Archiv für Juni 2009

Genmais und Stiftung Braunschweiger Kulturbesitz

Juni 29, 2009

Hier geht es diesmal nicht um die Verschleuderung öffentlichen Eigentums,  die Beraubung der Bürger, die Gestattung  von Müllablagerung inmitten einer Großstadt, die Verstümmelung des Rathauses, sondern um Fragen, die Gegenstand eines großen Preisrätsls werden sollen. Hier schon einmal vorab einige der Rätselfragen.

- Welchen Zusammenhang gibt es zwischen Genmais (GM 810)
  und der Stiftung Braunschweiger Kulturbesitz (SBK)?

- Welche prominenten SBK – Mitglieder kennen die Antwort?

- Wer von ihnen profitiert von der Sache?

- Inwiefern? Bar oder eher ethisch?

- Welche GM-Firma wird durch die SBK begünstigt?

- Wurden Mitglieder der SBK durch andere Mitglieder ohne Wissen vor den
  Karren der Genindustrie gespannt?

- Gibt es einen Zusammenhang zwischen dem Vorgehen der Stadt gegen
 Genkritiker auf dem Gelände des Kühn-Insituts und Kontakten zu GM?

- Gibt es einen Preis, der an die BZ entrichtet werden mußte,  damit sie nicht
 darüber schreibt?

- Wollen die Braunschweiger, dass die SBK GM fördert?

Das sind die weichen Fragen, die härteren sind noch unbekannt.

Es ist kein Krieg in Afghanistan – der Beweis

Juni 27, 2009

Wer sich nicht auf die Ausführungen Dritter verlassen will, es sei kein Krieg in Afghanistan, wie auch die Braunschweiger Zeitung berichtete, indem sie den einen oder anderen Steinmeier zu Wort kommen ließ, der braucht einen handfesteren Beweis.

Hier ist er: In jedem anständigen Krieg haben – wie in den letzten Wochen von W II die jungen Rekruten – haben Soldaten eine Überlebenschance für die erste Einsatzwoche von 50%. Da können Sie jeden General fragen, der das damals mirgemacht hat und der jetzt noch lebt, denn jeder weiß: Generäle, die im Kriege sterben, haben ihren Beruf verfehlt. In Afghanistan hingegen sterben – und zwar erst nach Wochen und Monaten, eventuell sogar Jahren  - sage und schreibe nur 1 % (ein Prozent!) aller anwesenden deutschen Soldaten. Und jeder anständig gebliebene Deutsche wird angesichts dieser TATSACHE zugeben müssen, dass es sich in Afghanistan um alles Mögliche  handeln kann, aber keinesfalls um Krieg.

Dresden – früher Weltkulturerbe – der Hintergrund

Juni 26, 2009

Wie konnte es dazu kommen, dass die Dresdner Stadtverwaltung gegen den Willen, bei einer zweiten Umfrage bekundet, der Dresdner den Weltkulturerbestatus durch Brückenbau im Elbtal verspielt hat?

Fragen wir den für sein Hintergrundwissen bekannten  Alois K., der sein Handwerk noch zu Zeiten von F.J.S. gelernt hat.

Fragessteller: Was können Sie zu dem undemokratischen Vorgehen der Dresdner Stadtverwaltung sagen, das der Stadt auch wirtschaftlich sehr schadet?

Alois K.: I sog nix!

F: Aber es muß doch Gründe geben…..

Alois K: Jo freili.

F: Aber welche?

Alois K: I sog nix über Bestechung…

F: Also das steckt dahinter?

Alois K: Dös sogn Sie!

F: Aber sowas ist doch üblich, man munkelt sogar in Braunschweig…

Alois K: Des passt scho.

F: Also wieviel mußte der Investor, Bauherr, Bauunternehmer, Architekt etc. denn hinblättern, damit die Stadt…

Alois K: Net die Summen ist des. I sog nix, aber wannst die Summen erst zoahlst, wann die Brücken dosteht, dann kannst du des a durchziehn – aber du muest es nit. Hingegen wannst vorher zahlst, gleich anfangs, do hostn. Da will ein keiner ein Lump sein und zieht des durch, egal wos kimmt.

