Archiv für September 2008

Heute fallen wichtige Entscheidungen im Rat der Stadt Braunschweig

September 30, 2008

Längst überfällige Beschlüsse werden in der heutigen Ratssitzung auf den Weg gebracht. Wie immer in den letzten Jahren erfolgte die entscheidende Weichenstellung durch Dr. Gerd Hoffmann, den Oberbürgermeister. Die Ratsvorlagen lauten folgendermaßen 

1.  Der Rat der Stadt Braunschweig möge beschließen, dass die Stadt Braunschweig umbenannt wird in Gagahausen am Braunschweiger Residenzschloss.

2. Die Erwähnung des Wortes Fassade oder reine Fassade oder Fassade und nichts dahinter oder Schloßparkvernichtung oder Begünstigung von ECE oder Einzelhandelsschädigung durch ECE (unabhängig davon ob in diesem Zusammenhang das Wort Fassade verwendet wird) oder Verblödung der Bevölkerung durch Erwähnung der Aussage ECE sei kein Schloss oder der Behauptung, durch die Fassade vor ECE würden mehr Käufer nach Braunschweig gelockt oder bei Anzweifelung der Behauptung, durch die ECE – Fassade würden Käufer angelockt sowie die Erwähnung weiterer Feststellungen, die noch in diesen Katalog aufgenommen werden müssen sollen unter kommunale Strafe gestellt werden, festzustellen und einzutreiben durch einen speziellen Wachdienst der Stadt unter direkter Anleitung des jeweiligen Verwaltungschefs.

3. Der Rat der Stadt möge beschließen, dass künftig jedes Unkraut im Stadtgebiet radikal bekämpft werden muß. Bürger, die sich nicht an dieser Aktion wollen, werden unter Hausarrest gestellt.

4. der Rat der Stadt möge beschließen, an Herrn Borek ab sofort täglich 7500 Euro als sichtbaren Dank für das Geschenk der Quadriga an die Stadt zu überweisen. Hinzu kommen Überweisungen an Herrn Borek, deren Höhe sich aus den Kosten berechnet, die von der Stadt zur Pflege des Denkmals aufgebracht werden müssen. Hinzu kommen Überweisungen der Stadt an Herrn Borek, die der Höhe der Kosten enstsprechen, die von der Stadt aufgewendet werden müssen, wenn sie die Quadriga aus Stahlgestell und Kupferblech neu in Auftrag gibt, da das eigentliche Geschenk von Herrn Borek mittlerweise als Gedenkmünze für die Quadriga verkauft wird.

Im Vorfeld gab es ein qualifizierte Diskussion unter den Ratsmitgliedern. Vor allem solche von SPD und CDU, die sich sonst nie zu Wot melden, fielen durch Zwischenrufe an die Fraktionsvorsitzende auf: Aber Wie sollen wir nur stimmen??? Bitte ganz klar sagen, wie wir stimmen sollen bei der schwiwerigen Matrerie, sonst wissen wir überhaupt nicht, wie wir stimmen müssen. Andere: Wir von der CDU haben uns von Herrn Hoffmann div. überzeugen lassen, der sieht doch auch ein Schloß wo ECE ist…Herr Sehrt von der CDU: Diese Ratsvorlagen finden unsere Zustimmung. Allerdings möchte die CDU-Fraktion den bereits früher geäußerten Gedanken in der Ratsvorlage sehen, Herrn Hoffmann nie ohne den Anhang ‘div.’ zu bennenen. Woher die Idee stamme? Von ihm selbst, obwohl mir ein einfaches ‘fürstl.’ genügt hätte.

Frau Lehmann von der FDP: wir lehnen vor allem den TOP 1 ab, da er zu unhistorisch ist. wir schlagen  Eulenspiegelshausen vor.

