Nachdem es sich im Braunschweiger Landesmuseum ausgebiegelt hat und Herr Hoffmann mit fremdem Geld (nämlich unserem) ein Schlossmuseum bekommt, damit er, wenn er wieder mal vor ECE steht und im Rahmen seines Visionismus ein Schloss sieht, nach dem Erwachen aus diesem bedenklichen Zustand sagen kann: Aber das muß doch ein Schloss sein, weil doch ein Schloßmuseum drin ist! also dann, nach all diesem, ist die Wiederbesetzung des Leitungs-Postens im Niedersächsischen Landesamt für Denkmalpflege, der so noch nicht besetzt war – und schon gar nicht durch Herrn Alfried Wieczorek, dem er unter den gegebnen Umständen zu blöd war – Herrn Stratmann ein dringliches Anliegen – ’so schnell wie möglich’ . Denn der Verzicht auf eine neu geschaffene Position, ohne die alles auch ganz prima läuft, kommt dem Mann nicht in den Sinn. Schließlich haben wir, Stratmann, ja genug Geld für Überflüssiges während der Mangel an Professoren und Lehrern keines falls so schnell wie möglich beendet werden sollte.
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Starker Wille zum Geldverschwenden – Stratmann spricht
Dezember 18, 2008Energieproblem und Klimakatastrophe dank BIBS bald unter Kontrolle
Februar 7, 2007Die Technik wäre da, mit der man das Schlimmste abwenden könnte, aber die Mittel! Selbstverständlich macht man sich auch in der BIBS über diese Probleme Gedanken. Ihre Energie-unf Finanzierungsexperten möchten aber nicht, dass das von ihnen entwickelte Projekt vorzeitig zerredet wird. Daher sei hier darüber geschwiegen. Es sei aber versprochen, dass es noch in diesem Monat der Öffentlichkeit so vorgerechnet werden kann, dass selbst der politische Gegner, von dem man gelegentlich auch etwas lernen kann, begeistert zustimmen wird, ja muß, da er andernfalls noch unglaubwürdiger würde.
Hartz mal Wulff gleich Niedersachsen
Januar 30, 2007Wenn Herr Hartz Herrn Volkert mit ca. 2,6 Millionen begünstigt, wird er bestraft, muß aber nichts selber sagen. Benachteiligt wird unter vielen anderen: Frau Dreyer, denn sie kann fragen wie blöd, Hartz antwortet nicht. Wenn man Mündlichkeit nicht durchsetzen kann, sieht’s schlecht aus mit der Karriere, deal hin oder her.
Wenn Herr Wulff durch das Nationalparkgesetz Niedersachsen eine in ihrer Größe überflüssige Verwaltung begünstigt, Förster umsonst und Redakteure für nahezu nix große Tiere totschießen dürfen und überhaupt mindestens 300 Millionen vergeudet werden sollen, wird er gleich Kanzlerkandidat. Ist das das gerecht? Hätte Herr Hartz auch einen Schaden von 300 Millionen angerichtet und nicht nur so einen mickrigen von 2,6 Millionen, wäre er wahrscheinlich auch Kanzlerkandidat und würde lauter Schlipse geschenkt kriegen. Die Chance hat er nun verpaßt.
Über das Recht
Januar 20, 2007Eine der Errungenschaften der Neuzeit ist die Gewaltenteilung. Exekutive, Legislative und Jurisdiktion. Wie wir wissen, ist besonders in der Ländergesetzgebung viel faul, besonders wenn man an das ‘Nationalparkgesetz Harz Niedersachsen’ denkt. In die Jurisdiktion kommt als handelnde Person – im Gegensatz zur Politik – nur hinein, wer innerhalb seiner Berufsgruppe absolute Spitzenleistungen erbracht hat und zu erbringen verspricht. Das gilt auch für Staatsanwälte. Die sind allerdings politisch weisungsgebunden, so dass man manchmal Spitzenleistungen nicht erkennen kann, ja manchmal Sachverhalte nicht verfolgt werden, obwohl Recht verletzt wurde. Nur Richter sind völlig unabhängig. Sie bilden sich ihr Urteil aufgrund der von der Staatsanwaltschaft vorgelegten beweisbaren Tatsachen und aufgrund der Einlassungen der Beklagten. Diese lassen sich tunlichst von tunlichst guten Rechtsanwälten vertreten. Der Meinungsbildungsprozess der Richter muß die Einlassungen der Rechtsanwälte berücksichtigen. Diese erfolgt vorwiegend schriftlich. Dann kommt die Verhandlung. Aus gutem Grund ist Mündlichkeit zwingend vorgesehen. Nur so kann sich der Richter einen Eindruck von der Glaubwürdigkeit des Beklagten machen. Wie weit stützen oder widerlegen seine mündlichen Aussagen die von Staats- und Rechtsanwälten vorgetragenen Sachverhalte, welche sind nicht vorgetragen, welche verschwiegen, welche könnten den Beklagten entlasten. Es ist das Recht des Beklagten, seine Position mündlich in aller Öffentlichkeit zu verdeutlichen und glaubhaft zu machen.
