Archiv für Dezember 2008

Neues Konzept der Braunschweiger Zeitung 2009

Dezember 31, 2008

Und das kam so. Herr Raue, ein tiefgläubiger Mensch, hat am Ende dieses Jahres verstanden, dass es mit Verlogenheit und Verschweigen  der Tatsachen und Schönrednerei nicht getan ist, vor allem, weil Petrus ihn nicht nur als tiefgläubigen, im Grunde seines Herzens aufrichtigen, ehrlichen Menschen wahrnimmt, sondern als Chefredakteur der Braunschweiger Zeitung. So jemand kommt natürlich nicht ins Paradies und dieser Erkenntnis ist auch die Aufdeckung der fiesen Finanzmanipulationen – sagen wir einfach – des Kapitals zu verdanken. Leerverkäufe, Derivatehandel, Zockermentalität – all das meint er, wenn er von einem toten Esel und seiner Vermarktung in seltener Klar- und Offenheit spricht.

Schon in der Schublade sind – nach diesem Einblick in die Welt des globalen Großkapitals – seine Ausführungen und dienstlichen Anweisungen an sein Redakteursteam: Keine Verlogenheit mehr! Damit auch Zauner und Meyer begreifen, was damit gemeint ist, gibt er neue Richtlinien und Sprachregelungen aus. Daher werden wir in der BZ nie wieder über das Wunder von Braunschweig lesen sondern nur noch darüber, dass der Verkauf von profitablem Eigentum zwar zunächst einmal Geld in die Kassen spült, das Eigentum dann aber weg ist und jeder Kaufmannsgehilfe im ersten Ausbildungsjahr weiß, dass so keine Gewinne sondern Verluste entstehen.  Dass Privatisierung , wie vom wichtelversehrten Verstand des Rates beschlossen, immer eine Neuverschuldung zu Lasten künftiger Generationen bedeutet (‘Forfaitierung’).  Solche Erkenntnisse stehen freilich nicht in der Bibel (aber dafür auch heute wieder in der BZ, wo Hoffmann ungestraft  von Braunschweig als ‘Finanzvorbild’ zu faseln beliebt) und erst Petrus persönlich mußte im Rahmen einer Erleuchtungsaktion zum Jahreswechsel den im Grunde seines Herzens guten und tiefgläubigen Mann darüber aufklären. Aus der langen Liste, in der all die Verlogenheiten aufgezählt werden, die verhindern, dass Petrus bei Herrn Raue nochmal ein Auge zudrückt,  finden wir unter anderem die mangelhafte bis fehlerhafte bis falsche Berichterstattung über Müllkippen in Braunschweig, Sprachregelungen hinsichtlich ECE (‘Das Ganze nennen wir dann Schloss’), Bewertungen geistiger Erkrankungen wie etwa Visionen bei OBs, Entwertung des Gewissens und des Verstandes bei Mitgliedern des Stadtrates, Verlogenes aus dem Nationalpark, Verschweigen der Mißstände in der Kinderbetreuung, der Ursachen für Bildungsnotstand, marode Schulgebäude, Entgegennahme kriegerischer Geschenke per Ratenkauf zum Nachteil der Bürger, Weglaufen von Redakteuren und Oberbürgermeistern bei Bürgeranfragen, fehlende Geißelung von Verträgen zu Ungunsten der braunschweiger Bürger kurzum all das, was in der Braunschweiger Zeitung steht und mit normaler Unkenntnis oder Oberflächlichkeit bei der Berichterstattung nicht zu erklären ist sondern mit gezielter Desinformation und üblem Opportunismus.

In diesem Sinne ist zu wünschen, dass Herr Raue es schafft, Petrus’ Bedenken  auszuräumen und nicht nur über Sachverhalte herumzuräsonieren, die er nicht beeinflussen kann.