F: Also doch so, wie ich es kenne! Wir in Braunschweig zum Beispiel….

Alois K: Holt dei Goschen, i sog  jetzt nix mehr.

F: Vielen Dank für das Gespräch, Herr K.!

Stadt der Wissenschaft: Braunschweiger Zeitung entdeckt neue Tierart – Sensation für Mitteleuropa

Juni 25, 2009

Ohne großes Aufheben davon zu machen, berichtete die BZ über das Auffinden einer neuen Art in einem Schaufenster. Zunächst hielt man das Tier für einen Steinmarder, dann wurde es aus dem Schaufenster entfernt, ein wenig ernährt und als es nicht mehr schlief, wurde es wieder in die freie Wildbahn entlassen und lief davon – als Wiesel!

Dass die Wissenschaftsredakteure der Braunschweiger Zeitung scharf beobachten können, durfte man vermuten, dass diese zur Spontan-Metmorphose fähige Tierart so beiläufig (‘auch das noch…’) vorgestellt wird, bezeugt die tiefe Bescheidenheit, die sich der Wunder bewußt ist, die unser Schöpfer zu designen vermag. Sie stehen  in der BZ- Tradition,  durch Nichtssagen alles zum Ausdruck zu bringen – denken wir an das Schweigen der BZ über die  Skandale im en nahegelegegenen Nationalpark oder das vielsagende Schweigen zur vom Rat beschlossenen Waldvernichtung bei Braunschweig.

Was?- wer sagt da, von Natur hätten die Redakteure der BZ Null Ahnung und sie seienmsind etwa auf demselben geistigen Niveau wie Herr Sehrt, wenn er den Rathausabriß fordert? Sie seien fahrlässig und ahnungslos, wenn es um Werte an sich gehe, besonders solche der Natur? Nun aber bitte mal halblang!

Jedenfalls soll die neue Art martes metamorphosibilis Rauis ignorans brunswigiansis heißen. Zumindest der geplante Namen wir der Bedeutung der BZ – Entdeckung gerecht.

Gabriels starke Worte: Die Atomindustrie hat gelogen

Juni 20, 2009

Wer hat gelogen? Die ‘Atomindustrie’ eben, ein Gebilde ohne Menschen und Verantwortliche. Das ist bei Herrn Gabriel aber anders. Der hat nämlich immer noch nicht gesagt: Der Atommüll kommt raus. Sollte er Frau Schavan nicht blöde dastehen lassen wollen mit ihrem Satz: Herr Gabriel und ich sind der Auffassung, Asse II wird nach Bergrecht geschlossen. Da Gabriel systematisch nichts tut sondern nur schwatzt, wird es genau dazu auch kommen bzw. Asse II wird absaufen, egal nach welchem Recht.

Denn darum geht es diesem Mann nicht. Für die Umsetzung des Bundesnaturschutzgesetzes in Nationalparken fühlt er sich nicht zuständig und vor allem verantwortungslos. Als Bundesminister. Als Ministerpräsident von Niedersachsen wars aber bei Asse II und beim NP Harz auch schon so.

Damit erfüllt dieser Politiker alle Voraussetzungen, um demnächst für die SPD wieder in den Bundestag gewählt zu werden und seine Lieblingscharakterzüge voll zur Geltung zu bringen.

Altersweisheit findet neues Opfer

Juni 20, 2009

Dass Oberbürgermeister Hoffmann auf das hören würde, was ‘die  Öffentlichkeit’ so meint – damit hätte nun wirklich niemand mehr gerechnet.

Oder war sein Fernbleiben vom Städtetag, wo das Pendel in Richtung Rekommunalisierung ausschlägt, sein Signal: Ich will nicht  als Vorreiter gegen Privatisierung öffentlichen Eigentums auftreten, nachdem ich schon Vorreiter in Sachen Privatisierung war, was jetzt alle für Blödsinn halten  (ich auch) außer ein paar CDU Ratswichteln – und wenn ich jetzt für Rekommunalisierung bin, würde ich allen Vernünftigen wieder als Vorreiter die Butter vom Brot nehmen? Spekulation!

