Archiv für Oktober 2009

Gen- Leinsaat oder der eigentliche Zweck der Lebensmittel-Verseuchung

Oktober 31, 2009

Recht kundig berichtet heute Herr Andreas Schweiger in der Braunschweiger Zeitung über genveränderte Lebensmittel in der Region. Was er eigentlich noch sagen will: Gentechnisch veränderte Pflanzen, etwa solche von Monsanto, widerstehen Radikalherbiziden wie Roundup von Monsanto, während alle anderen Kräutlein samt Beifauna drauf gehen. Allerdings entwickeln diese Kräutlein Resistenzen, die dann wieder mit anderen Radikalherbiziden, etwa von Monsanto,  bekämpft werden müssen.

Mittlerweile ist aber das eigentliche Ziel der grünen Gentechniker dann schon erreicht. Durch Pollenflug tragen auch ursprünglich  genunverseuchte Lebensmittelpflanzen die Gene der genveränderten Pflanzen. Auf all diese Pflanzen hat die genmanipulierende Firma, das könnte Monsanto sein, ein patentgeschütztes Monopol und kann so doppelt kassieren: für ihr Herbizid und für das Lebensmittel selbst, egal ob das Saatgut bei ihr gekauft ist oder nicht.

An dieser Stelle kann man von Weltmonopol auf Grundnahrungsmittel sprechen. Deutsche Gerichte verurteilen den Widerstand gegen ein solches Weltmonopol mit dem Argument, die Verseuchung sei bereits erfolgt und deshalb sei zum Beispiel Feldbesetzung gegen genveränderte Pflanzen strafbares Handeln.

Und deshalb ist die Möglichkeit, Lebendiges zu patentieren, der eigentliche  Irrsinn, dem sich Deutschland nicht widersetzt. Die Helfershelfer gegen sich regenden Widerstand, sitzen auch in Braunschweig.

Auch als Chef einer Behörde, erst recht als Abgeordneter ist man – egal auf welcher Ebene – natürlich auch nicht unabhängig oder kann Geld schon ganz gut gebrauchen

China – China – China und die Langnasen aus Braunschweig

Oktober 31, 2009

Was hat die Braunschweiger Delegation aus Zhuhai mitgebracht?

Natürlich in erster Linie die Überzeugung, dass der Wald in Waggum jetzt schon mal abgeholzt werden muß, weil man in China von Forschungsflughafen sprach. Was sollen die Chinesen von uns denken, wenn eines Tages ihr Kleinflugzeug für 100 Passagiere oder nach 2016 ihr Mittelstreckenflugzeug hier einmal landen sollte, und die Landebahn wäre dann nicht um einen Kilometer zu lang? Daher muß am 1.12. abgehackt werden.

Was macht aber die DLR auf und mit der neuen Landebahn? Natürlich Forschung:  Auftragsmessungen aus Zuhai für Windkanäle. An dieses Argument fürs Waldabhacken hatte selbst Herr Dietmar Smyrnek, der DLR-Standortleiter bis zu dem Besuch bei Hongkong noch nicht gedacht.

Trotzdem sind bei der künftigen Forschung Schwierigkeiten zu erwarten, weil auf der Landebahn schon die Computer stehen, mittels derer die DLR Flugsimulationen durchführt.

Es ist sicher nur ein Gerücht, dass die Chinesen es nicht verstehen würden, wenn für eine überflüssige Landebahnverlängerung hier viel Wald abgehackt wird, weil doch in China selbst  große Wiederaufforstungprogamme laufen. So was würden sie schon aus Höflichkeitsgründen nicht erwähnen. Aber wer kann sicher sagen, dass sie nicht am Verstand der Braunschweiger und Wolfsburger Langnasen zweifeln und ihre Aufträge daraufhin lieber dorthin vergeben, wo sie solche Bedenken nicht haben?

Wie werde ich Millionär?

Oktober 30, 2009

Diese Frage hat sicher schon so manchen bewegt. Hier nun die Antwort:

1. Suchen Sie sich in einer Behörde, Firma oder – am besten – in einer Stadtverwaltung – jemanden mit Einfluß.

2. Schlagen Sie ihm etwas vor, was sowieso klar ist und worüber jeder Bescheid weiß, jedenfalls jeder Sachbearbeiter. Auch ist es schön, wenn andere schon alles z.B. per Gutachten geklärt haben.