Braunschweiger Gesäßproblematik zufriedenstellend gelöst

Dezember 30, 2008

Während Herr Biegel nicht an seinem Stuhl  im Landesmuseum klebt, sondern einen anderen bevorzugt, den es noch gar nicht gibt (der dafür aber in einem Institut steht, das es ebenfalls nicht gibt) was aber vermutlich keine finazielle Schlechterstellung bedeutet, wird das vormals feudal besessene und damit zur zur Aufwertung von ECE-Abstellkammern bestens geeignete Sitzmöbel nun wahrscheinlich ganz ohne die vormals verbetene Mitwirkung unseres wackeren Historikers vom Landesmuseum ins ECE wandern. Geschichte. Es wäre schön, wenn man vom zukünftigen Standort des Feudalmöbels eine Sichtachse zu dem von Herrn Biegel gewünschten zu schaffenden (allerdings fiktiv bleibenden), s.u.) Gedenkstein schaffen würde, der an die Bücherverbrennung der Nazis erinnert. Das geht aber natürlich nicht, ohne zuvor bedeutende Braunschweiger, Geschäftsleute, Politiker und andere befragt zu haben. So könnten die Stellungnahmen aussehen:

Herr Otto von ECE: Ich selbst verstehe die Fragestellung nicht. Wenn Mieter des ECE davon profitieren – warum nicht?

Thalia im ECE: Selbstverständlich haben wir, wie auch Graff, die verbrannten Bücher vorrätig.  Wir versprechen uns davon mehr Umsatz als von den Blechfürsten vor dem ECE…

Fassade: Das geht mir zu weit. Und zwar aus rein ästhetischen Gründen. Ein Stein zwischen den Fürsten oder daneben versaut doch die ganze deutsche Geschichte, siegreiches Heldentum Aufopferung der Fürsten, der Welfen, von denen doch keiner irgendwas gelesen hat, konnte Otto IV überhaupt lesen? Außerdem finde ich, waren nicht alle Bücher gut, die der nationalsozialistische Volkszorn mit der braunschweiger Professorenschaft an der Spitze dem Feuer übergeben hat. Also darum kann es doch nicht schade sein und an den Feinstaub durch offenes Feuer hat doch damals noch keiner dran gedacht….

Nun kommt es zur Abstimmung im Rat. FDP und CDU stimmen geschlossen gegen die Errichtung eines Gedenksteins, SPD auch, um mitzuregieren. Linke und BIBS sind dafür, die Grünen enthalten sich.

Nur Gamasche findet: …mir doch egal.

Fassade: Mir aber nicht! Zu viel linke Polemik,  undeutsch. Braunschweig weiß eben, was es seiner Geschichte schuldet. Da zählt die Meinung eines Zugereisten ohne Stuhl doch wohl überhaupt nicht…

Abwrackprämie: Begeisterte Zustimmung im Rat der Stadt Braunschweig

Dezember 29, 2008

Nachdem sich herumgesprochen hat, dass die Bundesregierung Abwrackprämien zur Verfügung stellt, soll sich unter den Mitgliedern des Rates der Stadt Braunschweig  begeisterte Zustimmung gezeigt haben. Da diese Prämie aber nur an solche Ratsmitglieder gezahlt werden soll, die nachweislich für Vorhaben gestimmt haben, die der Stadt und ihren Bürgern eindeutig Schaden zufügen, kommen nicht alle Ratsmitglieder in den Genuß der Prämie,  vor allem nur CDU- und FDP- Mitglieder. Die meisten von ihnen haben bekanntlich dem Verkauf der Stadtwerke, der Hergabe des Schloßparks, der Privatisierung des Abwassersystems, der Errichtung eines Müllberges inmitten der Stadt, der Entgegennahme eines für alle Zeiten zu bezahlenden Geschenkes, der jahrzehntelangen Anmietung von Abstellräumen im ECE etc. zugestimmt.

Trotzdem gibt es Probleme. Zum Beispiel gibt es durchaus Ratsmitglieder, wie Herrn Klages, die zwar bedingungslos anspruchsberechtigt sind, aber den zuzustimmenden Sachverhalten teilweise skeptisch gegenüber stehen, die aber trotzdem - wie alle anderen ihrer Koalition – zustimmend die  Hand gehoben haben. Aber oft  eben mit innerem Vorbehalt. Das könnte sich dann zum Problem auswachsen, wenn auch andere Ratsmitglieder ebenfalls eine zusätzliche Abwrackprämie für sich in Anspruch nehmen wollen, weil sie sich den inneren Kampf vor der Zustimmung zu solchen Vorhaben extra vergüten lassen wollen, die den Bedingungen der Abwrackprämie genügen. In das selbe Horn stoßen auch die meisten Abgeordneten der Grünen, die, obwohl eigentlich gegen bestimmte anspruchsberechtigende Vorhaben, dennoch sich nur der Stimme enthalten haben. Sie alle sollten bescheiden zurückstehen und sich auch ohne Prämie oder Sonderprämie, wie alle anderen wirklich Berechtigten, abwracken lassen und einfach zurücktreten.