Tatsache ist, Herr Hoffmann schaut ab jetzt dem Volk aufs Maul, da kann die SPD viel von lernen. Wie man hört, sollen die Promis, die nun keine VIP-Logen bekommen, aber trotzdem nicht leer ausgehen. Zu Beginn jeden Spieles gibt es für diese bedeutenden Braunschweiger, die zugleich Eintracht-Fans sind wie hicks Glogo am Eingang des Stadionteils, wo eigentlich die VIP-Logen hinsollten, für jeden eine Vuvuzela, bezahlt  aus dem Braunschweiger Kulturetat, überreicht von Otto IV, was seine Bedeutung erneut unterstreicht, aber auch die der Braunschweiger Promis. 

Aus der SPD-Rats-Fraktion dazu: Wir unterstützen die Sache mit den Vuvuzelen, schließlich können wir auf diese Weise doch mitregieren. Aber es sollten auch rote dabei sein!! Da schimmert bei dieser Volkspartei wieder mal der Sozi durch.

Afghanistan und Südamerika

Juni 18, 2009

Am Dienstag der Vortrag von Orhan Sat – organisiert vom Friedenszentrum Braunschweig e.V und vom Braunschweiger Friedensbündnis gleichermaßen – über den Versuch, dem Krieg unmittelbar nach seinen Zerstörugen durch integrierten Einsatz von NGOs und Hilfsorganisationen ein wenig von seinem Schrecken zu nehmen. Das werde  jedoch weder dazu führen, dass die Clanstrukturen sich ändern, noch verhindern, dass die Radikalislamisierung, die den verschiedenen Einwirkungen von außen zu verdanken sei, jetzt durch die Taliban vollendet werde. Idealer Weise würden sich Clanchefs und Taliban zusammensetzen und in einer Art Parlament alles zum besseren wenden – woran aber niemand glaubt, auch Herr Sat nicht. Das Elend geht weiter. Die Schließung aller Mädchenschulen in deutsch-Afghanistan ist nur ein Menetekel. Weniger schlimm (kaum für die Mädchen) allerdings werde es sein, wenn alle fremden Truppen abgezogen würden.

Über Südamerika – wenn nicht noch kundiger – trug Heinz Dieterich am Mittwoch im Gewerkschaftshaus vor. Die unglaublichen Unterschiede zwischem Ärmst und Reichst seien durch den Einsatz verbesserter Datentechnik und die Erfassung tatsächlicher  Bedürfnisse aller jetzt besser ausgleichbar, was die gescheiterte Planwirtschaft aufgrund des Fehlens von PCs nicht hätte schaffen können. Ansonsten aber sei es so, dass am Amazonas Urwald abgehackt werde, damit Zuckerrohr für Biogas angebaut werden könne, Weltklima hin oder her.  Was die politische Entwicklung angehe, so seien die Chavez und Lulas auf dem Rückzug, denn die Wahlprognosen vieler Länder Südamerikas ließen einen erheblichen Rechtsruck erwarten – vermutlich deshalb, weil die verzweifelt Armen zu viel Hoffnung in linke Versprechungen gesetzt haben. Ansonsten gibt es viel Mord und Totschlag, Krieg, etwa in Kolumbien, wo die Militärs ihr Drogengeld in Palmölplantagen anlegen und dafür Pacifik-Urwälder und ihre Bewohner vernichten. Und auch sonst gehe die Selbst-Bereicherung der Mächtigen munter weiter. Was auch ohne rechte Verschwörung funktioniere, nur durch Habgier, Skrupellosigkeit und kriminelles Denken motiviert. Aber in Mexico-City zu leben sei trotzdem angenehmer, weil sich das Risiko eines Überfalls auf so viele Menschen verteile und die netter seien als Menschen in Europa.

Man kann nur jedem raten, selbst in solche Vorträge zu gehen, damit man nicht auf solch einseitige Zusammenfassungen wie diese angewiesen ist.

