Archiv für August 2007

Fußballfreunde verlangen Antwort – hier ist sie

August 31, 2007

Warum wurde die anberaumte Sitzung des Eintrachtvorstandes  aufgeschoben??  Waren die VIP-Lounges feucht geworden? Sollte über die Vergütung der Vorstandsmitglieder gesprochen werden? Eine Fehlerannalyse durchgeführt werden?  Nein. Es soll ein Logistikproblem gegeben haben. Angeblich sind zum anberaumten Zeitpunkt nur alkoholfreie Getränke lieferbar gewesen. Unter diesem Unstern sollte dann aus verständlichen Gründen lieber nicht getagt werden. Schade.

Hirches Weitblick – Wulffs Freude

August 31, 2007

Warum diese Überschrift? Das verstehe ich auch nicht. Trotzdem sollte man wissen, wie man mit Dummheit und Menschenverachtung in politische Spitzenämter kommt und sich darinhält. Nehmen wir einmal an, mir sind alle Menschen völlig egal, die durch Mitrauchen in Gaststätten irgendwann mal Lungenkrebs kriegen. So einer muß einfach gegen das Rauchverbot in Gaststätten sein. Oder: Ich weiß zwar, dass ein Lkw soviel Schaden an Straßen und Autobahnen anrichtet, wie 600 Pkw, was man gelegentlich beim ADAC nachlesen kann. Dann muß so einer natürlich fordern, dass Lkw mindestens ein Drittel schwerer werden als bisher erlaubt. Dann braucht man nämlich ein Drittel mehr Pkw, um den Schaden eines der neuen Lkw zu erreichen. Und mehr Pkw fördern die Wirtschaft, wie jedes Baby weiß. Sind diese Bedingungen erfüllt, dann hat man allerbeste Chancen, in Deutschland, besonders in Niedersachsen, Wirtschaftsminister bei der FDP oder vielleicht sogar Ministerpräsident der CDU zu werden oder zu bleiben.  Als dieser muß man dann allerdings Acht geben, dass ersterer einen nicht an Blödheit so weit überflügelt, dass er Ministerpräsident wird und man selbst vielleicht nur Wirtschaftsminister wird bei der nächsten Landtagswahl. Auch Landespolitik ist eben  kompliziert und erfordert viel Weitblick.

Ab 1. September wird zurückgeschossen

August 29, 2007

Deutsche Jäger! Die Stunde der Entscheidung naht. Mit beispielloser Infamie frißt das Rotwild im Nationalpark Harz deutsche Pflanzen.  Das braucht sich der deutsche Jäger nicht länger bieten zu lassen! An die Gewehre! 271 Schützen.. äh, Herr Schiers würde auch gern, hat aber Probleme mit dem Staatsanwalt, .. äh, müssen vorläufig auf den bewährten Mann verzichten.. äh…, also 271 Schützen allein im Niedersächsischen Teil des Nationalparks: Angetreten, Feuer frei! ….. aber es ist doch ein Nationalpark und da wird doch nicht auf Tiere, unsere Brüder und Schwestern in der Natur, das Bundesnaturschutzgesetz…… Ruhe da! Der deutsche Jäger  ballert dort, wo er, Sander, Eberl, Wulff, Gabriel es für richtig halten, basta! Feuer frei! So oder ähnlich spricht der Herr der Deutschen, der deutsche Beamte im Staatsdienst, in gehobener Position mit Pensionsberechtigung.

Die Fußballfans erwachen – Braunschweig erzittert

August 29, 2007

Es erzittern vor allem aber die Glogos im Vorstand. Wo hat man schon über einen Fußballverein gehört oder gelesen: Der Säufer muß weg! Auch wenn ihm der ‘Erfolg’ noch so an den Hacken klebt. Aber entscheidend ist: Braunschweiger Fans lassen sich nicht mehr gängeln. Ihr kritisches Bewußtsein tritt an den Tag. Die ‘Mauscheleien’  im Vereinsvorstand, die Geldvergeudung im VIP-Logenbereich, die am Fan ebenfalls vorbeigehende Politik der Stadtoberen, die nun sehr verzögert eintretende Berichterstattung in der Braunschweiger Zeitung - nichts wird mehr hingenommen, alles wird diskutiert. Das ist eine beispiellose Politisierung,  die der Vorstand von Eintracht mit einem kleinen Trick hingekriegt hat: Er sperrte schlicht das Diskussionsforum der Fans. Prompt gründeten sie ein eigenes. Diese weitere Entmündigung wurde nicht toleriert. Der Säufer muß weg.  Die Demo kommt.