Dieser Apell gilt natürlich auch für alle Mitglieder der Verwaltung,  die  sich die Abwrackprämie oft redlich verdient haben. Wer an dieser Stelle aber ‘Siehe Biegel!’  ruft, der sei darauf  hingewiesen, dass seine Abwrackprämie ja von Herrn Borek, einem Privaten bzw. von dessen Stiftung und auf besondere Veranlassung durch den Oberbürgermeister selbst als Vorstand der Braunschweiger Kulturstiftung gezahlt wird. Damit ist eine Vergleichbarkeit weniger gegeben als bei den Nutznießern der überregional vergebnenen Abwrackprämien für Banken etc. Allerdings, wie bei vielen staatlichen Leistungen, wollen manche dieser Leistungsempfänger  weder sich selbst noch ihre Institutionen abwracken sondern so weiter machen wie bisher. Wir hoffen jedoch, dass dieses Beispiel im Rat der Stadt Braunschweig keine Schule machen wird.

Interview mit Dr. Fassade

Dezember 24, 2008

Heute, am 24.12,  Weihnachten, ist  es gelungen, mit einer bekannten braunschweiger Persönlichkeit ein Gespräch zu führen. Das ging so:

Herr Dr. ……

Halt, so geht das nicht. In meiner Funktion als, Sie wissen schon, ist es mir schon aus juristischen Gründen nicht erlaubt, mich NICHT anonym zu outen…

Aber wie soll ich sie denn anreden? Dr. H?

So ein Unsinn. Dann merkt doch jeder, dass ich es bin. Nein, in meinen Kreisen ist es üblich, sich bezeichnende sogenannte Spitz- oder Nicknames zu geben..

Ah, verstehe – wie wärs mit Privatisiererix oder Ausräuberix oder …

Unsinn, es muß den Kern treffen. Und bitte nichts Welsches mit ix. Nennen sie mich einfach ‘Fassade’ oder meinetwegen auch Dr. Fassade….

Dieser Nickname trifft ins Schwarze…

Auch falsch. Es sollte schon weiß sein….äh.. aus rein gesinnungsmäßigen Gründen..

Wie Sie wünschen. Meine erste Frage: Als Vorstandsmitglied einer bedeutenden Bank konnten Sie trotz Ihrer großen wirtschaftlichen Kompetenz…

Fassade: Ich verstehe worauf sie hinauswollen. Die Ausräuberei der Bürger treibe ich, wie Sie wissen im sozusagen kleinstädtischen Stil…

Aber Braunschweig ist eine Großstadt…

Fassade: Rein wichtelmäßig habe ich es hier mit Leuten zu tun, die mir weit unterlegen sind, kleinstädtisches Niveau ist geschmeichelt, besuchen Sie doch mal eine Ratsversammlung.. aber weiter. Banken tun das bekanntlich im großen, bedeutenden Stil. Durch wüstes Herumspekulieren verschwinden dabei die Milliarden und dazu trage ich in meiner Funktion gerne bei…

Aber IHRE Bank hat für das Letzte Jahr sogar noch Gewinn gemacht…?

Fassade: Nun ja – es ist meine Arbeitsüberlastung, daher konnte ich meinen Beitrag nicht vollständig leisten. Aber bedenken Sie, dass einige Hundertmillionen weniger Gewinn als letztes Jahr doch auch schon ….

Gwiss. Aber die Frage war doch….

Fassade: Ich weiß schon.  Also ich habe doch wohl deutlich genug gemacht, dass man mich nicht dafür verantwortlich machen kann, dass die Verluste nicht größer… Aber warten Sie doch ab, was noch kommt. Was glauben Sie, warum die Nord-LB vom Staat Milliarden angefordert….

