Ja der Titel paßt zu einer Veranstaltung mit evangelisch-klerikalem Hintergrund, zum Evangelischen Klosterforum (gestern).Von Professor Gerd Winter erfahren wir, dass Grenzwerte durch vielerlei, weltweit operierende Gremien diskutiert, erörtert und schließlich festgelegt werden. Keiner behält so recht den Überblick, weil ja u.a. auch täglich neue menschengemachte Stoffe in die Umwelt gelangen, es dürften mindestens schon an die Hundertausend sein. Welcher schadet dem Menschen, der Natur, welcher Einfluß ist hinnehmbar, welcher nicht? Auch bei Medikamenten legen diese ihre Bewährungsprobe erst in der Verschreibungspraxis ab. Man hofft, die neuen Stoffe werden schon irgendwie nicht nur dem Hersteller nützen, zumindest im ins Visier genommenen Einzelfall. Das kann man gerade noch feststellen. Was aber passiert mit den Abbauprodukten, den Wechselwirkungen zwischen den Ausgangsstoffen, denen der Abbauprodukte ? Wenn man annimmt, dass jeder Stoff in nur drei weitere zerfällt, hat man schon ein unüberprüfbares Sümmchen von nicht mehr überprüfbaren Wirkungen auf Natur und Menschheit. Beide halten aber viel aus (außer Regenwürmer im Mon810-Feld) und daher gibts immer wieder Neues freizusetzen. Immerhin gibt es in Deutschland Prüfbehörden neuer Gifte, deren Ergebnisse von anderen Behörden bewertet werden, Frau Künast sei Dank, und erst dann werden sie freigesetzt, wenn nichts Gravierendes dagegen spricht, noch nicht.
Im speziellen Fall erfährt man dann, dass es Stoffe gibt, die auch in kleinsten Mengen Menschen krank machen können, so wie Feinstaub. Deshalb lohnt es auch nicht, den Staub zu messen? Jedenfalls hat man bekanntlich die Feinstaubmessung in Braunschweig am Bohlweg aufgegeben, denn das Umweltbundesamt ist weit, in Dessau.
Pflanzenschutzmittel auf Lebensmitteln sollten nicht vorkommen. die Mittel sind aber auf ihre Sicherheit, durch das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit in Braunschweig, alle überprüft und es gibt einRisikomanagment (gemeinsam abgestimmt duch BVL, ZKI und U-A Dessau, so dass eigentlich nichts passieren kann, außer manchmal, wenn eine Biene den Honig versaut, indem sie von den falschn Blüten zuviel Gift aufnimmt oder irgendeine von den 30 Millionen Wechselwirkungen nicht recht bedacht wurde.
Dann gibt es noch eine Empfehlung für kindliche Handybenutzer: Laßt das sein! Bundesamt für Strahlenschutz, Salzgitter.
Und am Ende wissen alle Bescheid, welch hohen Wert alles Menschliche, aber auch die Natur an sich einnimmt in der Wertediskussion. Nächstes Mal ist Otto dran, da geht es dann nicht um Werte, sondern um PR für Braunschweig, und was sowas kostet zu Lasten zum Beispiel von Schulsanierung.