Nur zu leicht gehen die wissenschaftlichen Durchbrüche dieser Wissenschaft (für die blöderen unter Ihnen, liebe Leser, aber lesen Sie weiter, Sie können nichts dafür, liegt an Ihren Eltern, die hatten nicht genug gelernt - gemeint ist die GENETIK) im Tagesgeschäft einer Zeitungsveröffentlichung im Heimatblatt (für die…, gemeint ist die BRAUNSCHWEIGER ZEITUNG) unter. So auch das, was der wissenschaftliche Geschäftsführer des Braunschweiger Helmholtz-Zentrums am 16.7.2008 – bitte merken sie sich das Datum, es wird der zeitliche Meilenstein, der Höhepunkt in der Geschichte der Naturwissenschaft werden, jedes Baby wird das Datum kennen, falls Sie Vater oder Mutter werden und sich das Datum JETZT merken – was also Herr Professor Balling an jenem Datum der BZ anvertraute: Nämlich: ‘…dass tatsächlich Verhalten auf die nächste Generation übertragen werden kann. Dass meine Kinder also vererbt bekommen können, was ich erlebt erlebt habe,,,,,’. Das sei ein Hammer.
Allerdings.
Da steht nun Darwin ganz schön blöd da. Wollte das Bürschchen doch alles mit Mutation und Selektion erklären!!! Ha, Ha, Ha! Da darf gelacht werden. Selbstverständlich haben die Kreationisten mit ihren 5700 Jahren und der Liebe Gott hat alles persönlich gemacht nicht unbedingt Recht. Aber, dass irgendwas an Darwin nicht stimmt, das hatten sie schon gespürt und außerdem steht es ja in der Bibel.
Hier aber geht es um Naturwissenschaft! Und um praktische Folgen. Und um vermeidbare Kosten. Zum Beispiel der Unsinn mit der Forderung nach besseren Schulen. Und erst der Mangel an Naturwissenschaftlern. Man könnte sich den ganzen Aufwand sparen, auf Verbesserungen des Schulsystems, der Universitäten verzichten, wenn man im Sinne von Herrn Professor Balling die Genetik zu Wort kommen ließe. Könnte man ihn nicht bitten, ein wenig Sperma zur verfügung zu stellen, das man dann – jawohl, er könnte seiner Ehefrau treu bleiben! – künstlich so vielen Frauen beifügte, bis eine ausreichende Zahl hochqualifizierter Genetiker entstanden ist? FDP, CDU: Man könnte die Steuern senken, weil man nicht mehr so viel Geld für Schulen etc. rauswerfen müßte. Balling anzapfen genügt. Aber das ist ja nur ein Beispiel und in allen anderen Bereichen des Fachkräftebedarfs könnte man auch so vorgehen. Ein einziger höchstqualifizierter Balling pro Fachgebiet würde schon reichen, um Braunschweig, was sage ich: Deutschland, in kürzester Zeit an die Höchstqualifizierten-Weltspitze zu katapultieren. Deutsche Wissenschaftler, aber auch – je nach gesellschaftlichem Bedarf, Facharbeiter, Frisöre, Spargelstecher: Fanget an.
Dennoch gibt es einen Wermutstropfen, der allerdings sozuagen den Horizont in manchem Einzelfall verdüstern könnte. Wie in diesem: Ein Kind kommt zur Welt, Eltern glücklich, Kind wächst heran, hat aber einen deutlich französischen Akzent, ja, immer öfter streut es in sein Geplapper französische Vokabeln…??? Was war los, als Mama in Frankreich, im Sommerurlaub vor der Geburt des Sprößlings, für eine gewisse Zeit in den den Atlantikdünen verschwand und der Bademeister war auch weg?….??
Oder das kleine Mädchen, über dessen geigerische Hochbegabung sich die Eltern so sehr freuen. Mußte die Mutter in der Pause des Geigenkonzerts mit dem weltberühmten Geigenvirtuosen nicht unerklärlich lange auf die Toilette, stand aber plötzlich hinter dem Papa, obwohl der die Tür des Damenklos keine einzige Sekunde aus den Augen verloren hatte???….???
Und warum spielte der Sohn unserer Nachbarn als Kind auffallend gern mit Autos? Hat das damit zu tun, dass im Jahr vor seiner Geburt Piech in der Nähe wohnte???
Nun, auch bei noch so präziser Wissenschaft kann auch das Helmholtz-Zentrum nicht alle Fragen beantworten. Aber wir können froh sein, dass es so tüchtige Genetiker wie Herrn Balling gibt und das Helmholtz-Zentrum auch in der Asse dafür sorgt, dass nichts passiert.