Zweifellos werden Sie zu einem späteren Zeitpunkt noch deutlicher… aber wieso Ausräuberei, eines Ihrer Spezialge…

Fassade: Sie sollten wissen, dass es in den Kreisen, in denen ich mich bewege, nicht mit Samthandschuhen zugeht. Hier wird mit fremdem Geld gearbeitet, das ist immer heiß (lächelt zufrieden, blickt nach Süden). Oft ist nicht genug da, dann borgt sich eine Bank was von der anderen, um es dann entweder zu sofort verzocken oder was zu verdienen, weil irgendwer noch blöder ist und zum Beispiel einen faulen Kredit, den ich – äh – den wir – äh – die Bank gekauft hat, für mehr Geld kauft, als ich, äh wir bezahlt haben. Das ging so lange gut, bis alle Banken gemerkt hatten, dass alle dasselbe Gangsterstückchen spielen und keiner mehr dem anderen sein Gled anvertraut, denn wenn ein Gangster merkt, dass der andere ein noch größerer Gangster ist, dann gibt er ihm kein Geld mehr…

Jetzt kommt der Sreuerzahler ins Spiel…..?

Fassade: Natürlich, Endlich merken die hohen Herren in den Banken, wo das Geld, das Vermögen zu holen ist, als Bargeld, Steuergeld, oder als Vermögen, dass die Bürger durch Steuerzahlungen angehäuft haben…

Ihr Spezialgebiet…

Fassade: Allerdings. Deshalb müssen die Banken jedenfalls Steuergeld vom Staat haben, damit sie noch ein Weilchen weiterzocken können, jede für sich, wie gesagt. Da konnte ich meine volle Kompetenz….

Gewiss, niemand bestreitet das. Aber zurück in die Region. Bei der letzten Ratsversamlung sagten Sie noch, niemand, selbst der blödeste Ratswichtel, könne doch wohl glauben, dass ein erstklassiges Hotel – 5-Sterne – Niveau – jemals nach Braunschweig kommen werde. Das war eine richtige Einschätzung. Warum haben Sie erst letztens (BZ vom 23.12.2008) zum Ausdruck gebracht, dass irgendwie doch ein Spitzenhotel.. und dass das keine Vision sei…

Fassade faßt sich an den Kopf. Verdammt, ich habe anscheinend vergessen, meine Tabletten zu nehmen… muß das Interview abbrechen…

Eilt davon und man hört ihn rufen: Tabletten….Visionen-… immer diese Visionen… selbst wenn es keine sind.. wer kann das noch unterscheiden….wo ist mein Weihnachtsmannkostüm…?

Eine berechtigte Frage, wenn man bedenkt, dass heute der 24. ist.

Endgültig ausgebiegelt

Dezember 21, 2008

Der bewährte Professor Biegel, noch bis 1.1.2009 Direktor des Landesmuseums in Braunschweig. Unermüdlich klärte er die Braunschweiger über ihre Vergangenheit auf, durch lebendige Vorträge vor treuer Fan-Gemeinde und durch eine tägliche Kolumne in der Braunschweiger Zeitung. Aber auch sonst tat er Ungewöhnliches. Zum Beispiel fehlte ihm die Vision, dass ECE eigentlich ein Schloss sei, was auch durch einige Abstellräume in diesem Gebäude, durch die Stadt zur Profitmaximierung von ECE, frommer Blick nach Süden, für dreißig Jahre angemietet  und die heute noch leer stehen, aber demnächst Schlossmuseum werden sollen, nicht besser werde. Daher sei es klar, dass der Thronsessel, schon vor Jahrzehnten geheiligt mittels durchlauchtigster Gesäße, im Landesmuseum zu verbleiben habe.

Eine Todsünde wider die braunschweiger Visionitis. Da half es denn auch nichts, dass er sich wichtelmäßig einen immer längeren Bart wachsen ließ um sich dem Niveau in Rat und Verwaltung anzupassen. Todsünden wider den Wahn werden anders geahndet. Und folglich muß er jetzt, gestützt durch Herrn Stratmann, der mit dem Gesicht, doch anerkennen, dass der Wahn in Braunschweig etwas sehr Reales hat.