…..und ewig jubeln die Meyers

August 29, 2007

und Lehmanns unter dem Stichwort Schuldenabbau. Für wie dumm müssen sie ihre Leser und Bürger halten, wenn sie glauben, dass eine Bilanzierung ohne Berücksichtigung des durch ‘Privatisierung’  (= Verkauf der von Steuerzahlern bezahlten Gegenstände der öffentlichen Daseinsvorsorge zu Gunsten von ausländischen Großkonzernen und deren Aktionären)  entstandenen Vermögensverlustes sinnvoll sei. Diese Verluste zu benennen sei nicht möglich? Jedenfalls werden sie mit keinem Wort erwähnt. Oder weiß es Herr Meyer wirklich nicht besser? Allein durch den Verkauf der Stadtwerke gehen Braunschweiger Bürgern 75% von deren Gewinnen verloren, beispielsweise. Der Vermögensverlust der Stadt steigt in stärkerem Maße als die Minderung der Verschuldung (sieh nach bei Bürgerinitiative öffentliches Eigentum / BIBS). Schon im alten Testament war einem biblischen Dummkopf die Linsensuppe mehr Wert als sein Erbe. Aber man kann weder von Hoffmann, noch von Lehmann oder gar Jubelmeyer erwarten, dass sie mal ein wenig in der Bibel schmökern. Braunschweig hat eben die Presse und die Verwaltung, die Bürger dulden.

Hombach unschuldig – die Braunschweiger Zeitung läßt schreiben

August 24, 2007

Und zwar Herrn Leyendecker von der Süddeutschen Zeitung. Der arme Leser kann sich dann  mühselig ein Bild machen, was wohl vorgefallen war. War längst vergessen. Der Bauleiter von Hombachs Häuschen, ein Angestellter von ‘Veba Immobilien GmbH`, hatte anscheinend unter Eid ausgesagt , ‘bei Hombachs Haus sei alles rechtens zugegangen’.  Und dann sagt er, das sei falsch gewesen, er habe einen Meineid geschworen. Und jetzt, wieder vor Gericht, nein, nein, es sei alles rechtens gewesen. Den Meineid habe er nur unter Druck als solchen abgegeben. Dann muß er damals doch wohl erst gesagt haben, Hombach habe Dreck am Stecken, dann unter Eid, nein doch nicht; dann: der Eid war ein Meineid, also habe Hombach doch Dreck am Stecken, dann,  jetzt, wieder, nö, doch nicht.  Also, mein lieber Mann, wenn das kein Spitzenjournalismus ist, wie Leyendecker und die BZ da herumeiern. Wenn schon investigativ, dann doch bitte richtig. Die BZ selbst traut es sich nicht zu, Leyendecker scheint dazu nicht in der Lage, noch nicht einmal der Ablauf der Ereignisse wird korrekt dargestellt, scheint’s. Das ist alles nicht zum Vorteil des ehrenwerten Herrn Hombach und sicher wird er dafür sorgen, dass in der BZ nur die tüchtigen Redakteure bleiben.

Aber jetzt wird alles besser: Die Braunschweiger Zeitung nennt die Braunschweiger Naturschutzskandale beim Namen, von Waggum bis Nationalpark, sie berichtet über Holzausräuberung und Vernichtungsjagd im Nationalpark Harz (ab 1. September geht’s los mit der Jagd, wie 39, Tradition muß sein), über Niwoausräuberung, Privatisierungswahn, Abwasserskandal, Staudammbau im ehemaligen Schloßpark und dessen Folgen, fehlende Baumschutzsatzung – na und was sonst noch so alles zu investigieren wäre. Auch warum die BZ den schönen Weichei-Leserbrief nicht abgedruckt hat.

Sigmar Gabriel triumphiert: “Statt um 40 Prozent soll der Ausstoß klimaschädlicher Gase nur um 36 Prozent abgebaut werden“

August 23, 2007

Und zwar im Vergleich zum Jahr 1990. Das ist ein kolossaler Triumph , den Gabriel durch sein bekannt tiefes Umweltverständnis, sein Verhandlungsgeschick  und sein berühmtes Verantwortungsbewußtsein (siehe Asse II) erreicht hat. Im vertrauten Kreis soll er gesagt haben: Meine Politik ist eben immer konsequent, ministrabel, kanzleresk. Obwohl überall in der Welt in Nationalparken weder geförstert noch gejagt wird, habe ich in Niedersachsen von vornherein dafür gesorgt, dass im Nationalpark Harz Holzausräuberei und Ausrottungsjagd geschützt werden. Als Bundesumweltminister sorge ich selbstverständlich dafür, dass dieser Umweltstandard erhalten bleibt. Herumstehende Freunde, andächtig lauschendes Publikum, begeisterte Nationalparkförster: Bewundernswert, dieser Mann, konsequent! Im Nationalapark hat er geübt, beim Klimaschutz zeigt sich die Reife! Der rechnet alle an die Wand! Nichts leisten und trotzdem Minister…Ruhe da – Sie Querulant. Also warum das passieren konnte, dass die vorletzte Stimme überhaupt in der Nähe dieses Ministers erschallen durfte. Da muß irgendwer in der Claqueursauswahlkommission des MU einen Fehler gemacht haben. In dessen Haut möchte ich nicht stecken.

