Archiv für August 2009

Kundgebung und Verteilung vor dem Dom behindert – Verteilung der kritischen Zeitung ‘Unser Braunschweig’ durch Polizei behindert

August 31, 2009

Während die Mitarbeiter des Staatstheaters, die für den Abschluß eines Tarifvertrages streiken, dieses Anliegen  unbehelligt bekannt machen durften, wurde die Verteilung von ‘Unser Braunschweig’ – die Zeitung die darüber berichtet, was die BZ verschweigt – massiv durch die Polizei behindert. Verantwortlich hierfür wahrscheinlich der Polizeibeamte Keune.

Während also im Dom die Braunschweiger Zeitung gelobhudelt wurde, fand außerhalb desselben, aber trotzdem, sozuagen unter den Augen des höchsten Repräsentanten der deutschen Demokratie, eine massive Beschneidung demokratischer Rechte statt – hier des Kundgebungsrechts. Man hatte den Eindruck, dass einzelnen Polizeibeamten das bewußt war und sie sich nicht besonders wohl fühlten.

Im Dom sagt Herr Raue dann: ‘Wir nennen uns Bürgerzeitung, weil uns die Bürger davonlaufen’. Wie er dann weiter auführt: Das passiert, wenn wir deren Bedürfnisse nicht befriedigen.

Seine Konsquenz, vermutlich: Er besorgt sich blitzschnell die Zeitung ’Unser  Braunschweig’ – dann kennt er die Bedürfnisse und kann sie befriedigen, vielleicht braucht er allerdings dann Herrn Meyer nicht mehr. Herrn Rosenbaum um so mehr – sein Bild unter newsclick.de, weiter bei Journalistenpreis, Bildergalerie, Bild 2.

Wer noch an der Qualität des Lokalteis der BZ zweifelt……

August 31, 2009

… der sollte sich heute die Frontseite der Braunschweiger Zeitung ansehen. Denn was wäre wichtiger, worauf sollte stärker hingewiesen werden als auf eine Ausstellung über die Vielfalt der Kartoffel, einen Dorfmarkt oder – durch eine Hauptüberschrift – zu einer Tatort-Drehbuch-Werkstatt?

Für den Chefredakteur Raue und seinen Helfer Meyer in der Lokalredaktion ist klar: Keinesfalls  sollte natürlich auf den  bundesweit beachtete Anti-Atomtrek in Braunschweigvor ECE hingewiesen werden. Aber immerhin im Lokalteil dann, klein, klein… Sie wissen, was man tun muß, um Preise einzuheimsen.

Anti-Atomtreck und geschichtsphilosophische Erkenntnisse

August 30, 2009

Schweinekapitalisten, 30.8.2009

Mit dem Anti-Atomtreck wurde heute in Braunschweig protestiert (s.unser-braunschweig.de, bibs-forum), gegen den Irrsinn der ‘friedlichen’ atomaren Nutzung, gegen Täuschung und Verharmlosung über die Folgen durch Politik und Wissenschaft (u.a. Helmholtz-Institut), gegen die Lügen von der Sicherheit dieser Technik, konkret gegen das vollzogene Umweltverbrechen in Asse II und Morsleben, die geplanten Untaten in Gorleben und anderswo, gegen die skrupellose Selbst-Bereicherung der Energiekonzerne auf Kosten der Allgemeinheit und – das sollte man nie vergessen – gegen die Verseuchung des Tiefengrundwassers, das hier zwar im Augenblick niemand unbedingt braucht – in Afrika lebt aber u.a. der gesamte nördliche Kontinent davon.

Selbstverständlich, ganz in der Tradition seines bisherigen Wirkens, tut auch Umweltminister Gabriel nichts gegen die bevorstehende Umweltverseuchung durch die Asse II, sondern schwatzt darüber, wer wohl Schuld an dem Umweltverbrechen war anstatt die  Herausholung und zumindest sicherere Unterbringung des tötlichsten aller Gifte, Plutonium, und all der anderen Gifte einzuleiten. Weil ausreichend viele Wähler in diesem Vertuschungprocedere hohe politische Kunst erkennen werden, dürfte Gabriel wieder viele Stimmen bekommen und in den nächsten Bundestag einrücken.

