbevölkerung der Dritten Welt besser ausräubern zu können  und von sich abhängig zu machen, weil sie das Saatgut ihrer eigenen Ernte nicht mehr verwenden können solle, sondern es käuflich erwerben müsse,  sieht sich nun eines besseren belehrt. So macht Wissenschaft Spaß.

Und auch der große Umweltpolitiker Gabriel macht sich Gedanken um die Umwelt, weil er doch auch mal Ministerpräsident von Niedersachsen war und das Problem mit der vorläufig endgültigen Vergiftung des Grundwassers mit Atommüll schon lange kennt. Rausholen hört sich so einfach an, denkt er heute laut. Damals war es einfacher, als es hieß: Rein mit dem Dreck in Konrad II, dann ist er weg, Umweltvergiftung ist mir wurst. Bis zu nächsten Wahl haben die Wähler meines Wahlkreises schon alles vergessen. Hätte er damals doch nur einen Berater gehabt, der ihm sagte: einige Millionen Jahre Zerfallszeit dauern länger als die längste Wahlperiode. Na gut, man kann ja immer noch Frau Schavan fragen. Bei der steh ich ja im Wort. Und auch hinter der Wasservergiftung steh ich fest. Hoffentlich merken die blöden Wähler das nicht. Mit dieser Haltung kann man Kanzler werden!

Braunschweiger Zeitung im Wandel: Wie verblöde ich meine Leser

Juli 20, 2007

So etwas geht nicht ohne Redakteure entsprechender Qualifikation. Die Hauptakteure: Zauner, Meyer, Raue. Das Thema: Schlosspark, ECE. Der Hauptakteur Hoffmann. Wie aus einem Kaufhaus und einer Naturzerstörung ein virtuell per Manipulation durch Zeitungsgeschichten ein Schloss wird, hat Mathias Witte auf 25 Seiten akribischer Recherche nachgewiesen. In konzentrierter Form wird der Niedergang einer Lokalzeitung anhand des Beispiels ECE dargestellt, wie aus Berichterstattung Manipulation und systematische Leserverblödung wird. Sehr lesenswert.

Demnächst am BIBS – Stand.

Umweltminister Gabriel: Ein bisschen Spaß muß der Job doch machen

Juli 20, 2007

Aber was sagt die Umwelt dazu? Da muß man schon etwas tiefer schürfen. Zum Beispiel in Asse II. Da verrotten schon jetzt in Stollen, Schächte und Kavernen  Atommüllfässer und werden in kurzer Zeit das gesamte Tiefengrundwasser der Region so verseuchen, dass es für menschliche Nutzung unbrauchbar wird. Laut Frau Schavan findet auch Herr Gabriel  ganz prima, wenn das passiert, weil auch er  der Ansicht sei, in das absaufende Bergwerk müsse weiter Atommüll eingelagert werden und dann müsse es nach Bergrecht verschlossen werden -  sonst gäbe diese Verseuchung überhaupt nicht.  So steht es seit 2 Monaten in der Zeitung.  Dass Gabriel nichts gegen die Auflösung des höchstgelegenen Naturschutzgebietes in Niedersachsenn hat und er den Nationalpark Harz  – finanziert mit Steuergeld – der forstlichen und jagdlichen Ausräuberei preisgibt, damit es im Harz, im Fremdenverkehrsbereich möglichst viele Arbeitslose gibt – nun das wissen wir schon. Aber wie bedroht Gabriel den Luftraum? Die neuesten Bilder zeigen, dass er durch systematisches Zappeln über dem Wasser auch hier schon angefangen hat, Luft ebenso wie  das Tiefenwasser unbrauchbar zu machen und natürliche Prozesse zu unterbinden, wie im Harz. Aber ob die spaßigen Hubschrauberabgase und die paar eventuellen Blähungen schon reichen, um unsere Atemluft zu zerstören? Oder will er sein Luftvergiftungsprogramm durch Hubschrauberkultur aufwerten? Aber da ist ihm Braunschweig zuvorgekommen – Hubschrauberquartett!!!

