Da können sich die Alpenländer eine Scheibe abschneiden von Braunschweig: Während dort die Täler im Tal sind, sollten sie laut Stadtbaurat Zwafelink in Braunschweig auf dem Berg sein, auf dem Müllberg. Damit das Wasser aber nicht ins Tal auf dem Berg fließt, wurde der Plan gestrichen und jetzt fließt das Wasser von der Hochfläche des Berges direkt in die Müllkippen darunter, löst alle Schadstoffe, damit sie ans Tageslicht kommen und dort die Sitze des Taormina-Theaters heizen oder das schon tun, während sie noch in der Müllkuhle sind, die sich unter dem Berg ohne Täler bzw. dem Theater Millenium befindet. Da kommt kein Alpenmland mit: Ein Berg, der zu groß ist, der ein Müllberg ist und doch ein Bauwerk, der ein Theater ist, der um ein Haar oben Täler gehabt hätte und der direkt über lauter giftigem Abfall steht und auch selbst nicht ohne.
Nun muß das Ganze aber schnell doch nochmal neu als Bauwerk genehmigt werden, damit die Staatsanwaltschaft nicht so viel zu tun hat. Außerdem kann man nur so den Braunschweiger Bürger vor Mehrausgaben schützen. Denn wenn Herr Lindemann, der Müllhaldenbetreiber bzw. Bauschutthaldenbetreiber bzw. Theater-Bauherr, tatsächlich wegen Verstoßes gegen irgendwelche Bestimmungen der Stadt verurteilt werden würde – da sei Herr Hoffmann und seine Beamtencrew vor – falls also die Stadt versäumen sollte, die Bestimmungen rechtzeitig zu Gunsten von Herrn Lindemann zu ändern, dann wäre ja Strafgeld fällig. Aber wohl nicht zu zahlen von Herrn Lindemann (obwohl der an der Bauschuttdeponie schon Millionen verdient hat und zahlen könnte), sondern von der Stadt, weil Herr Lindemann bei Vertragsabschluß sich selbst von aller Haftung für fehelrhaftes Handeln durch die Stadt hat freistellen lassen und in den Verträgen – so hört man – die Stadt selbst für jeden Fehler beim Betreiben der Mülldeponie bzw. der Errichtung von Taormina aufkommen und haften wollte und will. Jedenfalls hat sie schon mal alle Kleingärtner mit eigenem Geld – ja richtig, mit dem Geld der Bürger Braunschweigs – bezahlt, damit sie ihre Gärten direkt neben der Deponie räumen. Gift ist Gift und Vertrag ist Vertrag. Da zahlt der Steuerbürger gern. Und kein Mensch kann wollen, dass Kleingärtnern ein Theater oder eine Mülldeponie auf den Kopf fällt. Hätte passieren können. Die Kleingärtner sind schon gestraft genug, weil sie, die noch da sind, ihr Brunnenwasser nicht mehr trinken dürfen. Zu gesund wegen des Theaters.
Daran sieht man: Eine gute Verwaltung hat immer was zu tun. Ein scharfes Schwert in der Hand des Bürgers.