Konnte der Anti-Atomtreck darüber hinaus Erkenntnisse vermitteln, etwa geschichtsphilosophische? Doch, das konnte er. Abgesehen davon, dass ECE, wirre Eigenbezeichnung ‘Schlossarkaden’ , für kurze Zeit unerwartet eine sehr nützliche Aufgabe übernommen hatte, nämlich seine Fassade zum Aufhängen eines großen Robin-Wood-Tranparents zur Verfügung zu stellen, auf dem die Ziele des Anti-Atomtrecks für alle sichtbar wurden, zogen die Veranstalter darüber hinaus eine augenfällige Verbindung zwischen Schweinekapitalismus, dargestellt durch Schweine in Nadelstreifen, die durch Strahlenmüll stiefelten und Pferdefeudalismus her, der durch Herrn Boreks Wirken in Form eines Fürstenaufroßdenkmals im Hintergrund Realisierung gefunden hatte. Während Schweinekapitalismus sich bekanntlich über Gebühren finanziert und durch skrupellose Politiker ermöglicht wird, die den Privatisierungsprofiteuren diese Form der Ausbeutung etwa durch Überlassung öffentlichen, bürgerlichen  Eigentums oder durch Ausverkauf des Rechts auf gesunde Umwelt ermöglichen, war es im Feudalismus anders. Feudalisten, wie der Reiter im Hintergrund (..aber auch schon Otto IV, wie die Ausstellung durch beredtes Schweigen zeigt….),  konnten völlig ohne skrupellose Politiker jeden ausbeuten, den sie wollten, denn sie hatten ihr Mandat dafür direkt vom Lieben Gott. Deshalb lebte der allergrößte Teil der Bevölkerung in elenden Hinterhöfen, wie wir sie heute nur noch aus dem auslandsjournal kennen. Weil gerade in Braunschweig die Refeudalisierungs- und Ausverkaufsmentalität – besonders durch OB Hoffmann und die Ratsmitglieder von CDU und FDP – täglich neu ihren Ausdruck finden (..reißt den Bürgern ihr Rathaus ab!…verkauft alle Schulen an Private….), gewinnen wir gerade durch den Anti-Atomtreck die  geschichtsphilosophische Erkenntnis: Es hat sich nichts verändert, außer dass früher die Polizei sich nicht so professionell zurückgehalten hätte. Besonders zu danken braucht man ihr aber nicht, denn die zahlreich anwesenden Beamten wissen: Auch ich und meine Familie und meine Kindeskinder sind durch die so plastisch dargestellten Schweinekapitalisten in Fürstentradition bedroht.

Übrigens: Jetzt gleich, am Montag kurz nach 11, soll sogar  Bundespräsident Köhler  an den Trog bzw. hinters Licht bzw. hinter die Fassade geführt werden. Ob er mitgeht? Sein Büro weiß Bescheid.

 

 

Bundespräsident Köhler soll in Braunschweig zum Idioten gemacht werden?

August 28, 2009

Aber wie? Nachdem die Lokalredaktion der Braunschweiger Zeitung am kommenden Montag für ihre in vielen Bereichen OB Hoffmann und der Rats-CDU gegenüber oft absolut vertuschende, oft falsche,  unfähige wirkende,  Wesentliches verschweigende,  unkritische  Berichterstattung (u.a. zur Privatisierung städtischen Eigentums, städtische Wald- und Parkvernichtung) den Lohn im Dom  am Montag um 11 Uhr - alle hingehen und die Zeitung Unser Braunschweig an die Besucher verteilen! - durch die CDU-Konrad-Adenauer-Stiftung überreicht bekommen haben wird, soll – wie Ralph-Herbert Meyer heute schreibt – der Idiotisierung der Braunschweiger Bevölkerung durch Instrumentalisierung des Bundespräsidenten die Krone aufgesetzt werden, indem ‘die Stadt’ Herrn Köhler   ‘im SCHLOSS’  einen Empfang gibt.

Nun ist Herr Köhler durchaus ein kluger Mann und er wird, wie schon fünfjährige Kindergartenkinder beim Besuch des ECE-Einkaufszentrums bemerken, dass der ‘Empfang’ eben nicht in einem Schloss stattfindet sondern in den von ECE angemieteten Nebenräumen eines Otto-Kaufhauses. Wenn er aber erstmal hinter der ECE-Fassade verschwunden ist, wird ihm und der Würde seines Amtes diese Erkenntnis nichts nützen, weil die Rats-CDU mit Oberbürgermeister Hoffmann an der Spitze dann nur noch vom Besuch des Bundespräsidenten im ‘Schloss’ sprechen wird. Beide, der mitgeehrte , hauptverantwortliche lokale Chefredakteur Meyer und Herr Raue selbst und die Rats-CDU mit ihrer wahnhaften Wahrnehmung des ECE als ‘Schloss’ werden es dann geschafft haben, den Bundespräsidenten zum nützlichen Idioten, zum Bezeuger ihrer eigenen Wahnvorstellungen (Hoffmann: ‘Ich sehe kein Kaufhaus sondern ein Schloss’) zu machen.