Schüler wollen mehr Bildung – absurd

Juni 18, 2009

Verstehen diese jungen Menschen nicht, ihre Eltern und all jene, die sich für mehr und bessere Bildung, bessere Kleinkindbetreuung, bessere Schul- und Hochschulbildung, Verkleinerung der Lerngruppen auf allen Ebenen, ausreichende Zeit zur Vorbereitung auf das Abitur, mehr IGSsen etc. pp. einsetzen, ja auf die Straßen gehen, bundesweit, Volksbegehren starten und auch sonst allerlei Unruhe stiften, dass es die höchste Aufgabe der Regierenden in Stadt, Land und Republik ist, Milliarden und nochmal Milliarden für die Spekulanten in Banken und Unternehmen, ihre Abfindungen und persönlichen Profite möglichst schnell und unverzüglich auszugeben, damit sie so weitermachen können wie bisher? Machen sich denn all die Menschen, die jetzt für mehr Bildung demonstrieren, nicht klar, was es bedeutet, wenn ein Banken- oder Wirtschaftsführer erkennt, wie kriminell er gegen das Allgemeinwohl verstoßen hat, was so jemand psychisch durchmacht? Sollen wir wirklich diese Menschen in ihrer Not allein lassen? 

Nein und nochmal NEIN. Deshalb müssen wir bei der nächsten Wahl alle wieder CDU und SPD wählen oder überhaupt all jene, auch in den Kommunen, die sich gegen bessere Bildung durch praktisches Handeln hervorgetan haben. Damit wir und unsere Kinder blöd bleiben. Andernfalls ist dieses Ziel nicht zu erreichen!

Aus dem Gericht

Juni 17, 2009

Ist das noch objektiv?  Der Zeuge liegt am Boden. Der Richter sitzt mehrfach auf  ihm. Wie zuschlagen? Kann ein bürgerlicher Richter sich überhaupt in eine Person des Hochadels hineinversetzen, die auf einem Zeugen sitzt? Das muß bezweifelt werden. Noch ein Kritikpunkt, diesmal aus der Sicht des Opfers. Wiegt blaues Blut nicht schwerer? Ist es nicht ein Unterschied, ob ein Zeuge glaubt, ein Kaiser, wenn die Zeitläufe anders gewesen wären, sitze auf ihm? Kann er dann noch die Sachverhalte so schildern, wie sie waren? Muß er nicht ständig daran denken, dass ein falsches Wort von ihm dazu führen könnte, dass Queen Elizabeth II ein Teegedeck mehr auflegen müßte, damit Ernst August wieder was zu trinken bekommt und  andernfalls nicht?

In der Haut dieses mit historischer Verantwortung überfrachteten Zeugen möchte man jedenfalls nicht stecken. Aber in der des Richters ebenfalls nicht. Wie soll er ins bürgerliche Leben zurückfinden, wenn er doch gerade eben noch die Rolle eines potentiellen deutschen Kaisers, wenn auch sitzend, sich anmaßte? Fragen, auf die wir uns durch die Berichterstattung der Braunschweiger Zeitung Antworten erhoffen!

Asse II und kein Ende – der Dreck bleibt drin

Juni 16, 2009

Hier sei eine kleine Prognose erlaubt. Atommüll und verstrahlte Affen bleiben so lange im Schacht, bis dieser abgesoffen ist und das Tiefengrundwasser verseucht wird. Denn alles, was jetzt geschieht, dient nicht der baldigen Rückholung sondern dem Ziel, nichts ans Tageslicht zu bringen.

Wen interessiert denn schon, wer mehr Schuld am kommenden Desaster hat? Für heute und morgen sind Menschen durch den Asse-Abfall ja nicht gefährdet. Also bleibt alles wie es ist, egal wie und von wem das Verbrechen an der Umwelt bereits geplant, umgesetzt und vollzogen wurde. Die Folgen wären nur zu minimieren, wenn jetzt, sofort,  rausgeholt würde, zwischen- und schließlich jedenfalls sicherer endgelagert würde. Aber daran scheint niemand wirklich ein Interesse zu haben, egal was Jürgen Kreusch meint.  Und außerdem: Wenn die Wahl erstmal vorbei ist, kräht kein Hahn mehr nach dem unsichtbaren Dreck. Und die kommenden Generationen, die auf das Wasser angewiesen sein werden, verfluchen uns mangels Gegenwartspräsenz ebenfalls nicht