Im ersten Schritt verliert er Macht und Einfluß durch Verlust seiner Position als bewährter Direktor des Landesmuseums. Im zweiten schlägt der Wahn voll zu, weil er nun sogar Direktor eines Universitäts – AN – Instituts wird, das es aber überhaupt nicht gibt. Nun ist er in der Hand jener, die er früher vor dem Kopf gestoßen hat, die es sich nun überlegen können, ob sie ‘unseren’ Biegel, mittlerweile genauer: ihren Biegel,  in der Luft vertrocknen lassen, indem sie auf das Überflüssige eines AN-Uni-Instituts verweisen und weder die Stiftung Braunschweiger Kulturbesitz – die wahrhaft Wichtigeres zu stiften hat – noch Herr Borek zu einer  Institutsgründung schreiten, die die Stadt einer weiteren Lächerlichkeit preisgeben würde. Die TU hat sich ja bekanntlich schon distanziert. Ein Briefkopf  ’Niedersächsische Technische Hochschule mit sinnlosem Braunschweig-Biegel -AN – Institut’ –  abgekürzt NTHmsBBAI – sähe nun auch wirklich zu komisch aus.

Also kann man nur hoffen, dass Herr Biegel einen guten Renten- bzw. Pensionsberater zur Seite hatte, als er sich entschloß, Leiter einer  nicht existierenden Instution zu werden. Falls er entschlossen wurde, dürfen wir mit Spannung auf die nun folgenden arbeitsgerichtlichen Auseinandersetzungen warten.  Andernfalls könnte es sein, dass er mehr als gewünscht Braunschweig repräsentiert, mit nix in der Tasche, nahezu vermögenslos. Voll privatisiert.

Braunschweig setzt sich an die Spitze

Dezember 20, 2008

Diesmal im Bereich Städtebau. Wie primitiv waren doch gewisse Russen in ihrem städtebaulichen Wirken. Kaum  kam die Zarin vorbei, wurden Fassaden errichtet mit absolut ‘nichts dahinter’ – wie man heute noch sagt. Schon war die Monarchin getäuscht. Auch bei Honneckerbesuchen wurden die Straßen, die er durchfuhr, ordentlich hergerichtet – schon war der Sozialist getäuscht.

Obwohl Herr Jonscher durch die mehrfache Wiederholung des Begriffes ‘Fassade’ aus unerfindlichen Gründen, durch die er sich zu seinem oft so verständigen Schreiben in Widerspruch setzt, den Eindruck zu erwecken sucht, unseren Herrn Dr. Hoffmann, unser (ja, unser!) durch seinen visionären Weitblick, vor allem in Richtung Süden, berühmten Stadtvater, sei mit jenem hochadligen Fassadenschwindler Potemkin in einen Topf  werfbar oder gar mit jenem ’Honnecker’ unseligen Angedenkens… pfui deibel, das ist billigster Fassadenjournalismus.

Weg also von dieser billigen Meinungsmache. Die Tatsachen sprechen für sich. Nicht eine Fassade mit nichts dahinter hat Herr Hoffmann errichten lassen, sondern ein Kaufhaus und erst dann kam eine Fassade hinzu, jedenfalls teilweise.  Das wäre schon mal ein wichtiger Unterschied! Auch ist es deshalb keine Fassadenpolitik, weil erstens unser Oberbürgermeister tatsächlich und auch persönlich ein Schloß gesehen hat, als er auf die Fassade blickte (das wäre  Beweis genug!) und zweitens dort ein Schloss sein muß, wo es hinter der Fassade ein schlossartiges Ambiente samt Schlossmuseum gibt bzw. später geben soll, selbstverständlich biegelfrei. Diese in sich sozusagen mathematisch schöne Beweisführung läßt sich wohl kaum widerlegen und wenn Herr Jonscher noch so oft den Begriff  Fassade in offenkundig mißgünstiger  Absicht hinschreibt.