Man kann dem Bundespräsidenten und den für das Veranstaltungsprogramm Verantwortlichen im Bundespräsidentenamt nur raten, die Würde des Präsidenten-Amtes zu wahren und den Wahncircus, der in Braunschweig grassiert, nicht mitzumachen.

Doitsche Sprak

August 26, 2009

In den heutigen ‘Nachdenkseiten`  wird der  fragwürdigen Ackermanneinladung  der Bundeskanzlerin gedacht. Kaum ist das geschehen, gebärt sie sich auch schon irgendwas. Bemerkenswert.

Neues Expertenhearing im Braunschweiger Rathaus

August 26, 2009

Um dem bestehenden besonderen Ruf der Stadt  Braunschweig weiterhin gerecht zu werden, genüge es nicht, rein ökomäßig 90 Hektar Wald zu beseitigen, einen innerstäditischen Park zu vernichten, den innerstädtischen Handel zu schädigen und in Rathausnähe einen Müllberg entstehen zu lassen, die Bürger durch Privatisierung ihres Eigentums und ihrer Rechte zu berauben, wie bei den Stadtwerken oder dem Abwassersystem oder bei der städtischen Wohnbaugesellschaft oder auch dem Abriß des Rathauses. Vielmehr müsse nunmehr ein Donnerschlag erfolgen, so hieß es aus dem Grünen Kabinett, der Braunschweigs Vorsprung, vor allem vor Schilda, deutlichst unterstreicht

Wie gewöhnlich, obwohl von ihm die Anregung für das Projekt stammen soll, hielt sich der OB persönlich bedeckt, obwohl Lieschen Müller, mit dem er kürzlich im ECE einkaufen war, auch zum Abriß des Domes gesagt haben soll: Und wann geht ihr da ran?

Gert Hoffmann: Ich bin nicht sicher, was die richtigen Antworten sind…

Stadtbaurat Zwafelink: Für mich ist der Dom immer ein autistisches Gebäude gewesen. Ich weiß wovon ich rede (zeigt auf ein Beule)

Hoffmann: Lssen wir doch Lieschen Müller, äh, die Experten zu Wort kommen…

Zwafelink: Dann kann ich mich ja zurückziehen…

Stefan Gieseler, Architekt in Braunschweig: Der räumliche Kontext….(allgemeines Raunen: so spricht nur ein wirklicher Experte….wie er den Kontext im Sprachfluß plaziert….Adjektiv, Substantiv, in schneller Folge….hohe Sprachkunst….)

Hoffmann besonnen: Ich bitte Sie, meine Herren, etwas mehr Disziplin,  Herr Gieseler ist ja gar nicht zu verstehen. Akklamieren Sie doch nichtsprachlich, etwa durch Heben eines Arms…

Zwafelink unsicher: Des rechten…?

Professor Dr. Ackers: Das würde mir die Sichtachse versperren….

Gieseler, der Architekt, redet weiter: Wie ich schon sagte, der räumliche Kontext des Doms, insbesondere seine Blick- und Wegbeziehungen….

Ackers: Sehr gut, sehr beziehungsreich, Blickachse…, der Mann weiß, wovon er spricht….

Holger Herlitschke, Architekt, Fraktionschef der Grünen: Die dezentrale Anmietung von Domraum ist mir nicht ausreichend durchkalkuliert…

Gieseler: Seit Bau des Domes haben sich, wie ich bereits erwähnte, meine Beziehungen geändert…

Ackers: Zweifellos steht die Rehabilitierung vernachlässigter Beziehungen….

Gieseler:……grundlegend gändert….

Mathias Müller, Architekt in Heilbronn: Sehr richtig, Herr Kollege! Als Heinrich der Löwe auf seinem Roß seine Wegbeziehung offenlegte und behauptete, der Löwe würde dieser Beziehung entstammen…

Gieseler: Die Gewerbeeinheit im Sockel…..

Hoffmann: Aber bitte, das hatten wir doch schon beim Rathausabriß…..

Gieseler: Jedenfalls isr die Steigerung der der Qualität der Stadt und die durch den Domabriß gewährleistete Qualität auch der neu gewonnenen Räume ein Sockel auch für Gewerbeeinheiten….