Herr Pesdischeck von der SPD: Wir selbst waren an der Erstellung der Tagesordnungspunkte nicht ganz unbeteiligt und ich möchte darauf hinweisen, dass wir sie selbst noch besser hätten formulieren können, was wir allerdings auch getan haben, indem wir die vorhandenen TOPs im Rahmen unserer  Mitregierungskompetenz nachträglich ausdrücklich gut heißen, jedoch einen ungewöhnlich kritischen Diskussionsbeitrag zum TOP 3 abliefern werden, vorformuliert von unserer Waldabinitiative.

Wer die Standpunkte von Grünen, Linken und von der BIBS in Erfahrung bringen will, sollte heute um ca. 17 Uhr im Rathaus sein.

Flughafen – Ausbau – endlich eine sachkundige Plenumsdiskussion

September 28, 2008

Selbstverständlich hat diese Diskussion im Geheimen stattgefunden und die Öffentlichkeit sollte eigentlich nie davon erfahren. Ukas: ‘Sie hat nie stattgefunden!’. Warum diese Geheimniskrämerei? Braunschweiger Tradition? Niemals die Öffentlichkeit über die wahren Hintergründe informieren? Horchen wir doch einfach hinein in die lebhafte Debatte des hochkarätig besetzten Gremiums.

Vertreter der Stadt Braunschweig, den man an dem entsprechenden Schildchen am Revers erkennt, das Gesicht ist mit einer Sturmhabe verdeckt: Wie allgemein bekannt, wird die Verlängerung der Landebahn die Forschung in Braunschweig enorm beflügeln und unsere Stadt……. wegen brüllenden Gelächters der anderen Beteiligten kann der VdS (Vertreter der Stadt Braunschweig) nicht weitersprechen.

Nun ergreift der Vertreter der DLR (VDLR), erkennbar an dem Namensschildchen am Revers, das Gesicht ist mit einer Sturmmaske verdeckt: Erlauben Sie, dass ich mich schnäuze, nachdem ich mich wieder beruhigt habe…schnäuzt sich…Wir, der Vorstand des DLR, haben doch deutlich gemacht, dass wir in Braunschweig alles am PC simulieren, die Flugversuche werden in Hamburg gemacht, wo dann auch unser schönes Großflugzeug starten kann, wenn es bis dahin nicht wegen Rostschäden auseinandergefallen ist, eigentlich geht alles sowieso besser mit einem kleineren Flugzeug…..

VdS: Hä?

VDLR: Das konnten Sie doch alles schon der mit Ihnen geführten Korrespondenz entnehmen. Wir forschen, ja, aber nie im Leben ist die DLR eine Institution, die das nur kann, wenn wertvoller Wald völlig sinnlos abgehackt wird – das überlassen wir lieber anderen….

VdS: Aber wie soll ich da mein Schäfchen ins Trockene bringen, Zauner steh mir bei….

Der Vertreter der Volkswagen AG (VVW), erkennbar an dem… Sie wissen schon, unter seiner Sturmhabe hervor: Hier sind wir direkt angesprochen und ich verwahre mich ausdrücklich dagegen, dass hier wieder angedeutet werden soll, dass VW nur in Brasilien an der Vernichtung von Urwald beteiligt gewesen sein soll. Nein – VW will hier in Deutschland ein Zeichen setzen. Wir vernichten Wald, im forstwirtschaftlichen Sinne ‘alten’ Wald nicht im Ausland, sondern das machen wir hier in Deutschland… (aus dem Dunkel des Saales heraus ein kleiner aber energisch wirkender Mann sehr vernehmlich: Schnauze!)… aber der VVW läßt sich nicht stoppen. Ich sage es ganz klar. Unser neues Imagekonzept beruht auf der nachweisbaren Tatsache, dass wir uns intensiv an der Vernichtung von Umwelt beteiligen wollen. Jährlich werden wir Tausende Quadratmeter funktionierende Natur zubetonieren, noch mehr so platt machen, dass kaum ein Grashalm darauf wächst, so dass uns kein Mensch mehr vorwerfen kann, wir würden irgendwas für die Natur übrig haben, das werden wir ganz groß rausbringen, der Waggumer Forst ist erst der Anfang…