3. Handeln Sie ein Stundenhonorar aus, das deutlich um oder über 1060 Euro liegt.

4. Überlegen Sie, wieviel Euro Sie bei diesem Auftrag einnehmen bzw. verdienen wollen.
Nehmen wir an, es sollen für diesen Auftrag 700000 Euro sein. Dann müssen Sie, sagen wir, der Stadtverwaltung Braunschschweig, 660 Stunden zu  1060 pro Stunde in Rechnung stellen.

5. Selbstverständlich müssen Sie auch begründen, für welche Leistung Sie 660 Stunden in Rechnung stellen.

Beispiele: Auftaktveranstaltung, Vorbereitung Projektmanagement, immer wieder mal eine Telefonkonferenz, Zeitplan fortführen, Workshopteilnahme, Haushaltseffekte bedenken, interne Beraterabstimmung (aber bitte öfter), Neukalkulation, Betriebskosten, Anreizmechanismen, Beschlußvorlage etc. pp.

Wer in dieser Richtung noch den einen oder anderen Hinweis braucht (Sie haben doch nicht etwa den Punkt ‘Überarbeitung’ vergessen???), sollte sich bei Stadtrat Lehman kundig machen, der solch Rechnungen kennt und im Namen aller Bürger bezahlt.

6. Damit – außer Herrn Lehmann oder Herrn Hoffmann zum Beispiel – niemand versteht, worum es eigentlich geht, sollten Sie sehr viel Papier,  beschriften, auch mit Kopien vorhandener Unterlagen, etwa 33 Tausend Seiten sollten es schon sein,es dürfen auch leere Seiten dabei sein, und damit Sie nicht als Papieverschwender gelten, packen sie alles auf eine CD.

Die 33000 Seiten sind eine reine Vorsichtsmaßnahme davor, dass irgendjemand sie lesen könnte.

7. Auf der Rechnung sollten Sie die oben genannten Bemühungen aber nicht alle auf einen Tag legen, sondern ein bißchen verteilen. So können Sie die 660 Stunden stückeln in Blöcke von 58, 75, 131, 181 (das ist aber schon recht viel für einen Tag!) 88 etc.

8. Vergessen Sie bitte nicht, ihr Konto anzugeben, sonst weiß Herr Lehmann nicht, wohin er das Geld der Braunschweiger Bürger überweisen soll.

9. Denken Sie daran: Wenn Sie Millionär werden wollen, müssen Sie Herrn Lehmann oder am besten Herrn Hoffmann, natürlich mehrere Rechnungen für mehrere Projekte wie das beschriebene schicken.

Viel Erfolg!

Demnächst an dieser Stelle: Wie werde ich Milliardär und gründe ich eine Beraterfirma wie KPMG?

Braunschweiger Zeitung: Bildung ist viel mehr als Schule

Oktober 30, 2009

Aber was? Was braucht ein Kind für seine Bildung? Hier kommen die kompetenten Redakteure der Braunschweiger Zeitung ins Spiel.  Könnte es zum Beispiel sein, werden die Leser gefragt, dass ein Haustier für mehr Bildung sorgen kann?

Aber natürlich! Zum Beispiel ein Papagei. Er wird darüber hinaus sehr alt und kann sogar Enkeln der jetzt zu bildenden Kinder noch allerlei beibringen. Etwa wie man spricht. Wer weiß denn schon genau, wie man ‘Laura’ ausspricht? Oder ‘Du bist blöd’. Dies alles können Kinder natürlich auch von Ihren Eltern lernen, aber die haben oft nicht genügend Geduld und Ausdauer, weil sie auf ihre Herdprämie aufpassen müssen oder dafür sorgen, dass genügend Bildungsgutscheine im Haus sind.

Schon am Beispiel ‘Haustiere’ wird deutlich, dass die Braunschweiger Zeitung verstanden hat, worauf es ankommt bei der Bildung. Nicht mehr Lehrer, kleinere Klassen, unkaputte und sogar Ganztagsschulen sondern Haustiere könnten das Problem lösen und zumindest dafür sorgen, dass der Nachwuchs einen elaborierten Sprachcode beherrscht – die Eintrittskarte für ein gebildetes Leben.