Verblödungs-Mafia in Braunschweig aktiv: Ein Experte packt nicht aus

August 21, 2007

Aber dafür aus einem ihm fremden Fachgebiet, nicht aus seinem. Daher äußert sich Herr Meyer über die Drogen- und Zigaretten-Mafia. Aber warum nicht über die Verblödungstaktik der BZ? Warum schreibt er nicht darüber, wie gemeinschaftsschädigend die Privatisierung öffentlichen Eigentums sein kann, wie skrupellos Schandtaten an der Natur in Braunschweig begangen werden, wie intensiv bestehende städtische Einrichtungen ausgeplündert werden, wie verdummend die angebliche Notwendigkeit der Flugplatzerweiterung kritiklos kolportiert wird, wie wenig oder nichts über den Nationalpark Harz und die Verhöhnung des Nationalparkgedankens durch seine Verwalter geschrieben wird, wie kritiklos die BZ über Jagd berichtet, über  das Lobhudeln früherer feudaler Verhältnisse, die wahre Missachtung der Adelskaste aller ‘Bürgerlichen’ oder gar Bauern  - das wären ja nur einige Beispiele. Aber Herr Meyer weiß natürlich: Über eine Mafia, die sich mit wirklichen Drogen beschäftigt, kann er schreiben. Hat er nichts mit zu tun.  Über die Verblödungs-Mafia seiner Zeitung aber muß er schweigen. Genau: Omerta! Und niemand muß sich selbst belasten!

Braunschweiger Ratsmitglieder trotz Ferien aktiv

August 17, 2007

Einmal wird die Frage heiß diskutiert, wieviel Millionen die Stadt schließlich an Hauseigentümer wird zahlen müssen, deren Keller durch den ECE-Riegel und Wasserstau- und -Umleitung überschwemmt sein werden. Die Verträge werden das schon hergeben, dass ECE nichts zahlt und die Stadt alles.

Dann die Frage, wie lange die Stadt  NIWO noch ausplündern kann wie bisher,  ohne dass NIWO pleite geht.

Heiß diskutiert wird auch die Frage: Wie vermiesen wir jungen Menschen Braunschweig? Genügt es, keine Jugendherberge zu haben? Wirkt ein neues Hotel anstatt eines Jugendzentrums ausreichend abstoßend auf den Nachwuchs?

Und schließlich ist die Frage hochaktuell, wieviel Umwelt-Schandtaten eine Stadt begehen muß, damit sie für eine UN-Umweltaktion als Tagungsort richtig attraktiv wird. Genügen die bisherigen Schandtaten in Braunschweig, fragt man bang. FDP und CDU, assistiert von SPD: Schnell noch den Waggumer Wald abhacken, damit das auch noch zählt!

Soviel politisches Ferien – Engagement zeigen die Ratsmitglieder anderer Stadte nicht!

Jubel-Leserbriefe in der BZ vertuschen Wulffs Weicheiproblematik

August 17, 2007

Bekanntlich war erst Hirche von der FDP gegen das Rauchverbot in Gaststätten pp – siehe Ca-Hirche – und deshalb wollte auch MP Wulff seine Niedersachsen nicht vor dem Rauch in Kneipen schützen. Schließlich konnte er da noch nicht wissen, dass FDP-Abgeordnete ihren Ca-Hirche zurückpfeifen würden und es somit zum Nichtraucherschutz auch in Niedersachsen kam. Wulff war, so lange es ging, für Rauchen in Kneipen – stand alles in der Braunschweiger Zeitung. Und nun braucht er selbst überhaupt nicht selbst zu lügen, ein wie fürsorglicher Landesvater er sei, denn die BZ-Leser Pons aus Wolfsburg und Frau Brandes aus Braunschweig erwecken in ihren Leserbriefen den Eindruck,   Wulfi sei von vornherein für Gesundheitsschutz und nicht für Karzinom-Hirche gewesen und nicht für Machterhalt um jeden Preis auf Kosten der Volksgesundheit. Und wenn mehr Leute so ‘denken’ wie die Leserbriefschreiber Herr Pons und Frau Brandes, braucht unser Ministerpräsident überhaupt nicht mehr selbst zu lügen. Aber ohne die Mitwirkung der Braunschweiger Zeitung geht das nicht. Und an einen anderen Hirche braucht man sich auch nicht zu gewöhnen, wenn noch irgendjemand FDP wählen solle, denn er ist zum Trost gleich wieder aufgestellt als potentieller Minister. Motorsägen-Sander auch.  Einmal pro Wahlperiode liberal sein muß reichen.