Der aus dem Dunkel: Sie sind gefeuert, verlassen Sie sofor den Raum. Darauf VVW: Ach du liebe Zeit, der Ppppppp….hätte ich doch nur nix gesagt, fällt ohnmächtig um und wird rausgebracht. Rein kommt Zauner von der Braunschweiger Zeitung, ohne Sturmmaske, damit er sofort auch ohne Namensschild erkannt wird und sich besser einschleimen kann: Hochverehrter Herr Oberbürgermeister, wie Sie wieder die Braunschweiger Natur zu schänden beabsichtigen und dafür auch noch EU -Geld locker machen…

VdS: Unerhört, was glauben Sie, warum ich eine Sturmhaube….

Jetzt mischt sich der Vertreter der Landesregierung (VdL) ein, erkennbar etc. Sturmhaube: Niemand bezweifelt wohl allen Ernstes, dass ich nicht für das Vernichten von Natur wäre. Aber ich muß doch klar stellen, dass das EU-Geld keinesfalls für das Abhacken des Waldes und das Zubetonieren der Landschaft fließen wird – denken Sie soch an die EU -Umweltgesetzgebung. VdS empört: Ich bin nicht hier um zu denken… Zauner: Aber wenn man einfach behauptet, es wäre gut für die Stadt…. VdLR: Genau das haben wir doch auch der Flughafengesellschaft geschrieben, für die DLR ist die Landebahn wurst…Zauner energisch: Also ich werde schreiben: Das EU – Geld wird auf jeden Fall fließen, es kommt nur darauf an, dass die Anträge den wahren Ausgabezweck verschleiern. Die fälligen 10 Millionen, die aus rechtlichen Gründen das EU-Geld gleicher Höhe aus städtischen Mitteln ergänzen müssen, besorgt unser verehrter OB durch weitere Vermögensverkäufe zur Minderung des städischen Eigentums (VdS: sehr gut, zwei Fliegen, eine Klappe..). Volkswagen gibt gerne, weil es sein Ansehen weltweit durch das Image ‘Naturvernichter’ aufpolieren kann und die DLR läßt sich stillschweigend als Forschungs – Deckmäntelchen benutzen und wird nicht öffentlich wiederholen, dass sie eine Landebahnverlängerung überhaupt nicht braucht.

Nein, ertönt es da aus dem Dunkel: Das Ansehen von Volkswagen lasse ich mir durch irgendwelche Provinzpolitiker, ja ich beziehe sie Herr W äh, den Vertreter der Landesregierung ausdrücklich mit ein, nicht kaputt machen. Ein Vielfaches der paar Millionen, die uns eine Mitwirkung an der Waldvernichtung kosten würde, könnte den Schaden für VW überhaupt nicht wider gut machen. Wer sich diesen Mist ausgedacht hat, fliegt …..

Da hat Zauner seinen Kugelschreiber schon eingesteckt, der VdL ist unter seiner Sturmmaske ganz blass geworden und der VdS wirft wieder mal einen frommen Blick in Richtung Schweiz, denn es geht um viel Geld.

IHK – Gutachten: Ganz klar für die Bildung einer Region Braunschweig bzw. ganz klar dagegen

September 25, 2008

Gut, man könnte sich alle Einzelpunkte des Gutachtens von Professor Jörg Bogumil von der Ruhr-Universität Bochum durchlesen, sich einige Stichworte herausschreiben und wäre damit bestens gerüstet, einen Vortrag vor den Wirtschafts-Fachleuten der IHK Braunschweig zu halten, der sie ob so geballter Kompetenz innerlich erschauern ließe. Wer aber das Ergebnis des Gutachtens, das die Braunschweiger Kaufleute und damit deren Kunden,  also meist die Braunschweiger Bürger , bezahlt haben, der könnte sich aber auch auf die Zusammenfassung der verbal hochkarätigen Ausführungen beschränken, die von Herrn Bogumil selbst stammen. Welche Handlungsempfehlungen gibt er also? ‘Die Regionalkreisbildung kann deutliche Vorteile für die Bürger bringen, wenn sie mit einer entsprechenden Leistungssteigerung und Aufwertung der ortsnahen Ebene einhergeht. Wenn also alles so bleibt, wie es ist und dieses IST noch etwas verbessert wird (etwa indem örtliche Oberbürgermeister und zugleich Leiter der Verwaltung ‘wohnortsnah’ einen eventuellen Schlendrian in ihren Behörden abstellen, also ihre Arbeit tun und nicht mit sinnfreiem Floskel-Geschwätz ihre Zeit verbringen), dann könnte das deutliche Vorteile für alle haben.