Hoffmann: Zur Sache bitte..

Gieseler: Wir (zeigt dabei auf sich) plädieren für einen zukunftsorientierten Städtebau. Im Mittelpunkt steht die Schaffung erlebbarer Raumgefüge in menschlichem Maßstab…

Lieschen Müller: Das ist aber nett, dass Sie mich auch erwähnen…

Gieseler: Der Dom, dieser  ursprüngliche Ausdruck menschenabgewandter Ideologien, kann nur durch seinen Abriß zur Entwicklung zu einer neuen Urbanität beitragen, die imstande ist, dem vielschichtigen Wettbewerb der Städte selbstbewußt gegenüber zu treten!

Müller: Sehr richtig……dieses doppeltürmige aufgeblähte Obergeschoß macht doch die fehlende Einbindung in die Umgebung nur zu deutlich….

Rainer Ottinger, Achitekt: Heinrichs Dombau ist in seinen Qualitäten wegen der optischen Verwahrlosung nicht sofort zu erkennen, das muß sorgfältig und seriös diskutiert werden…Hier ist eine überregionale…..Entscheidung nötig, gebt Heinrich eine Chance…

Müller: Dem Dom fehlt die Einbindung in das Quartier und die umliegenden Gebäude wirken eher zu klein….

Hoffmann und Lieschen Müller, wie aus einem Munde: Eine bemerkenswert scharfsinnige Beobachtung!

Müller: Fußläufigkeit des Domes läßt sich nur durch konsequnente Sanierung….äh Abriß…

Hans-Joachim Luer, Architekt: Äußerst komplexe Zusammenhänge rechtfertigen einen langen Entscheidungsweg.

Ackers: Ich sage nur ein Wort…..

Lieschen Müller: Sichtachse???

Ackers: Nein, diesmal heißt das Zauberwort ‘Qualitätssicherung’

Hoffmann: Na Duin, haben sie alles mitgekriegt? Schreiben Sie, dass die Experten den Dom auch weghaben wollen. Das wird mein Abschiedsgeschenk an die Braunschweiger….

Presseabteilung dementiert: Braunschweig ist nicht Schilda

August 26, 2009

Denn in Schilda habe man ein Rathaus ohne Fenster gebaut und man habe das Licht in Eimern hineintragen müssen. In Braunschweig dagegen habe man bereits ein funktionierendes Rathaus und zwar mit Fenstern  – weshalb man es abreiße. Das sei noch wesentlich intelligenter, als in ein Rathaus Licht hineintragen zu wollen. Daran würde man erkennen, wo die Intelligenz zu Hause sei.

Schweinegrippe und ihre schlimmen Folgen

August 21, 2009

Wer bisher geglaubt hatte, die Schweinegrippe sei nur der körperlichen Gesundheit abträglich, sieht sich nach dem Bericht in der Braunschweiger Zeitung über die ‘Anhörung zum Rathausneubau’ eines Schlimmeren belehrt. Offensichtlich ist – wie schon bekannt -  der Aufenthalt in Menschenansammlungen nicht nur für die körperliche Gesundheit allgemein abträglich, sondern – wie sich jetzt herausstellt – auch für die geistige gefährlich, besonders wenn Oberbürgermeister Hoffmann dabei ist.

Kürzlich, so gibt er bei der Anhörung zu,  war er nämlich im ECE. In Begleitung von ‘auswärtigen Gästen’. Nun wissen wir seit langem, dass der OB, wenn er von a  u ß e n auf das Kaufhaus schaut, vermutlich wegen der vorgehängten Fassade, kein Kaufhaus sondern ein Schloß sieht. Das kann aber mit der Schweinegrippe nichts zu tun haben, weil es die damals noch nicht gab. Auch im Landeskrankenhaus Königslutter konnte keine nähere Erklärung für diese Wahnvorstellung abgegeben werden, weil Herr Hoffmann dort nicht in Behandlung war.