Wichtig und lehrreich ist es in Braunschweig, die Tricks des OB anzuhören

Juli 17, 2007

Zum Beispiel, wenn er von Bürgern gefragt wird, warum denn Braunschweig ausgerechnet für ein Schiff der Bundeswehr die Patenschaft übernehmen müsse, das von seiner Konzeption her eine Angriffswaffe ist. Anstatt – und das lernen wir – eine durchaus peinliche Frage zu beantworten, macht man folgendes: Des längeren und breiteren parliert man über die Friedlichkeit Deutschlands nach langer Unfriedlichkeit, dass nun, da Friedlichkeit Verfassungsrang habe, es nicht sein könne, dass Deutschland erneut angriffslüstern sei,  schon, weil die Verfassung das verbiete. Und wer solche Fragen stelle und solche Behauptungen in die Welt setze (was aber bis dahin ja überhaupt niemand getan hat) sei derjenige, der die Frage nach der Patenschaft für ein Kriegsschiff stelle keineswegs weiter würdig, eine Antwort aus dem Mund des OB zu erhalten. Und auch kein Geld! Und eine Zusatzfrage sei ebenfalls nicht zulässig. Alles klar? Wenn Herr Hoffmann auch miserabel den ‘Klimagipfel’ zu moderieren versteht, so beherrscht er doch die miesesten Tricks der Rhetorik: Beantworte nie die gestellte Frage, sondern baue einen Popanz auf und klopfe dann darauf herum. Gelernt ist gelernt. Da spricht Hänschen aus dem Hans.

Nun zu Herrn Lehmann, den mit dem Tigergang, gefährlich. Aber da gibt es nichts zu berichten, denn außer tigermäßig hin und her zu gehen wußte er nichts über DLR und vor allem nicht, warum man für computergestütztes Simulieren von Flugvorgängen, wie sie für die Braunschweiger DLR vorgesehen sind, nun unbedingt eine verlängerte Landebahn benötigt. Aber bestimmt grübelt er jetzt noch ein Weilchen und findet dann die richtige Antwort. Man könnte ja einen Laptop nehmen und ans östliche Ende der Landebahn gehen und dort ein wenig simulieren. Wenn der Wald stehen bleiben würde, müßte man das zwischen Bäumen tun. Und welcher Stadtrat simuliert schon gern im Wald?

Problem: Wulff mit 100% wiedergewählt

Juli 16, 2007

Der erste Schritt war einfach: Zu wieviel Prozent müssen wir Wulff wiederwählen als Kandidaten für den Ministerpräsidenten – zu 100 Prozent lautete die einfache Antwort der CDU – Delegierten. Jetzt fangen aber die Probleme an. Mit welchen Wahlkampflügen wollen wir den Mann diesmal in den Wahlkampf schicken? Nach einigem hin und her (Wulff soll auch Zigarren rauchen und sagen ‘Ich rauche gern ‘- nee das geht nicht, nachher hustet er und wird er Kanzler oder ‘Ich lüge nicht mehr’ – Quatsch, das glaubt doch keiner), also nach einigem hin und her wurde beschlossen, dass er, weil die letzte Wahl doch schon ein Weilchen her sei, genau dieselben Lügen benutzen solle, die schon einmal zum Erfolg geführt hatten. Sicher werden wir demnächst noch weitere Einzelheiten erfahren. Aber es wird wohl alles darauf hinauslaufen, dass Wulff wieder versprechen wird: Überflüssige Verwaltungen werden abgeschafft oder verkleinert und Steuergeld wird nicht mehr sinnlos verbraten und wir tun mehr für Bildung und Natur. Und das alles unter Stellenstreichung an Universitäten, Verzicht auf Neubesetzung emeritierter Professoren, Ausfallzeiten an den Schulen und der größten und überflüssigsten Nationalparkverwaltung der Welt. Der Plan klingt prima, wurde spontan gerufen, man muß nicht nur lügen, sondern Lügen auch begründen! Aus der Jagdfraktion; Und wer sorgt dafür, dass in Niedersachsen die Bonzenjagd nicht ausstirbt oder es zu wenig Lungenkarzinom gibt? Dafür ist nicht die CDU allein zuständig sondern die FDP mit Sander und Hirche, mit denen werden wir wieder koalieren. Auch Dr. Eberl, Sanders Staatssekretär als wichtigster Bonzenjäger ist für uns unverzichtbar. Der sorgt schon dafür, dass im Nationalpark Harz  weiter mächtig abgeholzt werden kann und das Wild abgeschossen wird. Prima, so eine Stimme aus dem Hintergrund, es soll sich um Wulffs neue Freundin gehandelt haben, dann braucht sich Wulfi ja nicht selbst die Hände schmutzig zu machen! Nein, nein, er muß schon selbst lügen, sonst schreiben die Zeitungen keine Jubelartikel. Bei abklingender Erregtheit: Einige vielleicht doch…. manche sind pingelig…. aber die Braunschweiger Zeitung druckt jeden Mist…. der glaubt aber auch keiner seit dem Fassadenquatsch….Privatisierungsberichtserstattung noch schlimmer….doch, doch irgendwas glauben die Leute immer…aber ich…