Unbestätigtes Gerücht aus dem Grünen Kabinett im Braunschweiger  Rathaus: Dies habe  auch Herr Hoffmann erkannt und mache sich nun gleich an seine Arbeit. Darauf haben wir schon lange gewartet. Weil das Gutachten ernst zu nehmen ist, hört man ab sofort kein einziges Regionalgeschwätz mehr – außer in der Braunschweiger Zeitung. Und natürlich von Herrn Gabriel. Immer noch besser als sich mit der Durchsetzung des Bundesnaturschutzgesetzes in den Ländern und der Räumung von Asse II zu beschäftigen mag er denken.

Hoffmann bei Milli Görus

September 24, 2008

Wenn ein Oberbürgermeister eine vom Verfassungsschutz beobachtete Vereinigung besucht, hat das sicher einen Grund. Aber welchen? Kann man da noch etwas Frauenfeindliches  lernen. Wie schottet man seine Landsleute von anderen Kulturen ab? Wie tritt man so auf, dass andere eingeschüchtert sind? Welche Rolle spielt dabei eine in diesem Fall religiös eingefärbte Ideologie? Wie verhindert man Integration?

Nun, all das Mag Herr Hoffmann im Hinterkopf herumgeschwirrt sein – aber was hat er erreicht? Warten wir einfach seine ausstehende Presse-Erklärung zu diesem Thema ab. Da wird dann schon nicht drin stehen: Wenn ich zu den einen Radikalen gehe, kann ich die anderen, etwa Treudeutschen, auch besuchen. Sondern was anderes.

Braunschweig im PPPrivatisierungswahn – BZ auf Seite 17

September 24, 2008

Nun ist das Restvermögen der Stadt an der Reihe – städtische Gebäude, Teile des Braunschweiger Restvermögens werden dem Eigentümer, dem Bürger weggenommen.

Aber nicht nur Vermögen, sondern auch Rechte – nämlich das Recht, die gewählten Vertreter im Rat darüber entscheiden zu lassen und damit eine gewisse Öffentlichkeit, einen  gewissen Rest an Demokratieverständnis zu gewährleisten. Denn: Die Grünen..versuchten vergeblich, die Entscheidung in den Rat zu ziehen. Die CDU im Verwalungsausschuß sinngemäß: Der Rat und seine Vertreter sind doch zu dämlich, die brauchen wir nicht, betrifft auch die CDU – Ratsmitglieder…öffentliche Ratsdiskussion würde auch Hoffmann nicht gefallen, zu demokratisch…Antrag abgelehnt.

Dann wird festgestellt, dass die eigene Hochbauverwaltung (die im übrigen gleich mitprivatisiert werden soll, damit man tüchtig Leute entlassen kann, wie etwa schon bei der Privatisierung der Abfallbeseitigung) durch Hoffmann derartig schlecht angeleitet und kontrolliert worden ist, dass irgendein großer privater Bauunternehmer das besser können wird, wie aus der Verwaltungsvorlage der Verwaltung (Hoffmann) hervorgeht. Ist in diesem Fall Zweifel angebracht? Hält deshalb Verdi so bemerkenswert still? Fragen Sie Ihren Nachbarn, der in der Hochbauverwaltung arbeitet.