Wenn der Beklagte dieses Recht verweigert, wird er seine Gründe haben. Schlechte Gründe. Gründe und Handlungen, die in der mündlichen Befragung herauskommen könnten. Die ihn belasten. Deshalb hat der Beklagte das Recht, nichts zu sagen. Aber dann muß er davon ausgehen, dass ein über seinen Anwalt ausgedealtes schriftliches Geständnis absolut nichts wert ist. Deshalb wird Herr Hartz, so er einigermaßen vernünftig beraten ist, beim Termin kommende Wochen reden wie ein Wasserfall. Sonst würde deutlich werden, dass der ‘Deal’ seines Anwaltes mit dem Gericht nicht viel anders zu bewerten ist als das, was Dealer sonst so machen. Denn es ist völlig unwahrscheinlich, dass eine hochqualifizierte Juristin, wie Frau Dreyer, den Idioten für Herrn Hartz und seine Kumpane macht. Sie würde ganz neu in die Beweisaufnahme eintreten. Und jene Demonstanten, die am ersten Verhandlungstag die Nutten (möglichst in Berufskleidung) eingefordert haben, kämen doch noch auf ihre Kosten. Das Recht auch.
Braunschweiger Justiz enttäuscht Weltpresse
Januar 18, 2007Obwohl die Braunschweiger Justiz sich bemüht hat, internationales, aber doch mindestens nationales Niveau zu erreichen, zeigte sie doch sehr deutlich, dass sie dazu nicht fähig ist. Zwar hatte die Staatsanwaltschaft, wie in solchen Fällen üblich, einen ‘Deal’ angeleiert und sichergestellt, dass Herr Hartz auf jeden Fall ackermannmäßig so gut wie ungeschoren davon kommt. Also keinesfalls muß er in den Knast, das ist schon mal klar. Aber die 300000 Euro Strafe, die verabredet wurden, sind schon ein Hammer. Sein Fahrer befürchtet, dass nun sein Gehalt gekürzt wird und die Raten für den Phaeton zu zahlen, wird auch schwerer fallen. Das sollten die Hartz-IV-Protestler doch bitte bedenken, bevor sie sich am 25.1. wieder zu irgendwelchen überzogenen Beschimpfungen hinreißen lassen. Aber die Justiz sieht bei dieser enormen, viel zu hohen Strafsumme - immerhin handelt es sich um einen richtigen Bruchteil der Gehaltszahlungen, die Herr Hartz von VW sogar ganz legal (!) bekommen hat – ziemlich schlecht aus. Sie hätte es auch bei 5000 oder 10000 Euro belassen können, das sind auch ganz schöne Sümmchen. Aber nicht vor allem die ausgehandelte Strafzahlung hat die Weltpresse enttäuscht, sondern die Tatsache, dass sich die Justiz während des Prozesses nicht entblödet hat, den Versuch zu unternehmen, in aller Öffentlichkeit direkt an Herrn Hartz Fragen zu stellen, die dieser bedeutende Mann dann in aller Öffentlichkeit auch noch beantworten sollte. Hat er selbstverständlich nicht gemacht, wo kämen wir da hin? Man stelle sich vor: Jemand von diesem Format steht vor Gericht und soll dort einfach so, wie du und ich, spontan Fragen der Richterin beantworten. Obwohl er sich doch vorher herbeigelassen hat, einem ‘Deal’ zuzustimmen! Weiß Frau Dreyer denn nicht, was sich gehört? Eine solche Enttäuschung hätte sie der Weltpresse nun wirklich ersparen können. Das wäre ja fast so, als ob irgendein Braunschweiger Bürger Herrn Hoffmann oder sogar Herrn Lehmann eine Frage stellen würde und die sollte dann auch direkt beantwortet werden. Sacrilegious! Jedenfall hat Hartz nichts gesagt, weil er natürlich nicht dazu beitragen will, dass sich die Braunschweiger Justiz noch mehr blamiert. Stellen die doch Fragen in der Verhandlung!