Umverteilung

Oktober 27, 2009

Natürlich von unten nach oben.

Zum Beispiel durch die Mehrwertsteuerbelegung von Leistungen kommunaler Verorgungsbetriebe.

Umweltminister Sander bekämpft die Befangenheit

Oktober 27, 2009

Herr Sander hat der Befangenheit den Kampf angesagt. Daher wird er gewiss bei sich selbst anfangen und sich nun nicht mehr lieber bei den Jägern aufhalten als beim Nabu, wie er vor einiger Zeit äußerte. Und weil das so ist, wird er jetzt energisch anordnen, dass die Jagd im Nationalpark Harz eingestellt wird, obwohl er früher als einseitig befangener Jäger der Nationalparkverwaltung und den ihr zuarbeitenden Schützenkompagnien  dieses Privileg entgegen aller ökologischer Vernunft,  gegen den international anerkannten Sinn des Nationalparkgedankens eingeräumt hatte. Natürlich aus Befangenheit.

Aber der hat er jetzt denm Kampf angesagt. Jedenfalls dann, wenn er den Balken im eigenen Auge bemerkt.

Wer mehr über Ethik und Moral lesen will, möge bei www.buergerinitiative-nationalpark-harz.de nachsehen.

Meine Botschaft aus dem Rehbockhimmel an alle Braunschweiger

Oktober 24, 2009

Ich war ein schöner Rehbock und ich freute mich meines Lebens. Eines Tages bekam ich aber eine Macke und wollte berühmt werden. Da gab mir ein Förster, der bei den Niedersächsischen Landesforsten angestellt ist, einen Tipp: Wenn du in ganz Braunschweig berühmt werden willst, dann stell dich bitte vor den Hochsitz an der Feldkante, von wo aus man die Riddagshauser Kirche gut sehen kann.

Mehr brauche ich nicht zu tun? Kommen dann auch genug Schülerinnen und Schüler vorbei, um mich zu bewundern?

Ganz sicher sagte der Angestellte der Landesforst, schaute sehr gütig drein und sog an seiner Meerschaumpfeife. Das überzeugte mich und als ich am verabredeten Platz zur verbredeten Zeit auf dem Feld stand, es war ja auch erst fünf Uhr in der Frühe, sah ich zwar keine Schüler, meinte aber ein wenig Tabakrauch zu riechen. Das war das Letzte, was ich auf Erden roch, denn der gütige Förster hatte mir ins Herz geschossen.

Wort gehalten, wenn auch auf seine Art, auf Art der Menschen, hat er aber: Jetzt stehe ich nämlich ausgestopft in der Galeria Kaufhof im dritten Stock und alle Menschen finden mich ganz toll, die blöd genug sind und nicht verstehen, dass ich eigentlich unausgestopft in den Wald gehöre, wo  meine klügeren Kollegen sich nicht auf  Verabredungen mit Menschen einlassen, Förster oder andere Jäger, Landtagsabgeordnete oder nicht, weil sie sich nicht totschießen lassen wollen und sich vor allen Menschen lieber verstecken.

Und weil viele Menschen, die dem Waldforum über den Weg trauen und glauben, dass Jagd mit Naturschutz zu tun hat, die werden in der Galeria an der Nase herumgeführt, dass sie ganz schnell vergessen, dass die Landesforsten nicht das Abholzen des Waggumer Forstes für eine Landebahn verhindern oder die Durchsetung des BNatSchG im Nationalpark Harz fordern.

So weit mein Rehbockgruß aus dem Rehbockhimmel. Ganz besonders an das Waldforum Riddagshausen. Dort kann man dann den Naturschutz in seiner schönsten Form erleben, wenn Metzgermeister Meißner mit dem Schlachtermesser in der Hand erklärt, wie meine Reh-Kollegen  oder auch die Wildschweine von innen aussehen. Ganz süß der Mann.

Betrug am Bürger

Oktober 23, 2009

Wie schreibt doch Herr Schlesag so richtig? Ein Schattenhaushalt sei in Wirklichkeit nichts anderes als Betrug am Bürger. Das kennen wir doch schon? Jedenfalls in ähnlicher Form.