Dann kommt ein glänzender Höhepunkt geistiger Brillanz und Voraussicht zum Wohle der Stadt, wie ihn nur die Mitglieder von CDU und SPD, die der Verwaltungsvorlage zugestimmt haben, zu zeigen in der Lage sind: ‘Die Stadt wird an die (private) Gesellschaft noch nicht kalkulierte Entgelte (für wieder mal 25 Jahre) für die Nutzung der Schulgebäude überweisen’. Ja, das kennen wir schon von den Millionensummen an Miete für die Abstellkammern im ECE, von den Summen, die an Veolia für deren Tätigkeit bei der Abwasserbewirtschaftung gezahlt werden u.a. etc., spricht schon keiner mehr drüber. Selbstverständlich wird bei diesen in ihrer Höhe nicht kalkulierten Zahlungen nicht eineinziger Cent sein, der irgendwie in privaten Taschen derjenigen landet, die wieder einmal Braunschweig zu einem nicht kalkulierten Preis verkaufen. Damit das ganz klar ist. Zumal dann ja auch gesagt werden müßte, wieviel die ‘70-Millionen-Euro-Sanierung’ den Braunschweiger Bürger, seine Kinder und Enkel dann tatsächlich kosten würden.

Nun aber bäumt sich doch die zutiefst demokratische SPD im Form des Pädagogen Pesdischeck völlig unüberfordert auf und stellt klar: Ob Kostenersparnis eintritt, werden wir später  sehen. Und deshalb stimmen wir, die SPD, erst mal unbedingt dem Verwaltungsvorschlag zu. Ein wahrhaft brillanter Schachzug des Mitregierens aus der Opposition heraus, der garantiert wieder mal massenhaft Wählerstimmen einbringen wird. Einfach staatsttagend volldemokratisch ausschreibungsgläubig weit vorausgeblickt.

Das geht uns alle an: Nacktwandern im Harz

September 23, 2008

Herr Lücke ist der gut bezahlte Geschäftsführer des Harzer Verkehrsverbandes, einer der Erfinder des Hexenstieges. Mit Hexen soll für das Wandern (und Übernachten) im Harz gworben werden, weil Hexen bekanntlich die weisen Frauen des Mittelalters gewesen sind, was man damals aber nicht richtig erkannt hat. Deshalb wurden sie ja auch verbrannt. Aufgrund dieser kulturhistorisch wertvollen Reminiszens hat Herr Lücke auch dafür gesorgt, dass Hexen heutzutage nur als schöne und weise Frauen dargestellt werden, um so Fremde anzulocken, die ein wenig von ihrer Weisheit abhaben wollen. So will er auf dialektische Weise auf das elnde Martyrium dieser (meist) Frauen aufmerksam machen und verdeutlichen, dass der Hraz eine hochmoderne Attraktivität für jeden Touristen darstellt. Sehr tüchtig, Herr Lücke!

Und weil ihm das so prima mit dem Hexensteig gelungen ist, konnte er auch gut auf die Anregung verzichten, von der Nationalparkverwaltung eine Alternative, nämlich den ‘Erlebnisweg Wildtiere im Nationalpark Harz’ einzufordern. Denn dieser kluge aber gut bezahlte Mann weiß: Naturtouristen mögen zwar den Schweizer Nationalpark bevölkern, so dass kein Bett in den Gemeinden nahebei mehr frei ist – im Harz genügt die Werbung mit Hexen.

Nur ein I-Tüpfelchen fehlte noch. Nämlich das Nacktwandern. Diese Lücke, die man offensichtlich aus Mangel an Kompetzenz anderswo noch nicht bemerkt hat, will Herr Lücke nun nicht mehr unverschlossen lassen. Dieser mit großer Weisheit gefaßte Entschluß soll nun möglichst schnell umgesetzt werden. Er beruht auf dem Gedanken: Sex sells und wird – adäquat umgesetzt – nicht nur die Nacktwanderwege mit Nackttouristen füllen, sondern auch die mangels Naturtouristen leerstehenden Hotels, Pensionen  etc. Was feststeht ist schon jetzt die zwingende Notwendigkeit,  sowohl beim Schlafen wie beim Frühstück als Nacktwanderer keinesfalls einen Pyjama zu tragen. Da die Nacktwander-Idee offenkundig erfolgversprechend ist, sollen wohl auch Spezialwege angeboten werden, etwa (nur für Heren) der Erektionsweg oder für diejenigen Wanderer, die das Besondere mögen, der Maso-Sadopfad, auf dem eine gewisse Sonder-Bekleidung dann allerdings erlaubt sein muß!