Aber auch sein Anwalt hat Fehler gemacht. Wie oft im Leben kommt es auf den Rechtsanwalt an. Und wie oft versagt er. Hat dieser Mann, hinter dem ja ein ganzes Rechtsanwaltsteam steht, überhaupt nicht begriffen, ein wie sensibler Mann sein Mandant ist? Es wäre unfair, hier den Namen des Anwalts zu nennen. Der Berufsstand ist im Allgemeinen durchaus sensibel. Worum geht es? Kaum wurde Herr Hartz von der Justiz in das Licht der Öffentlichkeit gezerrt (dahin gehören höchstens mal die eine oder andere Oma, die Heringssalat klaut, wie die Braunschweiger Zeitung mit der ihr typischen Sensibilität ja berichtet hatte), da war auch klar, dass er den einzigen guten Anzug anziehen müßte, der ihm noch geblieben ist, weil er vor der Weltpresse nicht in dem zerlumpten Gewand auftreten wollte, das er sonst noch hat. Diese Würdewahrung ist bewundernswert. Dann wollte er eigentlich, damit die Weltpresse sich nicht zu sehr auf ihn stürzt, sondern abgelenkt wird und damit seine Sensibilität schont, dass die ganzen als Zeuginnen wichtigen Prostituierten zugleich mit ihm vor dem Gericht ankommen und zwar – wie er selbst – in Berufskleidung. Da haben ihm sein Anwalt und die Staatsanwältin Wolff einen Bärendienst erwiesen, als sie in ihrem ‘Deal’ genau das verhindert haben. Höchstwahrscheinlich hätten sich nämlich alle Kameras und die sonstige Aufmerksamkeit auf all die zahlreichen Zeuginnen gerichtet und Herrn Hartz hätte keiner mehr beachtet und seine Sensibilität wäre durch das Blitzlichtgewitter nicht so mitgenommen worden. Denn im Mittelpunkt steht der Mensch, auch ein Wirtschaftsverbrecher, auch Herr Hartz. Das könnte sich die Justiz doch mal merken. Die Weltpresse (und die meisten anwesenden Hartz IV – Fans) so zu enttäuschen! Ein Ruhmesblatt für Staatsanwaltschaft, Rechtsanwaltschaft und die Justiz im Allgemeinen sieht anders aus.
PS: Nachdem die Braunschweiger Zeitung auf vier vollen Seiten über den Fall ‘Hartz’ berichtet hat, bei dem es um wenige Millionen geht, will sie nun darüber berichten, wie ein Kanzlerkandidat (auch als ‘Krawatte’ oder ‘Lügenwulff’ bekannt), dem Steuerzahler 300 Millionen durch ein vom Bundesrecht abweichendes Landes- (Nationalpark-) Gesetz entzogen hat. Dieser Bericht wurde so lange verschleppt, weil sich keine Zeuginnen (außer bekleideten) finden ließen und in Afrika einige Kinder von einem wichtigen Redakteur gefüttert werden mußten.