PS: Inzwischen hat die Fraktionsspitze der CDU zu Gabriel Kontakt aufgenommen. Ohne sich schriftlich festlegen zu wollen,  soll er aber versichert haben, dass von ihm hinsichtlich der Beachtung des Bundesnaturschutzgesetzes überhaupt nichts zu befürchten sei. Er liege ganz auf dem Vegeudungskurs der CDU. Er lüge selbst oft und gern. Man könne sich dazu  bei Frau Schavan erkundigen. Die sei sein Zeuge: Auch er sei in Wirklichkeit für die Schließung von Asse II nach Bergrecht, im Wahlkreis müsse er natürlich anders reden.

Braunschweiger Sommerkrimi – Wo ist der Gangster?

Juli 13, 2007

Im Magniviertel rotten sich die Hauseigentümer zusammen, Lynchjustiz droht. Mein Haus wird überschwemmt. Mein Keller, mein Keller, alles hin. Erst frisch renoviert, schon wieder alles kaputt. So das Stimmengewirr. Holt Schaufeln, wir müssen es dem Eigentumsbeschädiger zeigen. Ohlendorf: Schaufeln gibt’s bei mir! Aber wem wollen wir die Lektion erteilen, unsere Keller unter Wasser zu setzen! Eine Stimme aus dem Hintergrund: Einfach draufschlagen. Gemach, gemach, ruft ein Besonnener Hauseigentümer dazwischen. Wer war der Täter??? Einer vermutet: Das Schicksal! Der Besonnene: Vielleicht der besonders trockene Sommer?? Ein anderer: ECE! Was denn, wie denn?? Erst seit ECE da steht, gibt’s bei mir Hochwasser im Keller. Auf ins ECE, alles plündern! Wie du mir, so ich dir! Ruhe, Leute. Da muß es doch eine Baugenehmigung geben. Selbst wennn es an ECE liegt – die haben nichts ohne Baugenehmigung gemacht. War es etwa wieder Hoffmann? Der macht das nicht selbst. Hat seine Leute dafür. Ich hab’s, ruft einer, wir gründen eine Bürgerinitiative und klären, wer Schuld ist an der Versauung unserer Häuser! Die meisten aber erklären: Jetzt haben wir schon die Schaufeln (Ohlendorf dazwischen: 5% Rabatt!) Da gehen wir doch lieber gleich ins Rathaus. Wer hat die mistige Baugenehmigung erteilt? Wer ist für den Eigentumsraub verantwortlich? Das ist doch Enteignung! Wer steht hinter dem, der die Baugenehmigung unterschrieben hat? Wir wollen Schadenersatz! Begeistert schlagen die Hauseigentümer die Schaufeln aneiander, dass es klingt. Mittlerweile haben sich ungefähr 50 Braunschweiger Steuerzahler angefunden. Wir werden den ganzen Mist doch wieder bezahlen mit unserem Steuergeld. So ist das doch immer, wenn die Stadt Verträge macht. Da sitzen doch Spezialisten für mistige Verträge. Ja, ja. Mundstock, BKB, Abwasser… Aber das hören die Schaufelträger nicht mehr, weil sie schon auf dem Weg zum Rathaus sind. Nur noch von ferne ertönen leiser werdende Rufe, wie: Stürmt das Grüne Kabinett! Wir lassen uns nicht länger ver….. (unschönes Wort)!!  Wo ist der Gangster? Der was? Ich habe nur 3% gekriegt! Ich 5…..Ausblühung im Keller…..Schimmel…. Entwertung…. Regale….Gibt’s auch bei…….