Aus der Nationalparkverwaltung verlautet, dass der Nacktwanderweg vorbehaltlos akzeptiert wird und eine Beunruhigung des Wildes schon deshalb ausgeschlossen werden kann, weil bis zum 15.9. aus ethischen Gründen intensiv alles Rotwild abgeschossen wurde, was sich blicken ließ, um seine moralische Gefährdung sicher auszuschließen. Wer es nicht glauben will, kann ja in den Harz fahren, auch mit Hose, und kann sich davon überzeugen, dass trotz Hirschbrunft nirgends Hirschbrunft zu beobachten ist und selbst die Hirsche das Röhren eingestellt haben. Die Fürsorge der Nationalparkverwaltung  hat sich also wieder einmal ausgezahlt.

Ist Braunschweig von der ‘Bankenkrise’ betroffen?

September 21, 2008

Zum Beispiel: Welcher Kredit wird fällig, weil welcher Kreditgeber gerade pleite geht? Welche Forderungen an wen, der oder dessen Bank gerade pleite geht, gehen verloren? Wer hat das, was er von der Stadt billig per Privatisierung erworben hat, noch nicht bezahlt und wird es nie tun, weil er oder seine Banke gerade pleite gehen?? Etc. pp?

Hier werden sich die Finanzfachleute  der Fraktionen im Rat kundig zu machen haben. Nach den genialen Vertragsgestaltungen der Stadt bei ihren Geschäften, dürften Überraschungen nicht überraschend sein.

Ulrich Lehmann-Grube: „Die einzige Kritik an unserem Fernwärmeausbauprogramm

September 16, 2008

war der VON DER STADT  vorgesehene Anschluss- und Benutzungszwang. Unsere Analysen haben gezeigt, dass es auch ohne Zwang gehen wird.“

Was lernt der Braunschweiger Bürger aus dieser Äußerung  über seine Stadtverwaltung? Über Oberbürgermeister Hoffmann?

Der Diener beraubt seinen Herren. Die Verwaltung und der Oberbürgermeister haben, glaubt man Herrn Lehmann Grube, höchstpersönlich versucht, Braunschweiger Bürger ihrer Rechte an ihrem Eigentum zu berauben und diese Rechte einem Weltkonzern zuzuschustern. Der Diener beraubt seinen Herren – er hat es jedenfalls versucht. Der zu Begünstigende hat es nicht angenommen. Aber kann der Braunschweiger Bürger einen Oberbürgermeister Hoffmann noch vertrauen, der schamlos Zwang (s. seine Presserklärung: „Natürlich ist Zwang auch als eine Methode zur Erreichung eines positiven  Zweckes immer nur das letzte Mittel. …“ – Pressemitteilung der Stadt vom 15.9.2008 http://www.presse-service.de/data.cfm/static/707393.html) gegenüber denen ausüben will, die ihn bezahlen, die ihm die Verwaltung ihres Eigentums mehrheitlich anvertraut haben? Dieses Eigentum (das Verfügungsrecht über privates Eigentum) aus den Händen Hoffmanns entgegenzunehmen ist sogar dem Weltkonzern Veolia zu peinlich.  So, mag Herr Lehmann Grube denken, führt man sogar den Begriff Raubtierkapitalismus ad absurdum. Das darf nicht sein. Wie auch immer:

Mr. Hoffmann – leave this town.