Randgruppe enttäuscht
Januar 17, 2007Ohne die ganze Presserklärung dieser regionalen Bürgerbewegung aus Braunschweig/Wolfsburg, der vor allem Persönlichkeiten mit Leitungsfunktion angehören sollen, ganz abdrucken zu wollen, sei doch darauf hingewiesen, dass sie sich über das Verhalten der hiesigen Staatsanwaltschaft recht enttäuscht zeigt. Der Prozeß gegen Hartz hätte der Zielsetzung dieser Bürgerbewegung, die sich schlicht ‘Bordellfreunde’ nennt, durchaus dienlich sein können. Die Ausklammerung des gesamten Bordellbereichs finden die Bordellfreunde als gezielte und ungerechtfertigte Unterdrückung einer kleinen, aber nicht unbedeutenden Randgruppe. Als besonders verwerflich wird diese Diskriminierung empfunden, weil es innerhalb dieser Bürgerbewegung weder Korruption, Bestechung, Veruntreuung von Spendengeldern oder die Verschleuderung von Stiftungseigentum (Grundstücken) gebe, was ja in der Region so zu sagen mehr oder weniger üblich sei. Aber gibt es Gerechtigkeit?
Meyers Wüste
Januar 17, 2007Wie sagt Vatanen so richtig? Mauretanier und Malinesen können stolz auf sich sein, denn auch Herr Meyer fährt da durch. Sie sind aber auch regelrecht übermütig und beschmeißen ihn mit Steinen. Dann kommt das lustige Gerangel um Essen und ein paar Früchte. Da schlichtet Meyer natürlich gleich. Weiter geht es vorbei an unzähligen Kadavern und Leuten, die ihr Glück nicht fassen können, weil Herr Meyer vorbeikommt. Alles wäre ganz prima, wenn diese Mauretanier nur nicht vor dem Müllproblem resigniert hätten. Dann hebt auch noch einer die Handfläche nach oben, wollte aber eigentlich die Finger zum Siegeszeichen spreizen. Rätselhaftes Afrika. Ruge und Scholl-Latour würden vor Neid erblassen, wenn sie diese vorzügliche Reportage erleben könnten. Vorzüglicher, kritischer Journalismus. Fast wie aus dem Lehrbuch von Herrn Raue.
Staatsanwälte zu lieb
Januar 16, 2007Da will man mal ganz lieb sein, überprüft die speziell für Topmanager geschaffenen Sonderkreditkarten nicht, die doch gerne mal aus Prestigegründen im Puff eingesetzt worden sein sollen, ja man will den ganzen Bordellbereich außen vor lassen – was passiert? So habe man den guten Hartz erst recht unter Druck gesetzt, heißt es. Sonst hätte er nie im Leben alles zugegeben, damit er weiter wie ein guter Ackermann seine Scholle bestellen kann und nicht in den Knast muß, ja noch nicht mal als vorbestraft gilt. Da kommt doch glatt so eine Art Erpressungsverdacht auf. Unrecht ist’s, wenn Unrecht verschwiegen, wie der Dichter so daherschwätzt. Nun stehen Wolff und Schwenn ganz schön blöd da. Das hat man davon, wenn man einfach zu lieb und pressegeil ist.
Justiz schlägt gnadenlos zurück
Januar 15, 2007Nachdem die beiden Omas, 84 und 87, bei ihren beispiellosen Verbrechen (Bier, Wasserflasche und Heringssalat gestohlen) erwischt worden sind, schaltete sich die Braunschweiger Staatsanwaltschaft ein. Die BZ berichtete. In verschärften Verhören tat sich besonders die junge Staatsanwältin hervor, die schon andere, zweifellos weniger spektakuläre Verbrechen, wie etwa die angeblichen Untaten eines Herrn Hartz, trotzdem gnadenlos verfolgt. Ihr Vorbild sind ja bekanntlich die Staatsanwälte, die mittels schärfsten Bemühens und natürlich gnadenlos eine Verurteilung von Esser, Ackermann betrieben hatten. So billig sollten die beiden Verbrecherinnen nicht davon kommen. Prompt machten diese der Staatsanwaltschaft so lange schwer zu schaffen, bis sie nachzuweisen drohten, dass Hartz ihr Enkel zur linken Hand, Ackermann aber ihr Neffe vierten Grades ist. Daraufhin, so teilte eine Putzfrau muslimischen Glaubens vertraulich mit, sollen – wie sie