Nun scheint sich aber auch das Innere von ECE auf die psychische Gesundheit von Besuchern, wenn sie mit Herrn Hoffmann im Kaufhaus unterwegs waren, sich auf tragische Weise auszuwirken. Als unabhängiger Zeuge berichtete unser OB persönlich (obwohl er eigentlich nur moderierte) von einem Besuch ‘im Schloß’, aus (!) dem er mit ‘auswärtigen Gästen’ gekommen sei. Offensichtlich wollte er damit nicht nur mitteilen, dass er ECE nun auch von innen als Schloß wahrnimmt (also andeuten, dass sich sein geistiger Zustand keinesweg gebessert habe?), sondern dass dieser Wahn auch auf auswärtige Gäste übergesprungen sei. (Insofern kann man Herrn Bundespräsident Köhler eigentlich nicht zu einem Besuch Braunschweigs raten, es aber zumindest sicherer wäre, wenn er den Kontakt mit dem OB  vermiede. Falls er aber doch kommen sollte, wäre es unbedingt erforderlich, nicht ins ECE zugehen. Denn es wäre schrecklich, wenn jemand in seiner Position ebenfalls Visionen bekäme oder andere Wahnzustände).

Es ist aber nicht ausgemacht, ob wirklich das Schweinegrippevirus oder nicht doch der Kontakt mit Herrn Hoffmann für die geistige Gesundheit gefährlich sein könnte. Dafür wieder spricht die von ihm kolportierte  spontane Äußerung s e i n e r Gäste zum Rathausneubau und ihrer Identifizierung  mit den Abrißplänen. Zumindest vorübergehend scheinen sie dem Wahnsinn anheimgefallen zu sein.

Für das Schweinevirus als Übeltäter und gegen die Ansteckungsgefahr durch den Oberbürgermeister spricht die Tatsache, dass sämtliche fachkundigen Teilnehmer der Anhörung zum Rathausneubau, außer dem Stadtbaurat, der jedoch öfter mit dem OB Kontakt hat, keinesweg für den Abriß des Gebäudes waren – trotz des direkten Kontaktes mit dem OB!

Sichheitshalber  sollten sich die erkrankten  ’auswärtigen Gäste’  zur Verhütung von Schlimmerem ärztlich betreuen lassen. Insofern müßten unverzüglich  zumindest die Gesundheitsbehörden informiert werden. Hier könnte der Ob einmal verantwortlich handeln.

Nationalpark

August 19, 2009

Vom Kriege – Land- und Seekrieg aus Braunschweiger Sicht

August 18, 2009

Erst gestern konnten wir Zeuge eines hübschen Details der Landkriegsführung werden, wenn wir uns die Seite 8 der Braunschweiger Zeitung anschauen. Mit welch liebevoller Akribie wird der Bajonettstich, die geschickte Handhabung des Instruments im fruchtbarsten Moment – also gleich wird der spitze Stahl ins Gedärm des am Boden liegenden Soldaten vordringen – vorgeführt. Hier ist kein Stümper am Werk, der sein Handwerk nicht verstanden hat!

Allerdings ist die Veröffentlichung dieses Fotos, das an die soldatische Tradtion auch unserer Kommune beziehungsreich erinnert – hatten wir nicht das Glück, über Längeres einer Nachkomminnen eben jenes Soldatenkönigs bis in jüngste Zeit hinein huldigen zu dürfen, dessen Soldat  kurz vor dem Abgeschlachtetwerden steht? – nicht ganz ohne Kritik hinzunehmen. Fehlen doch vollständig die zu erhoffenden Schmerzensschreie, das fröhliche Sprudeln des Lebenssaftes etc. – ein Vorwurf, der die Redakteure unseres Heimatblattes aber nicht wirklich trifft. Man  muß man zugestehen: So  ist es nun mal, wenn man nur den fruchtbaren Moment und nicht das Danach bildlich darzustellen vermag.

Uneingeschränktes Lob hingegen verdient die in gewissem Sinne auch künstlerisch – kriegerische Tat der Delegation aus Braunschweiger Honoratioren bei der Einweihung der Korvette Braunschweig. Ist es ihr doch offensichtlich im Rahmen einer geheimen Seekriegsoperation erfolgreich gelungen, in das Getriebe des stolzen Schiffes soviel Sand zu schütten, dass es (und damit Braunschweig) jetzt immer wieder in der Presse Erwähnung finden kann, weil der Sand seine Wirkung nicht verfehlt hat. Da in einigen Jahren eine Wiederindienststellung ansteht, freuen sich CDU, FDP, SPD und einige Abgeordneten der Grünen in Braunschweig bereits darauf, auch bei dieser Feier dabei sein zu dürfen. Besonders aber der Oberbürgermeister, der hofft,  auch die somalische Delegation begrüßen zu können, die aus diesem Anlaß in dankbarerer Erinnerung an Braunschweiger Wirken vermutlich ein Säckchen Wüstensand überreichen wird.