Und dabei hat unser Herr Oberbürgermeister (wer sonst?) zunächst einmal ein funktionierendes Gemeinwesen geschaffen bzw. verkauft, mit zahlreichen Geschäften, Kanalisation, Fußgängerzone, Stadtwerken etc. Aber wenn er darauf mit mildem Blick herabschaute, war es nicht gut. Es fehlte derKommune eine Fassade,  insbesondere aus göttlicher Sicht, also von oben, von wo auch unsere Stadtgöttin mit den edlen Zügen unseres OB (Zufall? – wohl kaum!) herabschaut. Hier war, wie bei ECE, Abhilfe erforderlich.

Obwohl er auch gerne selbst zum Zeichenstift gegriffen hätte, wie andere wesensverwandte Gestalter vor ihm, wurden Architekten aus aller Herren Länder gebeten, um dem vorhandenen Durcheinander westlich Brunonia fassadenmäßig Ordnung zu verleihen. Nun gut, gelungen, aber auf beiden preisgekrönten Fassaden fehlen die brekermäßigen Figuren, die als wunderbares Pendant den motivationalen Gestaltungswillen des durch den OB selbst gesehenen Schlosses mit seinem zierlichen Figurenensembel aufgreifen und hinübertransferieren könnten in die ohne diesen Geniestreich doch recht erbärmlich dastehende fassadenlose City. Wer das nicht kapiert, der  denke doch bitte nicht nur an Braunschweig und  den Bohlweg, sondern als klassische Beispiele an Santa Maria Novella, den Palazzo Ruccellai in Florenz, an alle Westernstädte und andere bedeutende Beispiele in Rom, Paris, New York, Tokyo sowie auf einige Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens.  Oft reine Fassade. Rotes Buch, Seite 72: Größere Zusammenhänge sehen!

Dabei hatte es einer der Architekten sogar verstanden, durch die hundertfache Wiederholung des unseren OB so schlicht und heraldisch doch eindeutig kennzeichnenden H  in seinem Entwurf  der gestalterischen  Bedeutung dieser das künftige Erlebtwerden Braunschweigs bestimmenden Persönlichkeit würdigen Ausdruck zu verleihen. Wer unseren OB kennt, wird wissen, warum er sich in seiner Bescheidenheit zunächst ziert, diese fassadenmäßig eindrucksvolle Ovation an seine Persönlichkeit  zu akzeptieren. Das ist aber zuviel Bescheidenheit! Außerdem erinnert gerade dieser Entwurf in besonderer Weise an eine größere Zeit, an die wir, zumindest sofern wir CDU- und FDP-Wähler sind , gerne anknüpfen möchten. Welche Blamage wäre es, wenn  spätere Generationen uns eine  neumoderne Gestaltung vorwerfen und auf uns herabblicken müßten.

Deshalb rufen wir unserem OB zu: Wir haben verstanden, dass es keine Fassadenpolitik ohne eine große Persönlichkeit dahinter gibt - es geht hier doch um die Schöpfung des Neuen und zugleich H – mäßig Unvergänglichen zum weiteren Ruhme Braunschweigs. Bekennen Sie sich doch – um Brunonias Willen! – zu ihrem eigenen Ruhm und ihrem erstklassigen guten Geschmack - zur Vielfach – H – Fassade von Brenner!  Ruhm und Ehre jenem, von dem die tiefe Weisheit stammen könnte: Am braunschweiger Fassaden – Wesen möge die Welt genesen. Überwinden Sie wenigstens in diesem Fall Ihre natürliche Bescheidenheit!

Keine Gewerbesteuereinnahme, keine Einnahme aus eigenem Betrieb….

Dezember 19, 2008

Das muß so sein, wenn man zum Beispiel die Stadtwerke samt Namen verhökert werden zwecks kurszfistiger Schuldenminderung. Nun kommts doppelt dicke und der Privatisierungswahn der Stadt Braunschweig schlägt voll durch. Danke, Herr Hoffmann und ihr lieben Ratsmitglieder von CDU und FDP.