Wenn zum Beispiel eine Stadt wie Braunschweig ihr Abwassersystem der Nutzung durch ein privates Wirtschaftsunternehmen überläßt, bekommt sie zuerst Geld dafür. Die Kosten, die das Wirtschaftsunternehmen der Stadt dann für dreißig Jahre in Rechnung stellt, sind natürlich Schulden, die in ihrer Summe nirgends auftauchen. Sie bleiben unsichtbar, im Schattenhaushalt. Diese Schulden bleiben  im offiziellen Haushalt  unsichtbar. 

Das ist bei allen Privatisierungsprojekten so: Erst mal Geld in die Kassen für Verschleuderung städtischen Vermögens – ein Wunder, ein Wunder. So jedenfall die Hoffmanns dieser Welt und ihre Claqueure. Dass in Wirklichkeit so Pleiten produziert werden, wie – um ein Beispiel aus der Privatwirtschaft zu nennen – etwa die von Karstadt (zu teure Rückmietung der zuvor verkauften Kaufhäuser) entgeht den durch Beratungsfirmen programmierten ‘Sanierern’ oder Privatisierern oder sie haben möglicherweise einen  persönliche Vorteile davon.

Braunschweiger Bürger zahlen nach der Privatisierungen städtischen Eigentums (jetzt sind die Schulen dran) – beispielsweise der Stadtwerke – für die Profite, die sich die neuen Eigentümer  für ihr Investment ausdenken. Wer nicht ganz blöde war, hatte an eine Klausel im Verkaufsvertrag gedacht, die einen verlustlosen  Rückkauf ermöglicht, wie etwa Potsdam. Was bedeutet: Wirtschaftliche Intelligenz ist in manchen Stadtverwaltungen und Stadtparlamenten zu Hause. Aber in Braunschweig??? Dafür hat es einen Schattenhaushalt.

Gerade noch rechtzeitig konnte Volkswagen den neuen Passat BlueMotion mit nur 114 mg Co2/km in grüner Kulisse fotografieren

Oktober 22, 2009

Das Werbefoto entstand nämlich im Waggumer Frühligswald, so weit erkennbar. Erst die fortschrittliche umweltschonende Technologie machte es VW möglich, ohne alle Gewissensbisse die Vernichtung des Waldes rückhaltlos zu befürworten, in dem das Foto entstand. Trotzdem gab es Diskussionen.

Piech könnte im Frühjahr 2009 gesagt haben: Wenn wir das Foto nicht jetzt machen, dann stehen wir 2010 im Frühjahr auf einer Flughafen-Betonpiste. Das erschüttert unsere Glaubwürdigkeit als Grüner Konzern.

Darauf mag Herr Winterkorn geantwortet haben: Wir können mit dem Bild nicht warten. Im Frühjahr 2010 ist der Wald schon abgeholzt – dafür werde ich sorgen. Schon damit Volkswagen nicht noch klügere Manager einstellen muß, die es bis Hannover  schaffen würden, um nach Übersee zu fliegen. Unsere jetzigen sind dazu nicht in der Lage, deshalb sind wir ja dafür, dass der Wald bei Waggum für die Landebahn zubetoniert wird.

Piech: Richtig. Sie haben von mir gelernt, wie man grüne Umweltpolitik macht. Das bringt Kunden, denn ein Volkswagen im Frühlingswald überzeugt…

Asse II und Morsleben – beide ehemaligen Bergwerke werden samt Atommüll absaufen

Oktober 19, 2009

An der Schließung von Morsleben soll das Beispiel für  die von Asse II geprobt werden. Morsleben ist 40 km von Braunschweig entfernt und nach allem was man liest, läuft es in  Morsleben auf eine Schließung wie nach Bergrecht aus – Plombe drauf und fertig, Absaufen und Tiefengrundwasserverseuchung später.

Deshalb  über Einwendungsmöglichkeiten im Braunschweiger Umweltzentrum Ferdinandstraße 7 informieren oder bfs.de (Bundesamt für Strahlenschutz) aufschlagen. Dort findet man die Ausschreibungsunterlagen für die Schließung

Dann: Éinwendungen schreiben.