Veolia / BS – Energy setzt Ziele anders durch

September 16, 2008

Zunächst einmal darf BS – Energy ein neues Strom – Kraftwerk bauen. Es wird die Braunschweiger Luft zurätzlich belasten. Eines der älteren Kraftwerke, besonders umweltunfreundlich, wird nicht abgeschaltet. Damit die Veolia – Aktionäre in Paris noch ein paar Mark mehr aus Braunschweig bekommen, hilft die Stadt der Firma beim Verlegen der Leitungen für neue Fernwärmeanschlüsse. Dadurch können Neukunden mit besonders günstigen Konditionen bei einem nunmehr freiwilligen Fernwärmeanschluß rechnen. Sie bekommen aber zugleich einen kleinen Einblick in die jetzige und höchstwahrscheinlich künftige Preisgestaltung des Unternehmens: 9 Prozent mehr heute, morgen: Je nach Aktionärs-Bedarf. Denn wer erst mal angeschlossen ist, kann nicht mehr alternativ handeln. Die Hauptziele des Unternehmens aber hat es erreicht: Neues Kraftwerk, keine Abschaltung des älteren, mehr Profit durch zusätzlichen Stromverkauf und  Begünstigung bei Neuanschlüssen durch die Stadt (also durch alle braunschweiger Steuerzahler), zusätzliche Abgasbelastung der Region ohne dass dies noch groß diskutiert wird.

Die Vorteile: Neuen Technologien wird der Weg nicht mehr durch den Fernwärmeanschlußzwang verbaut. Die Begünstigung eines Weltkonzerns durch Rechte-Enteignung braunschweiger Bürger mittels ahnungsloser oder opportunistischer Lokalpolitiker ist gestoppt.   Daher Glückwunsch der Bürgerinitiative Braunschweiger Fenwärmeforum, Frau Dr. Beneke und all ihren tüchtigen Mitstreitern, m. ebenso wie w..

Umweltminister Gabriels neuer, klarer Kurs in Sachen Region Braunschweig

September 15, 2008

Um vernünftige Leute zu überzeugen, müsse man zunächst die ‘Aufgaben klar umreißen’, dann sei ‘die Organisationsform zu klären’. Nun gut, Herr Gabriel ist nur Pädagoge und kennt daher natürlich nicht das übliche Vorgehen, nämlich dass zunächst der Ist-Zustand beschrieben werden sollte, dann die Abweichungen von einem Soll-Zustand. Aus der Differenz ergeben sich dann die zu erreichenden Ziele oder auch Aufgaben. Sodann wäre zu bestimmen, wie man die Ziele unter Berücksichtigung von Ökonomie (und Ökologie) erreichen kann. Sowohl OB Hoffmann wie auch Herr Schnellecke fangen aber mit dem Ziel an, na ja, alles andere ist weniger wichtig, Hauptsache ein Pöstchen springt dabei heraus, wie etwa bei der Braunschweiger Sparkasse, hahaha. Daher ist auch für Herrn Gabriel klar, dass sich die erforderlichen Problemlösungen der Zielsetzung ‘eine Region muß her’  unterzuordnen haben: In sehn Jahren wird es eine Region Braunschweig geben. Hauptsache es wird mitgeschätzt.

Wo könnte sich Herr Gabriel tatsächlich etwas bewirken? Zum Beispiel bei der Umsetzung des Bundesnaturschutzgetzes im Nationalpark Harz. Seine Kumpels wie Dr. Barth hatten ihm eingeredet, dass die Natur des Nationalparkes keineswegs sich selbst überlassen werden dürfe, weil die Natur ohne Försterei und Jagd zu blöd sei, um natürliche Prozesse zu produzieren. Das leuchtete dem dicken Mann aus Goslar sofort ein und deshalb haben wir heute immer noch jede Menge Förster im Nationalpark, die auch dieser Tage wieder Försterei und Jagd betreiben, obwohl die ‘Gewähleistung natürlicher Dynamik’ genau das Gegenteil von dem ist, was das Bundesgesetz verlangt. Und Gabriel tut nichts, um es zu Gunsten der ‘Region Braunschweiger Land’ durchzusetzen.