sich mysteriös ausdrückte – die Sitze der verhörenden Staatsbeamte(i)n ‘feucht’ gewesen sein. Wie dem auch sei - als die beiden Omas brutal aber clever drohten, auf diese Weise ihre Macht auszuspielen, schlug der Anwalt (Armenrecht!, Steuerzahlergeld!) der beiden einen ‘Deal’ vor. Danach sollte nicht veröffentlicht werden, dass die beiden nie in einen Puff gegangen waren und als Ausgleich eine Summe an die Staatskasse zahlen, die im selben Verhältnis zum Wert ihrer Beute stehen sollte wie die, die Ackermann aus seiner Beute abgeführt hat. Die Berechnung der zu zahlenden Strafe stellte sich für die Staatsanwältin als schwierig heraus. Es soll sich um einen Betrag von ein bis drei Cent handeln, der jetzt aber gnadenlos eingetrieben werden soll. Die beiden kriminellen Diebinnen gelten durch diesen ‘Deal’ als nicht als vorbestraft, ebenso wie ihre angeblichen Verwandten. Die Staatsanwältin meldete sich anschließend zu Wort: Hätten wir die Sache ordnungsgemäß, wie es unsere Art ist, voll durchgezogen, wäre die Strafe auch nicht höher ausgefallen, eben wie bei Ackermann und Co. Auf jeden Fall sollte den beiden rüstigen Damen durch diesen ‘Deal’, die Vermeidung eines rechtskräftigen Urteils, nicht die Möglichkeit verbaut werden, bei VW, Siemens oder der Deutschen Bank in den Vorstand einzuziehen. Falls sie dann dort ihre verbrecherische Karriere fortsetzen sollten, werde es aber nicht wieder einen so billigen ‘Deal’ geben, so die Staatsanwaltschft. Also: Gott sei Dank – unsere Justiz funktioniert reibungslos. Genau so gut wie die 4. Gewalt, die immer schonungslos darüber berichtet. Und das, obwohl Braunschweig eigentlich nur Stadt der Wissenschaft und der Stadtverwaltung ist. Übrigens soll der Fall auch verfilmt werden. Der Staatsanwältin soll die Rolle der Staatsanwältin angeboten worden sein. Bei der Szene mit dem feuchten Stuhl will sie sich aber doubeln lassen.
Kurios
Januar 14, 2007Warum eigentlich die Vorliebe für ‘alte Fassaden’ – s. unser-braunschweig.de von heute. Eigentlich wissen wir es ja, aber trotzdem: Dem naiven, unkritischen Käufer wird u.a. durch kuriose Bennenungs-Techniken vorgegaukelt, mit seinem Einkauf bekomme er mehr als seine Ware. Nämlich Ansehen, Prestige, Macht, Berühmtheit, Bekanntheit. Der potentielle Käufer soll über sein Unbewußtes zu Kaufentscheidungen hinmanipuliert werden, die er ohne diese Manipulation nicht oder nicht so oder nicht an diesem Ort treffen würde. Einer dieser fiesen Tricks ist die Bennung nach vermeintlich angesehenen, prestigereichen, berühmten, bekannten Sachverhalten oder Personen. Um Käufer anzuziehen und zu schröpfen werden daher neue Einkaufsmöglichkeiten zum Beispiel KAISERpassage, wie in Goslar oder SCHLOSS wie in Braunschweig oder nach Bauelementen, wie ARKADEN oder COLONADEN – meist früher Teile gouvermentaler Prunkarchitektur – oder zumindest lateinisch Centrum, selbstverständlich mit ‘C’, benannt. Besonders schlau und schröpferisch kommen sich selbstverständlich jene vor, die mehrere der genannten Begriffe kombinieren, wie etwa das Wort ‘Schloss-Arkaden’. Selbst bei völliger Sinnleere. Der vermeintliche Glanz der glücklicherweise überwundenen feudalen Verhältnisse, die den meisten Personen der damaligen Zeit eine sklavenähnliche Rolle zuwiesen, soll auf den Käufer abfärben und die Kauflust fördern. Die gezielte Verwendung feudalistischer Begriffe ist zugleich die Verhöhnung der geschichtlichen Dummheit, Arglosigkeit und Geltungsssucht der anzulockenden Käufer – es sei denn, man gehört selbst zum Hochadel, wie bekanntlich die meisten von uns. Kann man am blauen Blut erkennen. Wer rotes hat, gehört nicht dazu.