Erzengel Gabriel rettet die Welt

Juli 11, 2007

Allerdings nichts ausnahmslos. Ob Neomann nun wirklich wegen Gabriel vorübergehend einige Mitarbeiter weiterbeschäftigt, sei dahingestellt. Wahrscheinlich liebäugelt man dort schon mit China, wo tüchtige Leute noch für zwei Dollar arbeiten. So werden Busse (und wenig später auch LKW) noch billiger, Profite höher. Aber wodurch hat sich Herr Gabriel nun tatsächlich hervorgetan? Unwidersprochen bleibt die Aussage von Frau Schavan, sie sei mit Gabriel einer Meinung: Asse II müsse nach Bergrecht geshlossen werden, weil sonst das Tiefengrundwasser nicht für Jahrmillionen verseucht wird. Und das kann ein Umweltminister, der Gabriel heißt, doch nicht ernsthaft wollen? Dann weiß man auch, dass Herr Gabriel als Ministerpräsident von Niedersachsen, in der Nachfolge von Herrn Schröder, nun wirklich nichts getan hat, damit im Nationalpark Harz die forstliche Ausräuberei und der dauernde Radikalabschuß gebremst oder gar gestoppt werden. Im Gegenteil, er hat seinem Freund, dem damaligen Nationalparkdirektor für Radikaljagd und Försterei immer den Rücken freigehalten, ja er wollte sogar den naturschutzwürdigen, bei Harzburg gelegenen Schimmerwald opfern und einen Zoo darin aufmachen. Später dann hat er mit keinem Wort dagegen protestiert, dass das höchstgelegene Niedersächsische Naturschutzgebiet ‘Wurmberg’ einer Monsterrollerstrecke weichen sollte und gewichen ist. Ferner ist er nicht in der Lage und wohl auch nicht willens, dem Bundesnaturschutzgesetz in der Ländergesetzgebung Geltung zu verschaffen. Wären, wie in anderen Nationalparken, wildlebende einheimische Tierarten (z.B. Hirsche) in von Menschen nicht mehr berührter Nationalpark-Natur beobachtbar, müßten sich Harzer Hoteliers auch nicht mehr wegen fehlender Gäste erschießen, wie erst kürzlich in Braunlage. Die Untätigkeit und/oder Unfähigkeit von Gabriel, dafür zu sorgen, dass in deutschen Nationalparken international gültige Vorschriften  (IUCN) oder deutsches Bundesrecht (BNat SchG § 24) angewendet werden, also Holzwirtschaft und Jagsd unterbnleiben, vernichtet im und um den Harz herum Arbeitsplätze im Tourismusgewerbe – na schätzen wir mal – ungefähr 900. DerSchweizer Nationalpark dagegen, in dem es keine Vetternwirtschaft gibt und in dem weder geförstert noch gejagt wird, ist ein touristischer Anziehungspunkt allererster Güte.  Hier können die Leute sehen und erleben, was sie von einem Nationalpark erwarten.  Im Harz nicht. Da ist die einzige Attraktion ein Umweltminister aus Goslar, der seinen Pflichten nicht nachkommt und der den Eindruck erweckt, Wirtschaftsunternehmen würden ihre Entscheidungen so fällen, dass er wiedergewählt wird.