Starker Wille zum Geldverschwenden – Stratmann spricht

Dezember 18, 2008

Nachdem es sich im Braunschweiger Landesmuseum ausgebiegelt hat und Herr Hoffmann mit fremdem Geld (nämlich unserem) ein Schlossmuseum bekommt, damit er, wenn er wieder mal vor ECE steht und im Rahmen seines Visionismus ein Schloss sieht, nach dem Erwachen aus diesem bedenklichen Zustand sagen kann: Aber das muß doch ein Schloss sein, weil doch ein Schloßmuseum drin ist! also dann, nach all diesem,  ist die Wiederbesetzung des Leitungs-Postens im Niedersächsischen Landesamt für Denkmalpflege, der so noch nicht besetzt war – und schon gar nicht durch Herrn Alfried Wieczorek,  dem er unter den gegebnen Umständen zu blöd war – Herrn Stratmann ein dringliches Anliegen – ’so schnell wie möglich’ . Denn der Verzicht auf eine neu geschaffene Position, ohne die alles auch ganz prima läuft,   kommt dem Mann nicht in den Sinn. Schließlich haben wir, Stratmann,  ja genug Geld für Überflüssiges während der Mangel an Professoren und Lehrern keines falls so schnell wie möglich beendet werden sollte.

Allen Freunden des reinen Gebirgswässerchens…

Dezember 16, 2008

…bietet die Helmholtzgesellschaft gerne ein kostenloses Pröbchen in kleinen Fläschchen, damit die acht Behälterchen nicht überlaufen und die Bevölkerchen den Unterschied merken zwischen Strahlerchenwässerchen und anderen Gebirgswässerchen, die nicht in Behälterchen extra als Wohltatigkeitswässerchen aufgehoben und zum Fest verschenkt werden. In Asse II strahlt man schon und freut sich aufs nächste, weihnachtliche Gebirgswässerchenschlürfen – alles auf höchstem deutschen Helmholtzstrahlniveau.

Verkauf der ‘Städtischen Gebäudewirtschaft’ mit allen 300 Mitarbeitern in trockenen Tüchern

Dezember 13, 2008

Natürlich ist noch nichts geschehen, außer dass 1,2 Millionen Steuergeld schon weg sind und außer dass der OB, CDU und FDP für die Mitarbeiter der Städtischen Gebäudewirtschaft ein bißchen Angst und Schrecken zum Fest  möglich gemacht haben. Aber das ist doch selbstverständlich, keine Ursache , machen wir doch gern….. –  fragen sie einfach selbst einmal den von Ihnen gewählten CDU-  oder FDP- Vertreter im Rat der Stadt, wo er Ihre Interessen umsetzt.

Aber wie wurde die Stadt ihrem Ruf gerecht, den Bürger nach Möglichkeit zu schädigen? Da ist es mit verbalen Bekundungen nicht getan! Taten! Dieser Ruf wurde gehört und bevor nun richtig verkauft wird, muß erst mal kurzfristig Steuergeld vernichtet werden. Was wäre da besser geeignet als ein Gutachten? Natürlich muß es das teuerste sein, das überhaupt zu bekommen ist. Und welche Beraterfirma wäre da besser geeignet als KPMG? Sie erinnern sich, das ist die Firma, die nicht nur die Stadt sehr objektiv beim Verkauf der Stadtwerke beraten hat, sondern mindestens ebenso objektiv den Käufer der Stadtwerke. Wirtschaftsfachmann Sehrt zu dem Thema:  KPMG hat doch die IKB – Bank testiert, vor kurzem.  Da war das Unternehmen ohne Fehl und Tadel und alles bestens in Ordnung. Für mich eine ausgezeichnete Referenz… Außerdem hatte KPMG auch den Vorteil, das bei weitem teuerste Angebot für die Beratung beim Verkauf der Städtischen Gebäudewirtschaft im Köcher zu haben. Die 20 anderen Beratungsgesellschaften waren bis zu 70 Prozent günstiger und das gab dann den Ausschlag für KPMG.

Nein, hier ging es selbstverständlich nur um sachlich-fachliche Abwägungen und jeder Blick nach Süden, wo die Nummernkonten sind, wäre absolut fehlangebracht.

Lesen Sie die entsprechenden künftigen zaunerschen und meyerschen Kommentare der Braunschweiger Zeitung, den Journalisten-Experten in dieser Sache!